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Polizeiruf 110 Wendemanoever Teil 1

Ein Fall für Vier: Alexander Bukow (Charly Hübner), Doreen Brasch (Claudia
Michelsen), Katrin König (Anneke Kim Sarnau) und Jochen Drexler (Sylvester Groth),
v.l.n.r. - Foto: © NDR/Christine Schroeder

Erstmals in Doppelfolge und länderübergreifend

Bisher der speziellste "Polizeiruf 110"

Zwei Menschen telefonieren miteinander - beide tot. Kein Witz: Bei einem Brandanschlag auf die Firma Richter in Magdeburg stirbt die Frau des Juniorchefs, beinahe zeitgleich wird ihr nächtlicher Gesprächspartner, der Wirtschaftsprüfer des Unternehmens, in einem Rostocker Hotel ermordet.

Die Suche nach den Zusammenhängen führt die Kommissare in Rostock und Magdeburg bei ihren gemeinsamen Ermittlungen 25 Jahre zurück in die Wirren der Wendezeit, als sich etliche Kriminelle durch dubiose Deals mit der Treuhand bereicherten – und das in atemberaubenden Dimensionen.

Was ist das Besondere an diesem "Polizeiruf 110"?

Zum 25. Jahrestag der Wiedervereinigung zeigt Das Erste am 27.9. einen sehr speziellen "Polizeiruf 110": Erstmals ermitteln in der Reihe, die aus dem DDR-Fernsehen übernommen wurde, zwei Teams länderübergreifend – und erstmals wird ein Fall in zwei Teilen erzählt: Der zweite folgt am 4. Oktober.

Was passiert im 1. Teil von "Wendemanöver"?

Musste Wirtschaftsprüfer Janssen sterben, weil er ein Verhältnis mit der Frau des Juniorchefs hatte? Oder wusste er zu viel über die Geschäfte des Seniorchefs? Und falls ja, was genau? Das lässt sich beim besten Willen nicht in 90 Minuten klären. Zumal sich Bukow (Charly Hübner) auch noch mit der Psychologin anlegt, die beurteilen soll, ob er weiter für den Polizeidienst geeignet ist. Und er sich zwischen Gesetzestreue und seinem Vater entscheiden muss. Dass Kommissar Drexler wortkarg auf eigenen Wegen wandelt, ist man ja gewohnt. Diesmal scheint es besonders bedeutungsvoll, da Sylvester Groth die Rolle zum letzten Mal spielt.

Wer ist dabei?

Den Expolizisten Ferdinand Frey, der auf Rache und Gerechtigkeit sinnt, gibt Cornelius Obonya wunderbar geheimnisvoll und wie um Jahre gealtert. Der Österreicher stammt aus einer großen Schauspielerdynastie: Als Sohn von Elisabeth Orth, der Schwester von Christiane und Maresa Hörbiger, ist er ein Enkel von Attila Hörbiger und Paula Wessely. Seine Figur, den zu Unrecht 16 Jahre inhaftierten Frey, verbindet mit Kommissar Drexler übrigens weit mehr als eine berufliche Freundschaft.

Wertung

Zwischendurch den Raum zu verlassen ist nicht ratsam! Dazu wechseln die Schauplätze Rostock und Magdeburg zu oft, man braucht alle Aufmerksamkeit, um jeden der vier Ermittler richtig zu verorten. Ein für Sonntagabendunterhaltung sehr ambitionierter und komplexer Fall.

Autor: Thomas Röbke