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Mit den richtigen Fonds sichern Sie ihr Geld ab.

Wer sein Geld in die richtigen Fonds investiert kann sich über ein beachtliches Vermögen freuen. - Foto © picture-alliance

Neue Sparpläne versprechen mehr Sicherheit

Besser anlegen mit Fonds

Wenn viele Menschen ihr Geld in einen Topf werfen, entsteht ein großes Vermögen, das sich professionell und ertragreich verwalten lässt – so weit die Grundidee eines Investmentfonds. Die Wahrheit sieht manchmal allerdings anders aus, wie die Krise der offenen Immobilienfonds, die derzeit Schlagzeilen macht, vor Augen führt: Zwei dieser milliardenschweren Dickschiffe, die jahrzehntelang als Witwen- und Waisenpapiere galten, werden jetzt sogar aufgelöst.

Das bereitet vielen Anlegern zu Recht Sorgen. "Trotzdem hat die Branche in den vergangenen Jahren viel getan, um ihre Produkte sicherer zu machen", sagt Gabriele Wetzel vom Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) in Frankfurt. Es gibt nun zum Beispiel sogenannte Zielgarantfonds, die nicht nur alle eingezahlten Beiträge garantieren, sondern auch Erträge, die damit erwirtschaftet werden (siehe auch Übersicht unten).

Besitzt ein Fonds diesen Schutzmechanismus nicht, kann es passieren, dass diese Erträge durch Kursverluste an der Börse wieder aufgezehrt werden. Dass die neuen "wertgesicherten" Fonds bei den Anlegern ankommen, zeigt eine vom BVI geführte Absatzstatistik: Von Januar bis Ende Juli 2010 haben Sparer insgesamt 255 Millionen Euro neu angelegt. Das Vertrauen kommt zurück.

Neuartige Fondskonzepte sichern Ihr Geld ab

1. Zielfonds: Heißen so, weil sie in einem vorab festgelegten Jahr auslaufen und dann alles Geld zurückzahlen. Ihr Geheimnis: Je näher dieser Termin rückt, desto sicherheitsorientierter legt der Fondsmanager an. Ein Börsengewitter, das kurz vor "Torschluss" losbricht, kann die Bilanz nicht mehr verhageln. Dazu wird das Vermögen Stück für Stück umgeschichtet: von riskanten, aber renditeversprechenden Aktien in kursstabile Produkte, vor allem in Festzinsanleihen. Damit das Risikoprofil von Zielfonds mit der eigenen Lebensplanung übereinstimmt, werden sie mit verschiedenen Ablaufterminen angeboten. Wer heute etwa Mitte 40 ist und per Zielfonds die Rente aufbessern will, wählt einen, der in 20 Jahren ausläuft, also um das Jahr 2030.

2. Garantiefonds: Besitzen ebenfalls eine feste Laufzeit und werden dann aufgelöst. Hier werden von vornherein nur Teile des Geldes in Aktien gesteckt, die anderen in schwankungsarme Anlagen. Auf diese Weise kann die Fondsgesellschaft rechtsverbindlich garantieren, dass der Sparer am Ende der Laufzeit mindestens das eingezahlte Geld (abzüglich Ausgabenaufschlag) zurückerhält. Hinzu kommen aber in der Regel noch Gewinne aus dem Aktienanteil.

3. Zielgarantfonds: Das Beste aus zwei Welten: Zum einen schichten diese Fonds (wie Zielfonds) das Vermögen allmählich in schwankungsarme Anlagen um. Zum anderen zahlen sie (wie Garantiefonds) mindestens wieder aus, was an Beiträgen eingezahlt wurde. Auch Erträge, die der Fonds erwirtschaftet, gehen nicht verloren: Dazu wird jeweils zum Monatsanfang der aktuelle Fondswert ermittelt und abgesichert. Unter diesen "eingefrorenen" Wert kann der Fonds nicht mehr fallen.

4.Total-Return-Fonds: Andere Fonds versuchen, in Bezug auf Vergleichswerte gut abzuschneiden. Dieser versucht, in bestimmten Zeiträumen keine realen Verluste zu machen. Rechtsverbindliche Garantien gibt er nicht. Was kein Nachteil sein muss: Der Fondsmanager darf größere Risiken eingehen, hat dafür aber auch größere Chancen. In normalen Börsenzeiten würde der Fonds besser abschneiden als die anderen – die letzten 15 Jahre waren aber alles andere als normal.

Fonds oder Lebensversicherung: Was wirft mehr Ertrag ab?

Wer in den letzten 30 Jahren Monat für Monat 100 Euro in einen Fonds mit deutschen Aktien gesteckt und so insgesamt 36.000 investiert hat, kann sich heute über ein Vermögen von 114.000 freuen. Wäre der gleiche Beitrag in eine Lebensversicherung geflossen, stünden am Ende nach Angaben des Fondsverbands BVI nur 86.000 Euro zur Verfügung.
► Aktienfonds Deutschland: 114.000 Euro
► Lebensversicherung: 86.000 Euro

Autor: Stefan Vogt