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Das Erfolgsrezept von Sing meinen Song

Bislang ein echtes Erfolgsprojekt: "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert".
Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress

Quotenhoch für das Tauschkonzert

"Sing meinen Song": 5 Dinge, die die Show so erfolgreich machen

"Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" sammelt bei den TV-Zuschauern auch in der zweiten Staffel fleißig Punkte: Die Quoten der Show vom vergangenen Dienstag waren wie gehabt erfreulich. Für die nachfolgenden Vox-Sendungen "Die Christina-Stürmer-Story" und "Meylensteine" lief es ebenfalls richtig gut. Woran liegt es, dass die Cover-Show derart einschlägt? 5 mögliche Gründe.

1. Der kuriose Teilnehmer-Mix
Niemand würde die "Sing meinen Song"-Teilnehmerrunde so auf die Bühne stellen, wie sie hier versammelt ist: Neben Xavier Naidoo und Andreas Bourani ist viel Licht und Schatten vertreten. Angefangen mit Hartmut Engler von "Pur", der ebenso wie "Die Prinzen" länger in der Versenkung verschwunden war: Deren Quatsch-Songs aus den 90ern wirken heute merkwürdig antiquiert. Auch für Stefanie Heinzmann und Yvonne Catterfeld lief es in der Vergangenheit nicht wirklich rund. Und wer hatte vorher schon einmal etwas von Daniel Wirtz gehört? An seine frühere Band Sub7even kann man sich nur dunkel erinnern. Sei es drum: Die Rollen sind bei "Sing meinen Song" klar verteilt. Es gibt die Clowns, die ernsthafte Schöne, den Newcomer, den erfahrenen Vollprofi, die Quoten-Österreicherin. Da weiß man, was man hat.

2. Lachen und Weinen
Ja, es wird in jeder Folge gehörig auf die Tränendrüse gedrückt. Aber es ist zumindest so gut gemacht, dass es nicht unglaubwürdig wirkt. Jeder der Sänger war schon einmal in einem schwarzen Loch, sei es durch private Ereignisse oder einfach durch eine Karriereflaute. Das macht die Sänger menschlich und zeigt: Wir müssen nicht alle perfekt sein, auch die Stars greifen einmal daneben. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass Christina Stürmer mit 15 die Schule abbrach und ihren Eltern damit viel Kummer bereitete? Gut, dass bei diesen kleinen Dramen nicht zu dick aufgetragen wird und man schnell die Kurve zum nächsten Song kriegt.

3. Die Songcover sind oft besser als das Original
Man muss Xavier Naidoo nicht mögen um neidlos anzuerkennen: Er ist in der Lage, einen alten und nahezu unbekannten Song von Christina Stürmer aus dem Jahr 2007 so zu singen, dass daraus ein Charthit werden kann. Und das ist gerade das Reizvolle: Jeder kann hier seine Kreativität beweisen, und zwar mit Netz und doppeltem Boden. Denn das Song-Material ist solide: Man kann kaum etwas falsch machen, dafür aber vieles richtig. Die überraschten Gesichter derjenigen, die gecovert werden, sind allein schon das Einschalten wert.

4. Es passiert nicht viel, außer dass gesungen wird
Während sich Stefan Raab in seinen Shows in die aufwändigsten Wettkämpfe stürzt, regiert bei "Sing meinen Song" vor allem eins: Ereignislosigkeit. Es wird wirklich nur geredet, gesungen, geredet, wieder gesungen – und am Ende bekommt der Beste eine Rose. Mehr gibt es nicht zu gewinnen. Schön, wenn in diesen angespannten Zeiten auch einmal etwas ohne Wettbewerb funktioniert. Der Spannungsaufbau gelingt allein über die Emotionen. Und dieses Storytelling funktioniert.

5. Im Anschluss an "Sing meinen Song" gibt es Bonusmaterial
Die Show bis in den späten Abend mit weiteren, thematisch passenden Sendungen zu verlängern, war offenbar eine schlaue Idee. "Die Christina Stürmer Story" holte den Quotentagessieg in der werberelevanten Zielgruppe mit 1,43 Mio. Zuschauern zwischen 14 und 49 Jahren. Und auch das neue Format "Meylensteine" hielt sich gut. Das zeigt auch: Es muss nicht schlecht sein, sich etwas mehr Zeit für Porträts zu nehmen, anstatt die Künstler in kurzen Einspielern abzuhandeln. Und Gregor Meyle ist in seiner ganzen Stoffeligkeit einfach zu rührend, um abzuschalten.

In der nächsten Ausgabe von "Sing meinen Song - Das Tauschkonzert" am 16.6. dreht sich alles um Hartmut Engler (s. auch TV-Tipps rechts).

Autor: AnHei