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Polizeiruf 110 Ikarus

Die Geschäftspartner der brandenburgischen Solarmodulfabrik, Peter Tender
(Bernhard Schir, li.) und Martin Reef (Martin Feifel), sind passionierte Kunstflieger.
Foto: © rbb/Oliver Feist

Krause macht Feierabend

"Polizeiruf 110: Ikarus"

Große Reden zu schwingen ist seine Sache nicht. Deshalb tritt Hauptwachtmeister (Horst Krause) auch ganz bescheiden ab ("Polizeiruf 110: Ikarus", So., 10.5., 20.15 h, Das Erste, s. auch TV-Tipps rechts).

Bevor er in Pension geht, müssen er und seine Kollegin Olga Lenski (Maria Simon) jedoch noch einen mysteriösen Fall lösen. Wie so oft trifft Krause dabei auf alte Bekannte.

Was passiert?

Den jungen Mann, der bewusstlos in einem Baum hängend gefunden wird, kannte Krause schon als kleinen Jungen: Offenbar ist Daniel Reef (Hauke Diekamp) aus einem alten Doppeldecker gestürzt, als ein Sicherheitsgurt riss. Mit an Bord war seine Freundin Anjela (Margarita Breitkreiz), die den Absturz der Maschine mit leichten Blessuren überlebt. Daniel fällt ins Koma. Ein weiterer Schicksalsschlag für seinen Vater Martin (Martin Feifel). Der muss bereits das Aus seiner Solarmodulfabrik verarbeiten, die er gemeinsam mit Freund Peter (Bernhard Schir) betreibt. Die Partner sind zerstritten. Bald stellt sich heraus: Der Unfall war ein Anschlag – und galt nicht Daniel.

Wer ist dabei?

Martin Feifel und Bernhard Schir sind in ihren Paraderollen zu sehen. Feifel als verstörter, gehetzter Charakter, Schir als Unsympath, der für schlechte Stimmung sorgt.

Was ist das Besondere?

Auch wenn es im Fall um Probleme der Solarbranche geht: Im Mittelpunkt steht der Abschied von Wachtmeister Krause. Er war die Konstante im "Polizeiruf" aus Brandenburg: Den ersten Einsatz hatte er im Januar 1998 an der Seite von Katrin Sass. Später hießen seine Partnerinnen Jutta Hoffmann, Imogen Kogge, Sophie Rois – zuletzt Maria Simon, die in Frankfurt/Oder mit einem neuen Kollegen weiter ermitteln wird. "Krause ist ein Mann des Volkes. Mit dem Dorfpolizisten wurde beim Publikum ein Nerv getroffen. Damit habe ich meine Lebensrolle gefunden", sagt Horst Krause. Dass seine Figur genauso heißt wie er, war ein Einfall des Regisseurs Bernd Böhlich. "Du sieht aus wie Krause – und der Polizist sieht auch aus wie Krause. Warum sollen wir da den Namen ändern?", meinte der. Horst Krause selbst ist übrigens 73 Jahre alt. Und als Schauspieler will er noch lange nicht in Rente gehen.

Wertung

"Polizeiruf 110: Ikarus"
Zum Abschied hätte man sich für Horst Krause einen besseren Fall gewünscht. Weder lassen sich die Filmemacher etwas Besonderes für ihn einfallen, noch zeichnet sich der Film durch besondere Spannung aus. Der mittelmäßige Krimi strotzt vor Klischees und holzschnittartigen Figuren.

Autor: Thomas Kunze