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Christine Urspruch ist Dr. Klein

Die Ärzte Dr. Valerie Klein (ChrisTine Urspruch, l.), Dr. Luna Haller (Clelia Sarto, M.)
und Dr. Bernd Lang (Simon Licht, r.) können nicht fassen, dass die Eltern der kleinen
Judith Thaller einer Bluttransfusion nicht zustimmen.- Foto: ZDF / Markus Fenchel

Christine Urspruch als Kinderärztin

Start der neuen Klinikserie "Dr. Klein"

Eine Kinderärztin, die ihren jungen Patienten auf Augenhöhe begegnet: Die Rolle der kleinwüchsigen "Dr. Klein" in der neuen Klinikserie des ZDF wurde Christine Urspruch förmlich auf den Leib geschrieben. Die 1,32 Meter große Schauspielerin übernimmt den Part einer leitenden Oberärztin, die sich gegen Vorurteile und Misstrauen behaupten und um Autorität kämpfen muss.


TV-Tipp

Fr., 10.10: Erste Folge der neuen Krankenhausserie mit Christine Urspruch "Dr. Klein". 19.25 Uhr, ZDF (s. auch TV-Tipps rechts)


"Ich finde den Titel witzig und passend", sagt Hauptdarstellerin Urspruch. Für Autor Torsten Lenkeit, der die Idee entwickelte, ist die kleinwüchsige Heldin das Alleinstellungsmerkmal der Serie. Allerdings ist auch das restliche Krankenhauspersonal von besonderer Art: "Die Serie lebt davon, dass verschiedene Gruppen der Gesellschaft versuchen, miteinander auszukommen, und sich dabei nicht immer grün sind." Gemeint sind ein homosexueller Mediziner, den Miroslav Nemec ("Tatort") spielt, ein dunkelhäutiger Assistenzarzt – und ein machohafter Chefarzt, dem "der weibliche Zwerg" als neuer Boss vor die Nase gesetzt wird. Sein Name: Dr. Lang. Sein Kommentar: "In dieser Klinik wird man nur etwas, wenn man einer Randgruppe angehört."

Politisch korrekt ist das alles nicht – und genau das soll es auch nicht sein. "Wir arbeiten mit Klischees, aber wir brechen sie, damit sich der Blickwinkel des Zuschauers im besten Fall verändert", hofft Chefautor Torsten Lenkeit. Einen Blick dafür, dass sie anders war als die anderen, bekam Christine Urspruch schon als Kind: "Ich war neun oder zehn und habe dann bei meinen Eltern nachgehakt. Als sie mir sagten, dass ich kleiner bleiben werde, hat das natürlich viele Gefühle in mir ausgelöst. Ängste und Sorgen, wie das werden würde." Doch es zeigte sich, dass alles besser wurde als gedacht.

Drama und Komödie

"Ich habe mich nicht klein gefühlt, zumindest nicht in dem Sinn, dass es ein Makel ist." Mit der Identitätssuche während der Pubertät begann sie für sich, das T in ihrem Vornamen großzuschreiben: ChrisTine. "Das war mein persönlicher Spielraum und Schutz." Denn nicht alle Mitmenschen gehen normal und unbefangen mit ihr um. "Was mich immer geärgert hat, ist das unterschwellige Misstrauen, dass es doch eigentlich nicht sein kann, dass ich im Leben klarkomme." Ein Irrtum, wie sie betont. Sie kommt bestens klar und ist als Schauspielerin sehr erfolgreich.

Für ihre Rolle als Oberärztin hospitierte sie im Krankenhaus: "Ich habe Kinderärzte auf Station begleitet, war während der ganzen Schicht dabei, konnte den Klinikalltag miterleben." Und der ist auch in der Serie nicht nur lustig, sondern oft auch ernst und tragisch. Im ersten Fall muss Dr. Klein, die Sorgen um ihren demenzkranken Vater plagen, einen todkranken Jungen operieren. Drama und Komödie liegen dicht beieinander – wie im echten Leben.


Der Star: Christine Urspruch

Zwei Rollen machten Christine Urspruch populär: 2001 spielte sie im Kino "Das Sams", seit 2002 ermittelt sie im TV beim "Tatort: Münster" als Rechtsmedizinerin "Alberich" mit Axel Prahl und Jan Josef Liefers. Zudem ist die 44-Jährige eine gefragte Theaterschauspielerin.

Autor: Thomas Kunze