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Foto: ZDF/Stephan Rabold - ZDF/Real Film

Heute startet der Krimi-Mehrteiler

"Blochin - Die Lebenden und die Toten"

Dieser Mehrteiler könnte der Höhepunkt des TV-Herbstes werden: "Blochin - Die Lebenden und die Toten" (ab 25.9., 20.15 Uhr, ZDF, weitere Folgen en bloc am 26. und 27.9.), zeigt ein düsteres und zugleich sehr persönliches Bild von Berlin. Mittendrin zwei Polizisten (Jürgen Vogel und Thomas Heinze), die gegen Drogen, Korruption und politischen Filz kämpfen – und bald selbst darin verstrickt sind. Ein Schuld-und-Sühne-Thriller, der die Grenzen von Gut und Böse auflöst.

Wer ist dieser Jugendliche, der gleich zu Beginn der ersten Folge niedergeschossen wird und dann scheinbar leblos im Wasser treibt? Es ist Blochin. Als 14-Jähriger hat er einen Mordversuch überlebt. Jahrzehnte später ist Blochin (Jürgen Vogel) Polizist in Berlin. Einer mit dunkler Vergangenheit und bedrückender Gegenwart. Zerrissen zwischen dem Menschen, der er gern wäre - ein guter Polizist, Ehemann und Vater - und dem dunklen Geist, der ihn offenbar beherrscht. Seine Frau Inka (Maja Schöne) leidet an MS, die Ehe kriselt.

"Blochin": Der Tod eines Drogendealers zieht Kreise

Mit seinen Kollegen der MK 7 soll Blochin den Tod des Drogendealers Toto Hoins aufklären, den er aus alten Zeiten kannte. Doch der Fall wird der Mordkommission vom BKA entzogen, noch bevor die Ermittlungen in die Tiefe gehen können. Wie sich herausstellt auf Veranlassung von Katrin Steinbrenner (Jördis Triebel), Staatssekretärin beim Berliner Innensenator. Offensichtlich geht es hier nicht um einen Kleinkriminellen, sondern um Interessenskonflikte auf hoher politischer Ebene.


"Video: Der Trailer zu "Blochin - Die Lebenden und die Toten"



Dunkle Vergangenheit: Blochin wird erpresst

Blochin gerät zusätzlich aus einer ganz unerwarteten Richtung unter Druck: Sein ehemaliger Freund und Wegbegleiter Garbo (Sascha Gersak) ist in Besitz eines Videos, mit dem er Blochins Existenz vernichten kann. Er erpresst ihn: Blochin soll bei einem Deal im großen Stil mit Drogen aus Afghanistan helfen – sonst geht das kompromittierende Video an die Kollegen von der Polizei. Blochin muss ihn stoppen, während seine Frau und seine Tochter ihn mehr denn je brauchen. Kurz darauf ist Garbo tot.

Durch die Nacht mit Blochin und Stötzner

Wie genau es dazu kam, das soll hier noch nicht verraten werden. Blochin und sein Kollege Dominik Stötzner (Thomas Heinze), der Bruder seiner Frau, wissen es. Die beiden müssen sich nicht nur mit einem hochkomplexen Fall auseinandersetzen, es geht auch um ihre eigene Existenz. Die Tatsache, dass Stötzner eine Affäre mit der verheirateten Katrin Steinbrenner hat, macht die Arbeit nicht einfacher. Und damit ist nur ein Bruchteil der Handlung erzählt. Es ist viel los in "Blochin - Die Lebenden und die Toten", und wie in den beliebten US-Serien wird auf vielen Ebenen horizontal erzählt. Autor und Regisseur Matthias Glasner, der dafür auch mit Newcomer-Autoren im Writer's Room arbeitete, lässt dabei seinen Figuren viel Raum. Und auch die Bildkomposition kann man nur als äußerst gelungen bezeichnen. So hat man das nächtliche Berlin lange nicht gesehen

Überforderung in der Großstadt

"Das Privatleben dieser Beamten sollte nicht nur ein bemühter Seitenstrang sein, um eine vermeintliche Nähe zu den Protagonisten herzustellen, sondern ebenso Thema wie ihr Beruf. Die Tage und Nächte in einer Großstadt, die Überforderungen, das schwierige Zeitmanagement, das ständig klingelnde Handy und die darauf folgenden Gespräche, in denen die große Politik auf den Elternabend crasht", erklärt Glasner. "Insofern schließt 'Blochin' da an, wo wir mit 'KDD-Kriminaldauerdienst' schon vor acht Jahren angefangen haben."

Ein echter Besetzungscoup an der Seite von Jürgen Vogel ist Thomas Heinze, dem man die vielschichtige Rolle des Dominik Stötzner gar nicht zugetraut hätte. Doch Heinze kann mehr als Komödien. Für ihn könnte mit "Blochin" ein ganz neues Kapitel beginnen.

Autor: Antje Heidböhmer