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Sylvester Groth im Polizeiruf 110

Zum vierten, aber bereits letzten Mal spielt Sylvester Groth den verstörend rätselhaften Magdeburger Kommissar Jochen Drexler. Foto: © NDR/Christine Schroeder

Letzter Teil der Doppelfolge

"Polizeiruf 110": Nüchterner Abgang von Sylvester Groth

Auch Teil 2 dieser "Polizeiruf 110"-Doppelfolge bleibt schwierig. Von den vier Kommissaren sind mindestens zwei stets auf Abwegen, wobei der eine, Alexander Bukow (Charly Hübner), streng genommen vom Dienst suspendiert ist.

Es gibt zwei Handlungsorte und einen Fall, dessen Wurzeln mehr als 20 Jahre zurückreichen. Das erfordert ungeteilte Aufmerksamkeit – vom Zuschauer wie vom Regisseur. Vier große Tafeln benötigte Eoin Moore, der auch am Drehbuch schrieb, nach eigenen Angaben, "um alle Erzählstränge und Verflechtungen aufzumalen".

Immerhin: Wer in der vergangenen Woche irgendwo zwischen Rostock und Magdeburg den Faden verlor, erhält zu Beginn die Chance, ihn wieder aufzunehmen. Tipp: Am besten bei der Lagebesprechung Notizen machen!

Was passiert in diesem "Polizeiruf 110"?

Wer ermordete Wirtschaftsprüfer Andreas Janssen in einem Rostocker Hotel? Und wer ist für den Brandanschlag auf die Firma Richter in Magdeburg verantwortlich, bei dem die Juniorchefin ums Leben kam? Das sind weiterhin die zentralen Fragen. Natürlich ist man inzwischen Verdächtigen auf der Spur. Doch: Wären sie wirklich die Täter, gäbe es kaum genug Stoff für Teil 2 des "Polizeiruf 110".

Was ist das Besondere am 2. Teil von "Wendemanöver"?

Kommissarin König (Anneke Kim Sarnau) knutscht mit einem Zeugen. Richtig heiß und kalt wird einem jedoch bei den Eskapaden von Bukow. In Teil 1 besticht er die Polizeipsychologin, in Teil 2 versteckt er sogar eine Leiche in seinem Auto. Das dann wiederum von seinem Vater vor ihm versteckt wird.

Entweder haben die Drehbuchautoren noch große Pläne mit der Figur, oder sie wollten einfach einen komplett irren Ermittler gestalten. Eigentlich egal, denn Charly Hübner nimmt man alles ab.

Wer ist dabei?

Die Frage sollte diesmal eher lauten: "Wer ist noch dabei?" Denn zum vierten, aber bereits letzten Mal spielt Sylvester Groth den verstörend rätselhaften Magdeburger Kommissar Jochen Drexler, der einem auf unergründliche Weise dann doch sympathisch wird. Nach dem überraschenden Outing in der vergangenen Woche fällt sein Abgang sehr nüchtern aus – für die Figur aber ziemlich passend.

Wertung

Noch immer rätseln die Teams aus Rostock und Magdeburg, wie ein Mord im Hotel und ein tödlicher Brandanschlag zusammenhängen. Dabei wirbeln sie ziemlich viel Staub auf. Viel zu viel! Dass es trotzdem ein sehenswerter Krimi wurde, liegt an den facettenreichen Figuren.

Autor: Thomas Röbke