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Tatort Wuestensohn Muenchen

"Tatort: Wüstensohn": Der arabische Prinz Nasir (Yasin el Harrouk) verliert die Nerven.
Foto: BR/Heike Ulrich/Claussen+Wöbke+Putz Filmproduktion GmbH

Tatort München

"Tatort: Der Wüstensohn"

Das Wichtigste: Leitmayr lebt! Nachdem er im letzten Fall niedergestochen wurde, geht es nun weiter, als wäre nichts passiert. In "Tatort: Der Wüstensohn" (So. 14.9., 20.15 Uhr, Das Erste, s. auch TV-Tipps rechts) bekommen es der Kommissar und sein Kollege Batic mit einem schlecht erzogenen arabischen Prinzen zu tun.

Was passiert?

Die Polizei stoppt nach einer wilden Verfolgungsjagd einen Wagen. Der Fahrer ist ein Sohn des Emirs von Kumar – und auf dem Beifahrersitz liegt die Leiche seines Freundes Karim. Doch die Beamten dürfen den arroganten arabischen Prinzen weder verhaften noch auch nur verhören, weil er diplomatische Immunität besitzt.

Was ist das Besondere?

Die Immunität von Diplomaten und Staatsmännern sichert ihnen Straffreiheit zu – ein heißes Eisen. Bekannt geworden sind Fälle von Diplomaten, die ihre Hausangestellten wie Sklaven behandelten, ohne dafür belangt zu werden. Auch Verkehrsdelikte häufen sich. Allein in Berlin werden pro Jahr bis zu 15.000 Strafzettel verteilt, die folgenlos bleiben. Selbst von Diplomaten verursachte Unfälle bleiben ungesühnt. Für den "Tatort" haben sich die Autoren Alex Buresch und Matthias Pacht vom Fall des Gaddafi-Sohns Saif inspirieren lassen, der während seiner Studienzeit in München mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt geriet, was für ihn ohne Konsequenzen blieb. Die Autoren reizte die Vorstellung eines Menschen, "der von Haus aus alles darf und damit konfrontiert ist, dass in einem anderen Kulturkreis andere Regeln gelten".

Wer ist dabei?

Bei seiner "Tatort"- Premiere war für den Regisseur Rainer Kaufmann besonders die Zusammenarbeit mit Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec spannend: "Sie kämpfen für ihre Figuren und lassen den Film cool swingen." Immerhin sind sie seit 23 Jahren mit ihren Rollen verwachsen. Ein Neuling ist dagegen Yasin el Harrouk, der den verzogenen Prinzen spielt. "Er ist pures Temperament", sagt Kaufmann. Dem unbekannten Schauspieler gelingt es, den Prinzen arrogant und aggressiv, dabei aber gleichzeitig sympathisch wirken zu lassen. Kaufmann begeistert: "Er ist ein ungeschliffener Diamant."


tatort-wertung-3

Autor: Thomas Kunze