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Tatort: Hinter dem Spiegel

Anna Janneke (Margarita Broich) und Paul Brix (Wolfram Koch). Foto: © HR/Degeto/Bettina Müller

Paul Brix wird erpresst

Starker Auftakt beim "Tatort" aus Frankfurt

Die Premiere im Mai war ein voller Erfolg: Knapp zehn Millionen Zuschauer waren dabei, als die Kommissare Paul Brix (Wolfram Koch) und Anna Janneke (Margarita Broich) in Frankfurt ganz unaufgeregt ihren Dienst aufnahmen.

Erstaunlich nett waren die beiden zueinander – aber schon in ihrem zweiten Fall "Tatort: Hinter dem Spiegel" (So.,14.9., 20.15 Uhr, Das Erste) wird diese neue Freundschaft auf eine Belastungsprobe gestellt.

Was passiert im "Tatort: Hinter dem Spiegel"?

Ein Lobbyist wird tot aufgefunden. Zur Freude von Kommissariatsleiter Henning Riefenstahl (Roeland Wiesnekker), der keine Lust auf einen brisanten Fall hat, sieht alles nach Selbstmord aus. Anna Janneke bezweifelt das, aber schon bald ermittelt sie auf eigene Faust in einer weiteren Sache – in der Vergangenheit ihres Kollegen Paul Brix.

Der bekommt im Präsidium Besuch von Simon Finger (Dominique Horwitz), seinem früheren Partner bei der Sitte, und Janneke belauscht deren Gespräch: Finger bittet Brix um Hilfe bei irgendeiner Sache, andernfalls werde er eine unangenehme Episode aus ihrer gemeinsamen Vergangenheit verraten.

Jannekes Neugierde ist geweckt: Bei ihrer Recherche im Rotlichtmilieu trifft sie auf Wolfgang Preiss (Justus von Dohnányi), den ehemaligen Chef von Brix – auch er hat nur Schlechtes über ihn zu sagen.

Welche Schauspieler sind dabei?

In den schrägen "Tatort"-Folgen aus Weimar war Dominique Horwitz als Kutscher zu sehen. Diesmal kommt er ohne Pferde, aber mit extravagantem Bart. Sein Schauspielerkollege Justus von Dohnányi hatte erst im Juni einen ganz starken Auftritt in Christian Petzolds "Polizeiruf 110: Kreise" und überzeugt auch in dieser "Tatort"-Ausgabe – seine Rolle als zwielichtiger Beamter mit flexibler Moral lässt einen erschauern.

Was ist das Besondere an diesem "Tatort"?

Dies ist erst der zweite Spielfilm von Regisseur Sebastian Marka. Sein Langfilmdebüt gab der 37-Jährige ebenfalls beim "Tatort": Er inszenierte die exzellente Folge "Das Haus am Ende der Straße", mit der Joachim Król sich Anfang dieses Jahres fulminant vom Frankfurter "Tatort" verabschiedete. Marka wurde für seine Arbeit hoch gelobt, gilt als eine der großen deutschen Regiehoffnungen.

Wertung

Ein starker Auftakt, der Großes verspricht. Leider verheddert sich die Geschichte dann immer mehr in diversen Erzählsträngen, es wird arg unübersichtlich. Positiv: Die Ermittlerfiguren gewinnen deutlich an Tiefe, ihr Verhältnis zueinander könnte sich in sehr interessante Richtungen entwickeln.

Autor: Sven Sakowitz