HÖRZU Android Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU iOS Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU Logo
Unterhaltung Filter
Kategorie einstellen
Weihnachten: Sichere Geldanlagen sind kluge Gaben.

Weihnachten: Sichere Geldanlagen sind kluge Gaben. - Foto © picture-alliance / M.i.S.-Sportp

Sichere Geldanlagen

Geldpräsente zum Weihnachtsfest

Schenken ist schön – aber oft auch schwierig. Für Opas, Omas, Tanten und Onkel beginnt vor Weihnachten das große Rätselraten: Womit könnte man die Kleinen erfreuen? Was wäre sinnvoller als ein Kuscheltier und beständiger als das neueste Computerspiel? Und fantasievoller als ein weiteres Buch? Gibt es da überhaupt noch kluge Gaben, die sinnvoll sind und langfristig Freude machen? Durchaus. Hier einige Tipps:

Geldanlagen Sparbuch und Tagesgeldkonto

Ein Konto oder Sparbuch auf den Namen des Kindes zu eröffnen ist der einfachste Weg. Darauf können Großeltern und Paten dann überweisen. Vorteil der Konto-Lösung: Es besteht keine regelmäßige Zahlungsverpflichtung, sodass "richtige" Geschenke möglich bleiben. Für bereits bestehende Kinderkonten verschicken Banken wie ING-DiBa in der Vorweihnachtszeit auch spezielle Wunschzettel für die Weitergabe an Großeltern, Tanten und Onkel. Darauf sind Kontonummer und Bankleitzahl vorgedruckt, was Übermittlungsfehler ausschließt. Interessant: Zinsen vom Konto des Kindes werden nicht den Eltern zugerechnet, dem Kind steht ein eigener Sparerfreibetrag zu (801 Euro im Jahr). "Mit einer sogenannten Nichtveranlagungsbescheinigung, die beim Finanzamt für das Kind beantragt werden kann, bleiben sogar bis zu 8004 Euro steuerfrei", sagt Markus Deutsch vom Deutschen Steuerberaterverband. Die Bescheinigung wird dann an die kontoführende Bank weitergegeben. Um ein Kinderkonto zu eröffnen, müssen sich der beziehungsweise die Erziehungsberechtigten gegenüber dem Geldinstitut ausweisen, Unterschriften leisten und die Geburtsurkunde des Kindes vorlegen. Selbst Großeltern können ein solches Konto eröffnen, wenn die Eltern schriftlich eingewilligt haben. Attraktiv ist auch das "ADAC FührerscheinSparen". Dahinter verbirgt sich ein Sparplan mit fester Verzinsung. Abschließbar ist der schon ab zehn Euro monatlich. Obendrauf gibt es eine Geschenkbox mit Modellauto, Schokolade und einem Vordruck für persönliche Grüße.

Geldanlage Ausbildungsversicherung

Verbraucherschützer sind zwar nicht gerade begeistert von dieser Police, weil vorzeitiges Kündigen oft Verluste beschert. Das stärkt aber auch den Durchhaltewillen, was dem Kind am Ende zugutekommt. Im Grunde ist eine Ausbildungsversicherung eine Lebensversicherung, die schon mit 18 oder 19 ausgezahlt wird. Das Geld dient dann den ersten Schritten auf eigenen Füßen oder der Co-Finanzierung des Studiums. Versichert wird über die Police das Leben einer zweiten Person. Verstirbt diese vor dem festgelegten Auszahltermin, müssen keine weiteren Beiträge eingezahlt werden. Dennoch steht dem Kind dann die volle Versicherungssumme zu. Ausbildungspolicen, die noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, bieten eine Garantieverzinsung von 2,25 Prozent, ab 2012 sind es nur noch 1,75. Tipp: Je älter die Person, an deren Leben die Police gekoppelt wird, desto höher die Beiträge. Stiftung Warentest empfiehlt deshalb, statt der Großeltern dafür lieber einen Elternteil zu wählen.

Geldanlage Rundumschutz-Pakete

Sie koppeln Risikoschutz und Geldanlage. Dadurch besitzt das Kind beispielsweise nicht nur eine Invaliditätsversicherung, sondern spart gleichzeitig Kapital an. Den Vertrag soll es dann als Erwachsener weiterführen, so die Grundidee. "Das hat etwa den Vorteil, dass das Kind später ohne erneute Gesundheitsprüfung eine Berufsunfähigkeitspolice abschließen kann, die Verbraucherschützer dringend empfehlen", sagt Stefan Taschner von der Universa. Ablehnungen wegen Vorerkrankungen sind so nicht mehr möglich. Die meisten Rundum-Pakete bestehen aus verschiedenen Bausteinen. So können Schutzlücken gezielt geschlossen, aber auch Doppelverträge vermieden werden, was kräftig Geld spart. Als Namensgeber für ihre Pakete nutzen Anbieter gern Kinderhelden: "Tip-Top Tabaluga" von Universa deckt zum Beispiel vorrangig große Risiken wie Unfall und Invalidität ab. Hinzuwählbare Bausteine sind hier etwa Startkapital bei Invalidität, lebenslanges Pflegetagegeld oder die Behandlung als Privatpatient im Krankenhaus. Kostenpunkt: ab zehn Euro pro Monat. "Fix & Foxi“ vom Deutschen Ring legt den Schwerpunkt auf Vermögensbildung. Auch Teilentnahmen sind möglich, etwa um eine größere Reise zu finanzieren. Beitrag: ab 25 Euro pro Monat. Eher vorsorgeorientiert ist auch "Biene Maja" der Nürnberger Versicherung. Wahlbaustein hier: etwa eine fondsgebundene Rentenpolice mit Kapitalgarantie. Ab 25 Euro im Monat.

Geldanlage Investmentfonds

Auch wenn die Börsen in den letzten Monaten verrücktgespielt haben: Experten empfehlen für Kinder in erster Linie Fonds. "Kinder können so von den Chancen des Kapitalmarkts profitieren. Zugleich bleibt ihnen aber genug Zeit, um Kurseinbrüche auszusitzen", sagt der Hamburger Verbraucherberater André Salau. Speziell an Kinder richtet sich etwa der "Deka JuniorPlan". Einige Sparkassen offerieren auch den "Deka JuniorPlan Plus", der ein Startgeld und weitere attraktive Geldprämien bietet. Bis zum 18. Geburtstag geben Fondsanbieter und Sparkasse so maximal 1250 Euro dazu. Auch in jungen Jahren lässt sich schon fürs Alter vorsorgen: mit der "DWS RiesterRente Premium". Ist das Kind später selbst berufstätig, führt es den Vertrag mit eigenen Mitteln weiter und erhält dann auch die staatliche Riester-Förderung. Die zu verschenken wäre ein Jammer: Sind es doch aktuell immerhin 154 Euro pro Jahr plus 200 zur Begrüßung.

Autor: Wolfram Tauscher