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Tatort: Dicker als Wasser

Kein Freund der Polizei: Ralf Trimborn (Armin Rohde, l.) mit Kommissar Freddy Schenk
(Dietmar Bär, r.) Foto: © WDR/Uwe Stratmann

Tödliche Nähe

"Tatort: Dicker als Wasser"

Muss man sich Sorgen um Freddy Schenk (Dietmar Bär) machen? Schon im letzten Kölner Tatort wirkte das Urgestein ein wenig entrückt und tanzte melancholisch in einer Hotelbar.

In der neuen Episode (So., 19.4., 20.15 Uhr, Das Erste, s. auch TV-Tipps rechts) lässt Schenk sich von ein paar Jugendlichen austricksen und fragt dann gereizt seinen Kollegen Max Ballauf (Klaus J. Behrendt): "Schon mal daran gedacht, alles hinzuschmeißen?" Den 63. gemeinsamen Fall zieht er dann aber doch bis zum Ende durch.

Was passiert?

Er war smart, erfolgreich und hatte angeblich keine Feinde: Trotzdem liegt Barbetreiber Oliver Mohren plötzlich tot auf der Straße vor seinem "Sax Club". Hatte doch jemand eine Rechnung mit ihm offen? Seine Freundin Laura Albertz (Alice Dwyer) verstrickt sich bei der Befragung in Widersprüche. Wie sich herausstellt, hatte sie eine Affäre mit ihrem Exfreund Erik Trimborn (Ludwig Trepte). Erik war früher ein Kumpel von Oliver Mohren – bis der ihm Laura ausspannte. Verdächtig benimmt sich auch Eriks tyrannischer Vater Ralf Trimborn (Armin Rohde). Frisch aus der Haft entlassen betätigt sich der Kleinkriminelle unter anderem als skrupelloser Geldeintreiber.

Wer ist dabei?

Paraderolle für Armin Rohde: Den brutalen, verschlagenen, manchmal auch sympathischen Übervater spielt er grandios. Jochen Nickel hat gute Auftritte als Vater des Opfers, auch Alice Dwyer sowie Ludwig Trepte ("Tannbach") überzeugen. Fest im Team ist ab jetzt Patrick Abozen. Er gibt Tobias Reisser, den neuen Assistenten von Schenk und Ballauf. Im März 2014 war er in der Folge "Der Fall Reinhardt" bereits aushilfsweise in dieser Rolle zu sehen.

Was ist das Besondere?

Die Dreharbeiten waren ein Treffen alter Bekannter: Armin Rohde gab 2001 im Kölner "Tatort: Bestien" schon mal einen Verdächtigen. Damals wie heute schrieb Autor Norbert Ehry das Drehbuch, und Kaspar Heidelbach führte Regie. Heidelbach kennt sich mit den Fällen von Schenk und Ballauf bestens aus: Er war 1997 Regisseur der ersten Folge "Willkommen in Köln" und ist hier zum zwölften Mal für einen Kölner "Tatort" verantwortlich.

Wertung

Für die häufig sozialkritischen Kölner ist dies ein geradezu überraschend klassischer Kriminalfall. Dabei wird eine enorm zerstörerische Vater-Sohn-Beziehung gelungen in Szene gesetzt und ein wenig über die Grenzen der Polizeiarbeit nachgedacht. Armin Rohde spielt überragend!

Autor: Sven Sakowitz