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Seven Sing meinen Song

Die Erwartungen an die Cover-Versionen der Künstler bei der zweiten Folge von "Sing meinen Song" wurden nicht enttäuscht, aber dennoch fehlte etwas... Foto © VOX / Markus Hertrich

2. Folge der 3. Staffel weniger erfolgreich

Warum "Seven" uns bei "Sing meinen Song" nicht abholte

Die 3. Staffel von "Sing meinen Song – Das Tauschkonzert" ist hervorragend gestartet. Mit Nena als Frontfrau holte die erste Folge Quotenrekorde. In der zweiten Folge stand der Schweizer Sänger "Seven" und seine Songs im Vordergrund. Drei Gründe, warum er uns nicht abgeholt hat.

Sing meinen Song - das Tauschkonzert
Samy Deluxe zeigte, dass auch Rapper singen können und bot zudem an der Loop-Station großes Kino Foto © VOX / Markus Hertrich

In der letzten Woche noch Quotenking, musste Vox nach dem grandiosen Staffelauftakt von "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" Verluste hinnehmen. Die zweite Folge wollten "nur" 1,69 Millionen Zuschauer sehen, was beim Gesamtpublikum 5,4 Prozent entsprach. Letzte Woche waren es noch 2,92 Millionen Zuschauer (9,4 Prozent Gesamtmarktanteil).

Für den Einbruch von "Sing meinen Song" gibt es drei Gründe.

1. König-Fußball reagiert die Welt
Das DFB-Pokal-Halbfinale zwischen dem FC Bayern München und Werder Bremen war eine übermächtige Konkurrenz. Mit 8,94 Millionen Zuschauern und einem fulminanten Marktanteil von 28,7 Prozent war wieder einmal kein Kraut gegen König-Fußball gewachsen.

2. Steffen? Steven? Nein, Seven!
Der Schweizer Künstler "Seven" - Jan Dettwyler - ist in Deutschland nur Soul- und Funk-Fans ein Begriff. Selbstverständlich hat er nicht das "Zugpferdpotenzial" wie es Nena in der vergangenen Woche mit ihren zahlreichen Nummer eins Hits bieten konnte.

3. Spitzensportler, Perfektionist oder Musiker?
Vielleicht gibt es aber noch einen dritten Punkt, der an diesem Abend mit entscheidet war. "Seven" ist ein Vollblutmusiker, ein Profi am Mikro und zahlreichen Instrumenten.

Was er man allerdings vermissen lässt: Es sind die kleinen Unperfektheiten, die kleinen Unzulänglichkeiten und Schwächen, die die Stars tatsächlich oft erst richtig liebenswert machen.

"Boss Hoss" singen in englischer Sprache und "das nicht einmal so gut", wie Xavier Naidoo nicht ganz zu unrecht in der ersten Folge der dritten Staffel "Sing meinen Song" frotzelte. Aber dadurch wirken die beiden wie zwei Kumpels, die Musik machen - wie Du und ich.

Annett Louisan kokettierte offen mit ihrer Unsicherheit und der mangelnden Körpergröße - "doch nur deshalb habe ich so hohe Schuhe an".

Sing meinen Song - das Tauschkonzert
Annett Louisan fühlt sich barfuß viel wohler, wenn dann nur nicht alle Anderen so groß wären... Foto © VOX / Markus Hertrich

Nena traute sich mit einer französischen Version eines englischen Seven-Hits auf das Glatteis und versaute prompt das Akkordeonsolo – Schwamm drüber.

Und Wolfgang Niedecken brummelte den Song "Lisa" herrlich schnodderig mit Ecken und Kanten.

Nur "Seven" wirkt wie aus einer Low-Budget-Teenager-High-School-Serie: immer gut aussehend, immer unter Kontrolle und 100 Prozent professionell - aber eben leider nicht "echt".

Sing meinen Song - das Tauschkonzert
Der Lacher des Abends war eine geplatzte Wärmflasche, die Alec Völkel von "Boss Hoss" ein warm-feuchtes Gefühl gab. Foto © VOX / Markus Hertrich

Warum die "Seven"-Folge bei "Sing meinen Song" dennoch herausstach

Das Quotental hat die Serie mit dieser Episode allerdings nicht verdient. Die zweite Folge war überraschend und unvorhersehbar, wie kaum eine Folge "Sing meinen Song" zuvor.

Die unterschiedlichen Stile der Cover-Songs von "Seven" verliehen dem Abend vielleicht sogar den Titel: "Außergewöhnlichste Folge aller Zeiten". Erstmals gab es sogar eine Art Duett, als Samy Deluxe dem Gastgeber Xavier Naidoo mit einem Rap-Part zur Seite stand.

Sing meinen Song - das Tauschkonzert
In der nächsten Woche steht "Boss Hoss" im Mittelpunkt und Nena (siehe Bild) wird sich besonders ins Zeug legen, ihren "Bossi Hossis" zu gefallen. Foto © VOX / Markus Hertrich

Autor: M. Massing