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Sony liefert zur Google-TV-Box eine schicke Wendetastatur.

Die Steuerung der Google-TV-Box und dem Browser erfolgt über eine spezielle Fernbedienung. - Foto © PR

Ab Mitte September

Sony bringt Google TV ins Wohnzimmer

Sony und Google bringen das Internet in deutsche Wohnzimmer. Immer mehr Nutzer gehen mit dem Fernseher ins Netz. Und wo immer jemand online ist, möchte Google nicht fehlen. Daher hat der Suchmaschinen-Riese mit Google TV eine Plattform entwickelt, die die große, weite Welt des Internets auf die heimische Couch bringen soll. Die nötige Hardware in Form einer Set-Top-Box dazu liefert Sony. Ein erstes Gerät bringen die Japaner im September auf den Markt.

Google TV, das auf Googles Handybetriebssystem Android basiert, ist kein Ersatz fürs klassische Fernsehen, sondern eine Ergänzung, betont Google-Manager Christian Witt. Das System bringe zusätzliche Inhalte auf den "besten Bildschirm" im Haus, den Fernseher. "Wir glauben, dass ein sehr großer Bedarf besteht, einen leichten und intuitiven Zugang zu bekommen", erklärt der Manager, der in dem TV- Projekt für die Zusammenarbeit mit Partnern zuständig ist.

Eine erste Version brachte Google bereits vor zwei Jahren in den USA heraus - allerdings ohne durchschlagenden Erfolg. Nach einigen Überarbeitungen startet das Unternehmen nun den zweiten Versuch. Sony ist der wichtigste Partner. Weitere Partner sind Samsung, LG und Vizio.

Eigene Set- Top- Box von Sony

In Deutschland soll es Google TV zunächst als externe Set-Top-Box geben: Sony bringt nach der IFA (31.08. - 05.09. 2012) einen Player mit dem sperrigen Namen NSZ-GS7 heraus. "Wir wollen jeden Fernseher in die Lage versetzen, zu einem Google TV zu werden", sagte Sony-Manager Michael Willenborg. Dafür müssen Nutzer nur die 200 Euro teure Box per HDMI an den Bildschirm anschließen. Ob der japanische Konzern künftig Fernseher von vornherein mit Google TV ausstattet, ließ er offen.

Sony liefert die Box mit einer fürs Surfen angepassten Fernbedienung aus. Sie enthält neben den üblichen Elementen ein Touchpad, über das Nutzer mit einfachen Gesten den Zeiger auf dem Bildschirm steuern können. Auf der Rückseite ist eine QWERTZ-Tastatur, mit der beispielsweise die Eingabe von Web-Adressen und Passwörtern leicht von der Hand gehen soll.

Heiß umkämpfter Markt

Videos sollen Zuschauer über den eigenen Online-Store Google Play ausleihen können. Für Abwechslung sorgen außerdem zwei bewährte Elemente aus der Google-Welt: YouTube und Apps. Für sein Videoportal hat das Unternehmen eine für Fernseher optimierte Anwendung entwickelt. Von den derzeit über 600.000 Programmen für Android sind viele auch für Couch-Surfer nützlich, zum Beispiel Nachrichten, die Wettervorhersage, Foto-Tools oder Spiele. Laut Google-Manager Christian Witt sind derzeit 1.000 Apps aus dem mobilen Bereich für Fernseher verfügbar.

Der Markt ist inzwischen jedoch heftig umkämpft. Viele Fernseher haben bereits einen Internetanschluss, Spielkonsolen wie die PlayStation 3 und die Xbox 360 dienen längst als Medienzentrale. Auch an Set-Top-Boxen mangelt es nicht. So liefern etwa die Anbieter von Kabel-TV eigene Geräte aus. Und Google trifft natürlich auch in diesem Segment auf seinen großen Rivalen Apple, der bisher mit seiner kleinen Streaming-Box Apple TV auf dem Markt ist und dem große TV-Pläne nachgesagt werden.

Autor: Presseinformation