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Polizeiruf 110 Sturm im Kopf

"Polizeiruf 110: Sturm im Kopf": Schlechte Stimmung bei Bukow (Charly Hübner) und
König (Anneke Kim Sarnau). Foto: © NDR/Christine Schroeder

Chaos an der Küste

"Polizeiruf 110: Sturm im Kopf"

An der Ostsee weht ein rauer Wind: Beim letzten "Polizeiruf 110" aus Rostock schoss Hauptkommissar Alexander Bukow (Charly Hübner) im November sogar auf seinen Kollegen Volker Thiesler (Josef Heynert). Der Grund: Er hatte eine Affäre mit Bukows Frau.

Die starken Charaktere aus Mecklenburg-Vorpommern kommen bestens an: Die Quoten steigen langsam, aber sicher auf höchstes "Tatort"-Niveau. Auch der neue Fall (So, 1.3., Das Erste, s. auch TV-Tipps rechts) dürfte wieder ein großes Publikum begeistern.

Was passiert?

Ein Schuss in den Kopf, vier Schüsse in den Körper: Auf einem alten Werftgelände wird die Leiche des Vorstandsvorsitzenden der Hilgro Wind AG gefunden. Der Hauptverdächtige ist ein verwirrter Mann (Christian Friedel), der sich in der Psychiatrie meldet. Er vermutet, dass er einen Menschen getötet hat, weiß aber nicht, wer er ist und was genau er getan hat. Die Ermittlungen ergeben, dass es sich bei dem Mann um MaxSchwarz handelt, einen Mitarbeiter der Hilgro Wind AG. An seiner Hand finden sich Schmauchspuren. Aufgeklärt ist der Mord damit noch lange nicht – und Hauptkommissarin König (Anneke Kim Sarnau) wird auch noch mit einem unangenehmen Fall aus ihrer Vergangenheit konfrontiert.

Wer ist dabei?

Als Mann ohne Gedächtnis legt Christian Friedel einen überzeugenden Auftritt hin. Der Magdeburger spielte unter anderem eine der Hauptrollen in dem vielfach preisgekrönten Kinodrama "Das weiße Band" von Michael Haneke (2009).

Was ist das Besondere?

Die psychische Störung des Verdächtigen, in der Fachsprache "dissoziative Fugue" genannt, ist nicht nur in TV-Krimis eine Seltenheit. "In Deutschland gab es in den letzten Jahren nur eine Handvoll dokumentierter Fälle", sagt Drehbuchautor Florian Oeller, der sich für seine Geschichte von Experten beraten ließ. "Von einem Menschen zu erzählen, der nicht sicher sein kann, ob er gemordet hat oder nicht – das fand ich spannend." Ganz besonders mies drauf ist diesmal Kommissar Bukow: Die (mittlerweile beendete) Affäre seiner Frau mit dem Kollegen Thiesler macht ihm schwer zu schaffen.

Polizeiruf Rostock Kritik

Autor: Sven Sakowitz