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Sängerin Whitney Houston (48) ist tot.

Sängerin Whitney Houston ist am Samstag, den 11. Februar, allein in einem Hotelzimmer in Beverly Hills gestorben. / Foto: © picture alliance/Geisler-Fotopress

Das Erste zeigt ''Bodyguard''

TV-Programm-Änderung zum Tode von Sängerin Whitney Houston

Sängerin Whitney Houston ist am Samstag, den 11. Februar, allein in einem Hotelzimmer in Beverly Hills gestorben. Die Ausnahme-Sängerin, die in ihren besten Zeiten über drei Oktaven singen konnte und mit 411 Ehrungen in der Film- und Musikbranche als meistausgezeichnete Künstlerin aller Zeiten gilt, wurde nur 48 Jahre alt. Sie war anlässlich der Grammy-Verleihung in die Stadt gereist. Selbst hatte sie den bedeutendsten Musikpreis der Welt sechs Mal erhalten. Doch Glück hat er ihr nicht gebracht.

Whitneys letzte Welttournee, die sie im Dezember 2009 in Moskau begann, endete im Desaster. Längst hatten Drogen und Alkohol die unverwechselbare Stimme der Sängerin ruiniert. Ihr Gesang klang brüchig, teilweise brach ihre Stimme völlig weg. Die Zuschauer reagierten mit Buhrufen, die Presse mit vernichtenden Kritiken.


Programm-Änderung im Ersten zum Tode von Whitney Houston:

"Bodyguard" (SO, 12.02., ab 23.35 Uhr, Das Erste)

In dem Film von 1992 (Regie: Mick Jackson) spielt Whitney Houston die Popsängerin Rachel Marron, die Drohbriefe erhält und vom ehemaligen Agenten des Secret Service, Frank Farmer (Kevin Costner), beschützt werden soll. Während die Bedrohung der Sängerin zunimmt, kommen sich Rachel und Frank näher. Die Liebesnacht bereut Frank am nächsten Morgen; er hält es für einen Fehler, sich auf eine Beziehung mit einer Kundin einzulassen. Rachel ist schwer gekränkt...


Zwar sang Whitney Houston gern von der großen Liebe, doch selbst hat sie diese wohl nur in der Musik gefunden. Der R&B-Sänger Bobby Brown, den sie 1992 heiratete, soll sie geschlagen haben. Immer wieder gingen Bilder von einer unglücklichen, abgemagerten Whitney um die Welt. Im Jahr 2006 trennte sich Whitney Houston wegen "unüberbrückbarer Differenenzen" schließlich von ihrem Mann und erhielt das alleinige Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Bobbi Kristina.

Das Leben der Soal-Diva Whitney Houston kann nur als tragisch bezeichnet werden. Denn eigentlich hatte sie alles, was man zum Glücklichsein braucht: Whitney kam aus der richtigen Familie für eine Karriere im Musik-Business - ihre Mutter Cissy Houston trat mit Elvis Presley auf, GOLDENE-KAMERA-Preisträgerin Dionne Warwick ist ihre Cousine - und sie hatte das perfekte Aussehen. Zu Beginn ihrer Musikkarriere arbeitete sie nebenbei erfolgreich als Model, unter anderem für die "Vogue". Zudem wurde Whitney schon mit zwanzig ihr erster Plattenvertrag angeboten.

Ihr erstes Album "Whitney Houston" wurde allein in den USA 13 Millionen Mal verkauft, und ist damit eines der erfolgreichsten Debütalben überhaupt. Ihr zweites Album "Whitney" stieg 1987 direkt auf Platz 1 der US-Charts ein, was vor Whitney Houston noch keiner Sängerin gelungen war. Mit "One Moment in Time" - dem offiziellen Titelsong der Olympischen Spiele in Seoul, schaffte Whitney Houston es 1988 auch an die Spitze der deutschen Single-Charts.

Ebenfalls ein riesiger Erfolg war Whitneys Leinwanddebüt 1992 in dem Kinofilm "Bodyguard" an der Seite von Kevin Costner. Sie steuerte sechs Songs zum Soundtrack des Filmes bei; das dazugehörige Album wurde mehr als 17 Millionen Mal in den USA verkauft und ist damit bis heute der erfolgreichste Soundtrack überhaupt. Besonders das Lied "I Will Allways Love You" wurde zum Kulthit.

Doch all dieser Erfolg konnte den tiefen Fall der Sängerin nicht aufhalten. Vor neun Jahren sagte Whitney Houston über sich selbst in einem ABC-Interview: "Ich bin entweder mein bester Freund oder mein schlimmster Feind." Vielleicht liegt genau darin die große Tragik der Whitney Houston: dass sie sich selbst nicht genug geliebt hat, auch wenn ihr die ganze Welt zu Füßen lag.

Autor: Jana Mareike von Bergner / Das Erste