HÖRZU Android Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU iOS Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU Logo
Unterhaltung Filter
Kategorie einstellen
Allen Trenkle, Ernährungswissenschaftler

‘‘Food Inc. Was essen wir wirklich?‘‘ (14.Juli, 22.30 Uhr, phoenix): Allen Trenkle, Ernährungswissenschaftler, weist auf die Gefahr der E.Coli-Bildung bei mit Mais gefütterten Kühen hin./ Foto: © PHOENIX/WDR/Fortissimo Films, honorarfrei

Ein Film von Robert Kenner

TV-Doku: ‘‘Food Inc. Was essen wir wirklich?‘‘ auf phoenix

Wer einen Supermarkt betritt, dem fällt vermutlich die scheinbar unendliche Angebots-Vielfalt ins Auge. Doch kaum einer fragt sich: Wo kommen diese Lebensmittel her? Und unter welchen Umständen wurden sie produziert? Der Dokumentarfilm ‘‘Food Inc. Was essen wir wirklich?‘‘ (14.Juli, 22.30 Uhr, phoenix) beschäftigt sich genau mit diesem Thema – und zeigt die negativen Auswirkungen billiger Massenproduktion am Beispiel der USA.

Der Zuschauer erfährt viel Neues. Wussten Sie etwa, dass die US-Firma ‘‘Smithfield‘‘ in North Carolina das größte Schweineverarbeitungslager der Welt ist? Dort werden täglich 32.000 Schweine geschlachtet. Oder dass ein Amerikaner durchschnittlich mehr als 100 Kilo Fleisch im Jahr isst?

Besonders gern wird eingeschweißtes Hühnchen gekauft. Die Produktionsbedingungen können einem aber den Appetit verderben: Die Hühner sehen nie Tageslicht. Zudem werden sie so sehr mit Mais gemästet, dass ihre Knochen innerhalb kurzer Zeit das Körpergewicht nicht mehr tragen können und die Hühner umfallen.

Aber nicht nur die Hühner leben unter schlechten Bedingungen, sondern auch die amerikanischen Hühnerzüchter. Der Bau von zwei Hühnerhäuser kostet rund 500.000 Dollar, ein Farmer verdient aber nur 18.000 Dollar im Jahr. Folglich sind viele Hühnerzüchter hoch verschuldet – und dadurch umso abhängiger von den großen Fleischkonzernen, die fast willkürlich Forderungen stellen können.

Auch die Konzentration in der Lebensmittelbranche erhöht den Druck. 1970 gab es fünf Nahrungsmittelkonzerne, die 25 Prozent des Rindfleischmarktes beherrschten; heute kontrollieren vier Konzerne 85 Prozent des Fleischmarktes. Beim Schweinefleischmarkt ist die Entwicklung ähnlich.

Wer glaubt, dass diese Probleme nur die USA betreffen, der täuscht sich. Auch in Deutschland ist die Nahrungsproduktion alles andere als transparent, und die Zucht- und Arbeitsbedingungen lassen stark zu wünschen übrig. Auch hierzulande wird vertuscht, was wirklich im Essen steckt, und unter welchen Bedingungen unsere Nahrung hergestellt wird.

Autor: Franziska Eurich