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Das große Finanz-ABC: die wichtigsten Begriffe zu Geldanlagen

Das große Finanz-ABC: die wichtigsten Begriffe zu Geldanlagen; Illustration: © HÖRZU

Wichtigste Begriffe zu Geldanlagen

Das große Finanz-ABC

Ob morgens beim Zeitunglesen, tagsüber im Büro oder abends bei der "Tagesschau": Begriffe aus der Welt des Geldes begleiten uns durch den Alltag. Gut, wenn man sie versteht, "denn das kommt auch den eigenen Finanzen zugute und kann sogar Spaß machen", sagt Henning Seeler, Fondsexperte der Comdirect Bank.

Hier das große Finanz-ABC mit den wichtigsten Stichworten zu Geld und Anlagen.

Die wichtigsten Begriffe zu Geldanlagen

  • Ausgabeaufschlag

  • Gebühr, die auf den Fondspreis aufgeschlagen wird – für Vermittlung und Beratung. Wird auch Agio genannt. „Hier gibt es von Bank zu Bank große Unterschiede“, sagt Geldprofi Seeler.

  • Bankgeheimnis

  • Verschwiegenheitspflicht der Bank über kundenbezogene Informationen. Allerdings kann die Bank gegenüber Behörden in begründeten Ausnahmefällen sogar zur Information verpflichtet sein (zum Beispiel bei Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung). Freibeträge für Kapitalerträge müssen die Banken regelmäßig dem Bundeszentralamt für Steuern melden.

  • Cost-Average-Effect

  • Dieser wird auch Durchschnittsverfahren genannt und macht sich bei Fondssparplänen bemerkbar: Wer regelmäßig einen festen Betrag investiert, erwirbt bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile, bei höheren Kursen entsprechend weniger. Seeler: „Damit wird das Auf und Ab an der Börse teilweise ausgeglichen.“ Die Risiken, zum richtigen Zeitpunkt ein- oder auszusteigen, werden dadurch gemindert.

  • Day-Trading

  • Hier kauft und verkauft ein Anleger mehrmals täglich die gleichen Wertpapiere, um selbst aus winzigsten Kursschwankungen Gewinne zu erzielen. „Das ist nur etwas für sehr erfahrene Anleger“, warnt Finanzexperte Seeler.

  • Effektivzins

  • Nur mit dem effektiven Jahreszins lassen sich Kreditangebote auch wirklich vergleichen. Denn erst wenn zum Nominalzinssatz die Nebenkosten (etwa Bearbeitungsgebühr und Verrechnungszeitpunkt) hinzuaddiert werden, steht der Preis eines Kredits fest. Zumindest beinahe. Denn tatsächlich kommen noch Kosten hinzu wie Kontoführungsgebühren oder Bereitstellungszinsen. Darum sollte man immer nach allen Kosten fragen.

  • Fixing

  • Ohne das sogenannte Fixing wären Kursentwicklungen kaum darzustellen, da es täglich zu starken Kursschwankungen kommt. Die Europäische Zentralbank stellt jeden Tag um die gleiche Uhrzeit die Kurse bestimmter Rohstoffe und Devisen fest.

  • Gewinnwarnung

  • Irreführender Ausdruck, denn ein börsennotiertes Unternehmen warnt nicht vor hohen Gewinnen, sondern davor, dass erwartete Gewinne nicht eintreten. Dazu ist es den Aufsichtsbehörden gegenüber verpflichtet, damit Börsenwert und realer Wert nicht zu sehr abweichen.

  • Hafen, sicherer

  • Anlagen, die als Zufluchtsstätte dienen: „Derzeit sind das vor allem Gold und Immobilien“, so Seeler. Oder Anleihen von Staaten, die eine hohe Kreditwürdigkeit besitzen, etwa Deutschland.

  • Insiderhandel

  • Wer Insiderinformationen für Börsengeschäfte nutzt, macht sich strafbar. Als Beispiel: Der Chef einer Aktiengesellschaft erfährt, dass ein wichtiger Kunde abgesprungen ist. Das führt nach Bekanntgabe zu einem Kurseinbruch. Er darf vorher nicht noch rasch seine eigenen Aktien verkaufen.

  • Karat

  • Maßeinheit für die Masse von Edelsteinen. Zurückzuführen auf das Gewicht des Samens des Johannisbrotbaums (0,2 Gramm). Auch der Feingehalt von Gold wird in Karat gemessen. Einkarätiges Gold enthält nur einen Gewichtsanteil an Gold von 1/24. Feingold (999er-Gold) hat demnach 24/24 Gewichtsanteile, also 24 Karat. 333er-Gold entspricht acht Karat.

  • Landesbank

  • Die deutschen Landesbanken unterstützen die Bundesländer in ihrem Zuständigkeitsbereich bei Bankgeschäften und in der Wirtschaftsförderung. Sie nehmen also einen öffentlichen Auftrag wahr. Seit einigen Jahren treten sie auch als allgemeine Geschäftsbanken auf. Die WestLB geriet im Zuge der Finanzmarktkrise in die Schlagzeilen, weil sie aufgrund von Fehlspekulationen Milliardenverluste machte und nur dank massiver Staatshilfe gerettet werden konnte.

  • Münzregal

  • Das Hoheitsrecht, die Währung zu bestimmen, die Gestaltung von Münzen und Banknoten festzulegen, diese herzustellen und den Gewinn daraus einzubehalten. In Deutschland liegt das Münzregal beim Bund.

  • Neuemission

  • Erstmalige Herausgabe von Wertpapieren an Anleger. Sie können diese vorher „zeichnen“, also bestellen.

  • Offener Fonds

  • Eine Fondsgesellschaft kann unbegrenzt weitere Anteile ausgeben, ist aber auch verpflichtet, sie jederzeit zurückzunehmen. Anders als beim Kauf einzelner Aktien investiert ein Fonds immer in mehrere Werte: „Der Vorteil ist, dass Chancen und Risiken breiter gestreut sind“, ergänzt Fondsexperte Henning Seeler.

  • Pennystocks

  • Aktien, die zu Cent-Beträgen gehandelt werden. Sie sind vor allem in den USA und Kanada verbreitet. Sie werden von kleinen Unternehmen für riskante Aktivitäten herausgegeben und sind entsprechend spekulativ.

  • Rendite

  • Nicht zu verwechseln mit dem Zinssatz. Sie drückt in Prozent den tatsächlichen oder erwarteten Gewinn einer Geldanlage aus – unter Berücksichtigung aller Kosten, Auf- und Abschläge sowie der Kursveränderungen.

  • Sondervermögen

  • Das in einem Fonds angelegte Kapital und die damit angeschafften Vermögensgegenstände bilden ein Sondervermögen. Es muss vom eigenen Vermögen der Fondsgesellschaft getrennt gehalten und darf nicht für deren Verbindlichkeiten verwendet werden. „Vorteil für den Anleger: Er bekommt sein Geld auch bei Zahlungsschwierigkeiten der Gesellschaft zurück“, erklärt Fondsexperte Seeler.

  • Tulpenrausch

  • Die erstmals 1554 aus dem Orient nach Europa gebrachten Tulpenzwiebeln wurden in den Niederlanden zu Liebhaberobjekten und zu immer höheren Preisen an der Börse gehandelt. Bis 1637 der Markt einbrach. Die erste Spekulationsblase der Weltgeschichte platzte, viele Spekulanten waren ruiniert.

  • Unze

  • Gold- und Silberpreise werden in US-Dollar pro Feinunze angegeben. Ihr Gewicht von 31,1034768 Gramm entspricht exakt dem der Apotheker-Unze.

  • Wesentliche Anlegerinformationen

  • Seit dem 1. Juli müssen Banken für viele Fonds die wichtigsten Informationen zu Strategien, Zielen, Chancen und Risiken für Laien verständlich veröffentlichen. „Für Anleger wird es damit viel einfacher, Produkte zu vergleichen“, sagt Fondsexperte Seeler.

  • Zentralbank

  • Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt/Main überwacht das Bankensystem und reguliert die Geldmenge im Euro-Raum.

    Autor: Thomas Röbke