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Tatort Schwerelos

"Tatort: Schwerelos": Die Clique der Basejumper gerät in Streit. - Foto: © WDR/Thomas Kost

Sprung in den Tod

"Tatort: Schwerelos"

In Dortmund stirbt ein Fallschirmspringer. War es ein Unfall, oder wurde er umgebracht?

Aufwind für den "Tatort" aus Dortmund: 9,11 Millionen Zuschauer sahen im Januar die brillante Folge "Hydra", in der es die vier Ermittler mit brutalen Neonazis zu tun bekamen. Damit konnte das Quartett erstmals die Neun-Millionen-Marke knacken.

Der neue Fall ("Tatort: Schwerelos": So., 3.5., 20.15 Uhr, Das Erste, s. auch TV-Tipps rechts und in unserem TV-Programm) führt in die Basejumper-Szene. In dieser Spezialdisziplin des Fallschirmspringens erfolgt der Absprung nicht aus einem Flugzeug, sondern aus geringerer Höhe, etwa von Gebäuden oder Brücken.

Was passiert?

Vor der Notaufnahme einer Klinik wird der lebensgefährlich verletzte Leo Janek (Florent Raimond) aufgefunden. Irgendjemand hat den Familienvater dort abgelegt, und den Ärzten wird schnell klar, dass er nicht überleben wird. Janek war begeisterter Fallschirmspringer und suchte mit seinen Freunden bei waghalsigen Basejumps nach dem ultimativen Kick. Hat er sich bei einem Sprung tödlich verletzt? Das zerstrittene ehemalige Paar Nora Dalay (Aylin Tezel) und Daniel Kossik (Stefan Konarske) ermittelt bei den Basejumpern verdeckt und auf eigene Faust - was den beiden Ärger von Peter Faber (Jörg Hartmann) und Martina Bönisch (Anna Schudt) einbringt.

Wer ist dabei?

Inez Bjørg David, unter anderem bekannt aus der RTL-Serie "Doc meets Dorf", spielt die Ehefrau des Opfers. Constantin von Jascheroff war kürzlich in dem Sat.1-Erfolg "Einstein" zu sehen und gibt hier den Schwager des toten Sportlers.

Was ist das Besondere?

Die ersten fünf Dortmunder Episoden stammten alle von einem Autor - Jürgen Werner, der im Vorfeld auch die Figuren entwickelte. Diesmal schrieb der bislang unbekannte Ben Braeunlich das Drehbuch. Schwer philosophisch sieht er die Basejumper-Szene als Symbol für einen gesellschaftlichen Trend: "Es gibt immer mehr Menschen, die den an sie gestellten Erwartungen im Beruf, als Eltern oder Partner nicht mehr gewachsen sind - und sich der Verantwortung verweigern", sagt er. "Der Sprung in die Tiefe ist der perfekte Ausdruck für einen übersteigerten Freiheitsdrang einer überforderten Generation auf der Suche nach Identität."

Wertung

Die sonst so exzellenten Dortmunder leisten sich erstmals einen Hänger. Zwar werden die Charaktere der Kommissare auf interessante Weise weiterentwickelt, dafür bleiben jedoch alle anderen Figuren vollkomme blass. Zudem ist der eigentliche Fall in keinem Moment packend.

Autor: Sven Sakowitz