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Die "RTL Aktuell"-Moderatoren Christian Häckl, Peter Kloeppel und Ulrike von der

Die "RTL Aktuell"-Moderatoren: Wettermann Christian Häckl, Chefmoderator Peter Kloeppel und Sportmoderatorin Ulrike von der Groeben (v.l.n.r.) feiern 20-jähriges Dienstjubiläum. - Foto © picture alliance / dpa

Im TV-Programm: 30.03., RTL aktuell, 18:45 Uhr

TV-Jubiläum für Peter Kloeppel

Sonore Stimme, verschmitztes Lächeln: So erklärt der Chefmoderator von "RTL Aktuell" (im TV-Programm: täglich, 18.45 Uhr) den Zuschauern die Welt und ihre Neuigkeiten. Am 30. März feiert Peter Kloeppel (53) sein 20-jähriges Dienstjubiläum bei der Nachrichtensendung. Im Interview mit HÖRZU spricht er über kleine Pannen, große Wünsche – und seine Zukunft.

HÖRZU: Was war das denkwürdigste Ereignis, über das Sie in 20 Jahren "RTL Aktuell" berichtet haben?

Peter Kloeppel: Der 11.9.2001. Noch nie gab es Anschläge von einem solchen Ausmaß – und noch nie haben wir so lange und ausführlich über ein Ereignis berichtet.

HÖRZU: Was war Ihr lustigster Patzer?

Peter Kloeppel: Einmal, als die Sendung begann, saß ich auf dem Ansteckmikrofon, das ich mir ans Revers heften muss. Der Ton klang entsprechend gedämpft. Die Zuschauer fanden das Ganze eher lustig, ich fand es schrecklich.

HÖRZU: Was ist echt in Ihrem virtuellen Studio?

Peter Kloeppel: Bis auf den Tisch und die Stühle ist alles virtuell. Aber die Nachrichten sind harte Fakten. Und auch wir Moderatoren sind normale Menschen aus Fleisch und Blut – mit allen Stärken und Schwächen.

HÖRZU: Neben Günther Jauch sind Sie das seriöseste Gesicht bei RTL. Wie oft hören Sie den Vorwurf, für einen Trash-Sender zu arbeiten – und was antworten Sie darauf?

Peter Kloeppel: Ich höre das nicht sehr oft. Und wenn, entgegne ich ganz klar: RTL ist kein Müll-Sender, sondern ein Sender, der an der einen oder anderen Stelle auch mal provoziert oder Wege geht, die andere Sender nicht beschreiten würden. Damit haben wir auch immer neue Trends gesetzt.

HÖRZU: Was könnte Sie von "RTL Aktuell" weglocken?

Peter Kloeppel: Derzeit nichts.

HÖRZU: Welchen Satz würden Sie am liebsten in den Nachrichten verkünden?

Peter Kloeppel: "Es gibt in Deutschland keine Arbeitslosen mehr." Und: "Deutschland ist schuldenfrei."

HÖRZU: Ihre berühmte Reporterin Antonia Rados ist mal zum ZDF gewechselt – und dann zu Ihnen zurückgekehrt. Was ist damals hinter den Kulissen passiert?

Peter Kloeppel: Oh, das müssen Sie Antonia Rados selbst fragen. Offenbar hat sie sich beim ZDF nicht so wohlgefühlt, wie sie es sich zuvor erhofft hat. Und offenbar hat sie sich bei uns doch wohler gefühlt, als es ihr manchmal vorkam.

HÖRZU: Sie sind mit einer Amerikanerin verheiratet. Wo lernten Sie sich kennen?

Peter Kloeppel: In Washington, 1990, als ich als Reporter über das Gipfeltreffen zwischen Bush senior und Michail Gorbatschow berichtete. Sie war Producerin bei einer Firma, mit der wir zusammengearbeitet haben.

HÖRZU: Was sind Ihre Stärken?

Peter Kloeppel: Ruhe in kritischen Situationen zu bewahren. Außerdem nehme ich mir Zeit für Entscheidungen, habe einen Hang zur Akribie. Und ich kann in schwierigen Situationen ein ausgleichender Charakter sein.

HÖRZU: Und Ihre größte Schwäche?

Peter Kloeppel: Möglicherweise, dass ich stets den Ausgleich herbeiführen möchte. Ich brauche lange, bis ich mir eine fertige Meinung gebildet habe.

HÖRZU: Vielen Dank, Peter Kloeppel, für das Interview.

Autor: Mike Powelz