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Dennis Wilms moderiert "W wie Wissen Vulkane - die heimliche Gefahr".

Dennis Wilms moderiert die Sendung "W wie Wissen Vulkane - die heimliche Gefahr", Foto © WDR/Fußwinkel/dpa (M: Fußwinkel)

Sonntag bei "W wie Wissen"

Vulkane - die heimliche Gefahr

Der Ausbruch des Eyjafjallajökull in Island hat gezeigt, dass Vulkane unberechenbar sind und auch schlafende Riesen eine Gefahr für Mensch, Tier und Natur darstellen können. "W wie Wissen" (25. April, 17.03 Uhr, Das Erste) sieht sich eine Woche nach dem Ausbruch auf Island um, wo die graue Asche ganz Landstriche bedeckt, besucht Vulkanforscher in Neapel, die den Vesuvbewachen, fragt nach, wie sicher der Yellowstone Park ist, und erklärt, warum der Ausbruch des indonesischen Vulkans Tambora 1815 für eine Jahr ohne Sommer sorgte.

Vulkanasche - Eine Gefahr für Islands Flora und Fauna?
Der isländische Vulkan Eyjafjallajökull hat nicht nur den Flugverkehr in Europa beeinträchtigt. Seine Asche bedeckt ausgerechnet die fruchtbarsten Flächen der Insel. Vulkanologen analysieren ihre chemische Zusammensetzung, um mögliche Spätfolgen für die Böden zu beurteilen. Besonders das Element Fluor könnte Landwirtschaft und Tierhaltung beeinträchtigen. Doch eins scheint sicher: Island und Europa sind noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen. Denn die Vulkane der Insel können viel größeren Schaden anrichten, das haben sie in der Vergangenheit mehrfach bewiesen. "W wie Wissen" sieht sich auf der Insel um.

Der Vesuv -ein schlafender Riese
Im Jahr 79 n. Chr. explodierte der Vesuv so heftig, dass sein Gipfel weggesprengt wurde. Acht Städte wurden vernichtet, mehrere 1.000 Einwohner starben. Auch der zweitheftigste Ausbruch 1631 forderte tausende von Toten. Seit 1944 schläft der Vesuv, aber Wissenschaftler wissen, dass sich im Untergrund Unheimliches tut. Die Magma-Kammer unter dem gefährlichsten Vulkan Europas ist immer weiter an die Oberfläche gestiegen. "W wie Wissen" klettert mit Prof. Giovanni Chiodini und seinem Team vom Vesuv-Observatorium in den Schlund des Vulkans. Die italienischen Forscher überwachen den schlafenden Riesen, denn sie müssen bei den ersten Anzeichen eines Ausbruchs die Anwohner warnen und evakuieren.

Yellowstone Park - Leben auf dem Pulverfass
Unter dem ältesten Nationalpark der Welt brodelt flüssige Magma: Im Yellowstone Park im Südosten der USA produzierten die Thermalquellen und Geysire jahrelang immer mehr Dampf, der Boden wurde immer heißer. Die zunehmende Wärme könnte - so Experten - ein Anzeichen für einen neuen Vulkanausbruch sein. Denn der Park liegt im Krater eines gigantischen Vulkans, 50 mal 75 Kilometer groß. Solange genügend Wärme durch Erdspalten an die Umwelt abgegeben und so der Druck nicht zu groß wird, ist der Yellowstone Park halbwegs sicher. Aber wie lange noch? "W wie Wissen" spricht mit Vulkanologen im Nationalpark über das Leben auf dem Pulverfass.

Das Jahr ohne Sommer
Als der indonesische Vulkan Tambora 1815 explodierte, starben rund 10.000 Menschen unmittelbar durch den Ausbruch, mehr als 80.000 kamen durch Tsunamis, Hungersnöte und Krankheiten ums Leben. Der heftigste Vulkanausbruch der Neuzeit hatte vor allem globale Auswirkungen: Durch den enormen Ausstoß an Staub, Asche und Schwefelgasen verdunkelte sich die Sonne. Die Erdatmosphäre kühlte sich in Folge so weit ab, dass das Jahr 1816 in Europa und Nordamerika zum "Jahr ohne Sommer" wurde. Missernten führten in vielen Ländern zur schlimmsten Hungersnot des 19. Jahrhunderts. "W wie Wissen" erklärt, wie ein Vulkanausbruch für ein "Jahr ohne Sommer" sorgen konnte.

Autor: Das Erste