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Ihre Rolle als Veronika Voss machte Rosel Zech unvergesslich.

Ihre Rolle als Veronika Voss machte Rosel Zech unvergesslich. Die Schauspielerin starb nun mit 69 Jahren in Berlin. - Foto © ZDF / Kinowelt / Xaver Schwarzenberger

Programmänderung

Schauspielerin Rosel Zech tot

Die beliebte Schauspielerin Rosel Zech ist am 31. August abends in einem Berliner Krankenhaus im Alter von 69 Jahren an Knochenkrebs gestorben. "Sehr aufrecht und sehr bewusst", wie die Geschäftsführerin der Rainer Werner Fassbinder Foundation, Juliane Lorenz, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa sagte. Zuletzt war Rosel Zech in der ARD-Serie "Um Himmels Willen“ als gestrenge Mutter Oberin zu sehen.


Programmänderung zum Tode von Rosel Zech

RBB, Sonntag, 04.09.2011, 15:40 Uhr
"Der Schwarzwaldhof "
Fernsehfilm Deutschland 2008
mit Rosel Zech als Dora Hofer
Inhalt: Der Schwarzwaldhof, ein gutgehendes Vier‑Sterne‑Hotel, braucht nach dem Unfalltod des Besitzers eine neue Leitung. Traut sich Veronika Hofer, die dem Hotel und ihrem Mann gerade den Rücken kehren wollte, diese Aufgabe zu?


Roselie Helga Lina Zech, wie ihr Geburtsname lautet, wurde 1942 in Berlin als Tochter eines Binnenschiffer-Ehepaars geboren. 1962 gab sie in Landshut ihr Theater-Debüt. 1966 holte sie Arno Wüstenhöfer an das Schauspielhaus nach Wuppertal. Dort lernte sie ihren großen Förderer, den Theaterregisseur Peter Zadek kennen. Er besetzte die Schauspielerin in der Hans-Fallada-Verfilmung “Kleiner Mann – was nun?” neben Hannelore Hoger.

Berühmt wurde Rosel Zech in Rainer Werner Fassbinders vorletztem Film "Die Sehnsucht der Veronika Voss". Sie brillierte in der Rolle des drogenabhängigen, selbstquälerischen Ufa-Stars Veronika Voss, wofür sie 1982 mit einem "Goldenen Bären" ausgezeichnet wurde. “Ich habe mich bei keinem anderen Filmregisseur so aufgehoben gefühlt wie bei Rainer Werner Fassbinder” sagt Rosel Zech später in einem Interview.

Rosel Zech: weitere Auszeichnungen

Den Bayerischen Filmpreis erhielt die wandlungsfähige Schauspielerin 1992 für ihre Rolle einer in Alaska arbeitenden Ost-Berliner Bibliothekarin in dem Percy-Adlon-Film "Salmonberries", Gewinner des World Film Festivals in Montreal.

Auch das Fernsehen entdeckte das große Talent der ausdrucksstarken Darstellerin. In der Rolle der resoluten Bergarbeiter-Frau und Mutter Elfriede wurde sie in der ZDF-Serie "Die Knapp-Familie" 1981 erstmals einem größeren TV-Publikum bekannt. 1990 spielte sie in "Bei mir liegen Sie richtig", 1991 in "Salmonberries", 1993 in der Krimi-Komödie "Mr. Bluesman" und 1999 in "Aimée & Jaguar".

Ab den neunziger Jahren agierte Rosel Zech verstärkt in populären Fernsehserien – so spielt sie in den beliebten Krimi-Reihen “Der Alte”, “Derrick”, “Ein Fall für Zwei”, “K3 – Kripo Hamburg” oder “Tatort”. Seit 2003 verkörperte sie in der ARD-Serie “Um Himmels Willen” an der Seite von Jutta Speidel und Fritz Wepper die strenge Mutter Oberin.

Die Schauspielerin ist stets der Theaterbühne treu geblieben – so brillierte sie Anfang des neuen Jahrhunderts am "Deutschen Schauspielhaus" in Hamburg in der Komödie "Ein spanisches Stück" sowie bei den "Luisenburg Festspielen" in Wunsiedel in der Titelrolle von Bertolt Brechts "Mutter Courage und ihre Kinder". "Theater ist für mich als Schauspielerin die Königsdisziplin", sagte Rosel Zech einmal.

Für ihren Beruf hat sie gelebt. Die zurückhaltende Künstlerin ohne Allüren war unverheiratet und hatte keine Kinder.

Autor: Presseinformationen / Sabine Fassbender