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Volker Herres, Programmdirektor Erstes Deutsches Fernsehen.

Krimispaß: Volker Herres, Programmdirektor des Ersten, startet neue Krimiserien nach Art des "Großstadtreviers". - Foto © ARD/WDR/Herby Sachs

Im Ersten

"Heiter bis tödlich": Neue Vorabendkrimis

"Heiter bis tödlich": Start von drei neuen Krimi-Serien aus der Provinz

Am frühen Abend wird es kriminell im Ersten! Unter dem Titel "Heiter bis tödlich" gehen im Oktober und November gleich drei neue Krimiserien mit je 16 Folgen an den Start. Tatzeit: 18.50 Uhr.

Die Hamburger Kultserie "Großstadtrevier“ (siehe TV-Tipp), die schon in der 25. Staffel läuft, stand hier Pate. Aber die neuen Kollegen von Jan Fedder ermitteln abseits der Metropolen, in der Provinz: Sie gehen auf Mörderjagd in Husum, sind auf Streife am Starnberger See oder liefern sich Gefechte im kleinsten Amtsgericht Westfalens.

Und das ist erst der Anfang: Vier zusätzliche "Heiter bis tödlich"-Varianten sind schon in Arbeit. Im großen HÖRZU-Krimi-Spezial zum Start der neuen Serien erfahren Sie alles über die neuen Krimis und ihre Helden, die prominenten Darsteller und ihre skurrilsten Fälle. Eines steht fest: Die Verbrecher in Deutschland werden es schwer haben – zumindest im Fernsehen.


Interview mit Volker Herres, Programmdirektor des Ersten (siehe Foto oben)

"Wir wollen im Vorabend einen Neuanfang mit 'Heiter bis Tödlich'": ARD-Programmdirektor Volker Herres über die neuen Krimiserien

HÖRZU: Welchen Stellenwert hat "Heiter bis tödlich" im Ersten? Ist es aktuell Ihr wichtigstes Projekt?

Volker Herres: Ich bin mit Superlativen immer zurückhaltend. Aber es ist ein wichtiges Projekt, gar keine Frage. Wir wollen im Vorabend einen Neuanfang, und die Serien unter der Dachmarke "Heiter bis tödlich" sind das wesentliche Element bei der Renovierung dieser Sendezeit.

HÖRZU: So viele Serien auf einmal zu starten ist ungewöhnlich. Wie kamen Sie auf die Idee?

Volker Herres: Zum ersten Mal habe ich vor anderthalb Jahren darüber nachgedacht, und mit Frank Beckmann als neuem Vorabend-Koordinator sind wir das beherzt angegangen. Wir haben ja mit einem ähnlichen Modell schon großen Erfolg: Das ist der "Tatort". Eine verlässliche, starke Fernsehmarke, unter der Sie unterschiedlichste Ausprägungen und sehr große Vielfalt finden. Das gleiche Muster wenden wir nun hier auf den Vorabend an.

HÖRZU: Also ein "Tatort" vor acht?

Volker Herres: Nein, inhaltlich geht es eher leicht kriminalistisch zu, im Mittelpunkt steht die Komik – in ihrem ganzen Spektrum: Der oberbayerische Humor von "Hubert und Staller" ist doch sehr anders als im "nordisch herben" Husum.

HÖRZU: Wie viel Lokalkolorit und Dialekt dürfen es denn sein?

Volker Herres: Es soll wirklich erkennbar sein, in welcher Region die Serien jeweils spielen. Dabei meine ich nicht nur die Kulisse: Wir setzen auf regional verortete Figuren. Originale, die meist mit einer zweiten Hauptfigur in einem Spannungsverhältnis stehen. Dialekt ist erlaubt – in dem Maße, dass er für ganz Deutschland verständlich ist.

HÖRZU: Auch Christine Neubauer spielt später mit. War es schwierig, Stars für den Vorabend zu gewinnen?

Volker Herres: Nein, es haben sich viele für die Formate interessiert. Vielleicht liegt das auch an der Strahlkraft des "Großstadtreviers" mit dem großartigen Jan Fedder. Er kann auch ganz andere Rollen prägen, denken Sie nur an die Siegfried-Lenz-Verfilmungen. Aber sein "Revier" liebt er über alles, er würde es nie verlassen wollen.

HÖRZU: Vielen Dank, Volker Herres, für das Interview.

Autor: Dirk Oetjen