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Tatort Roomservice

Ulrike Folkerts als Lena Odenthal, Lisa Bitter als Johanna Stern und Andreas Hoppe als
Mario Kopper. - Foto: © SWR/Alexander Kluge

Drama im Luxushotel

"Tatort: Roomservice"

Hat ein Politiker aus Ludwigshafen ein Zimmermädchen auf dem Gewissen? "("Tatort: Roomservice", Mo., 25.5., 20.15 Uhr, Das Erste, s. auch TV-Tipps rechts).

Sie tut es tatsächlich: Am Ende dieser neuen Folge aus Ludwigshafen verlässt Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) die Wohngemeinschaft, in der sie 15 Jahre lang mit ihrem Kollegen Mario Kopper (Andreas Hoppe) gelebt hat. Angekündigt hatte sie diesen Schritt bereits im Januar in der Episode "Die Sonne stirbt wie ein Tier". Freunde bleiben die beiden Kommissare natürlich trotzdem. Gemeinsam müssen sie diesmal einen Fall lösen, der sie in die große Politik führt.

Was passiert?

Drama im Luxushotel: Zimmermädchen Yasemin (Naima Fehrenbacher) stürzt aus einem der oberen Stockwerke, schlägt auf dem Marmorboden des Foyers auf – und ist sofort tot. Unter Verdacht gerät der hochrangige Politiker Joseph Sattler (Peter Sattmann), der nachweislich kurz vor ihrem Tod mit der Hotelangestellten in seinem Zimmer war. Zwar setzt sich Sattler auf europäischer Ebene für eine Frauenquote in Unternehmensvorständen ein, gilt aber ansonsten als übler Macho und vergriff sich in der Vergangenheit schon häufiger an Frauen. Zur Verteidigung rückt seine Gattin Valerie (Suzanne von Borsody) an, die erfolgreich als Anwältin arbeitet.

Wer ist dabei?

Peter Sattmann und Suzanne von Borsody überzeugen als kühles Karrierepaar. Lisa Bitter ist zum dritten Mal als Ermittlerin Johanna Stern dabei. Erstmals muss sie nicht ganz so aufdringlich unkonventionell und aufmüpfig sein wie bislang.

Was ist das Besondere?

Die Inspiration zu dieser Geschichte bekam Drehbuchautor Stefan Dähnert durch den Skandal um Dominique Strauss-Kahn, ehemals Chef des IWF. Der Franzose wurde 2011 unter anderem wegen versuchter Vergewaltigung eines Zimmermädchens in einem New Yorker Hotel angeklagt, das Verfahren später eingestellt. "Der Journalist Edward Epstein hat in einem Artikel einfach mal aufgeschrieben, was an diesem Morgen in New York passiert ist", erzählt Dähnert. "Keine Verschwörungstheorie, einfach eine zeitliche Abfolge von erstaunlichen Handlungen in diesem Luxushotel. Für mich war das vor allem eins: der Plot für einen 'Tatort'."

Wertung

Die Geschichte wird zwar nicht sehr raffiniert erzählt, aber die Mischung aus einem Kriminalfall und der immer wieder eingestreuten Diskussion über Frauenquote, Sexismus und Migration ist interessant. Nur der arme Mario Kopper wird ausgebremst und hat leider fast gar nichts zu tun.

Autor: Sven Sakowitz