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Jury von Rising Star: Joy Denalane, Gentleman, Sasha und Anastacia

In der Jury von "Rising Star" sitzen: Joy Denalane, Gentleman, Sasha und Anastacia. - Foto: © Keshet International

Neue interaktive Talentshow

"Rising Star" bei RTL

Wer singt die Konkurrenten an die Wand? Das ist die Frage in der neuen interaktiven Talentshow "Rising Star" (ab 28. August, 20.15 Uhr, RTL, s. auch TV-Tipps rechts).

Doch für den Sender RTL geht es dabei noch um einiges mehr: Nach der Quotenerosion bei Sportereignissen wie Formel 1, bei Datingshows wie "Die Bachelorette" und überkommenen Castingformaten wie "DSDS" soll "Rising Star" dazu beitragen, den Privatkanal wieder ganz nach oben zu bringen. Seit Monaten schon kämpft der Kölner Sender gegen den Zuschauerschwund, im Juni musste er gar die bittere Niederlage hinnehmen, zum ersten Mal seit 22 Jahren nicht mehr der Marktführer in der für kommerzielle Anbieter so wichtigen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen zu sein. Diesen Platz besetzte plötzlich ausgerechnet die "alte" ARD!

Nun also soll eine Talentshow verlorene Zuschauer zu RTL zurücklocken – indem sie ihnen mehr Mitbestimmungsrecht verspricht. Motto: "Alle Macht dem Publikum!" Genau darin aber liegt auch das hohe (technische) Risiko von "Rising Star": Ähnlich wie beim ARD-"Quizduell" steht und fällt der Erfolg allein mit einer App, einem Anwenderprogramm für Smartphones, mit dem sich Zuschauer live an der Show beteiligen können. So war das Format zwar ein Hit in Israel, wo die Technik ohne Probleme funktionierte, doch schon in Brasilien schalteten die Zuschauer nach Pannen gnadenlos ab.

Worum geht's bei "Rising Star"?

47 Gesangstalente treten in der Talentshow gegeneinander an. Solokünstler, Duos oder Bands. Ihr Gewinn: ein Musikstipendium, ein Plattenvertrag und eine mögliche Karriere. Um zu siegen, müssen die Teilnehmer vor eine 7,5 Meter hohe und 20 Meter breite LED-Wand treten, die sie von einer vierköpfigen Jury aus Anastacia, Gentleman, Joy Denalane und Sasha sowie vom Studiopublikum trennt. Wer weiterkommt, entscheidet vor allem das TV­-Publikum per Gratis-App: Schafft es ein Kandidat, 75 Prozent der Zuschauer von sich zu überzeugen, erscheinen per Zufallsgenerator aus­gewählte Gesichter der App­-Nutzer auf der LED-­Wand. Jedes Jurymitglied hat nur ein je fünfprozentiges Stimmrecht.

Hintergrund

Falls die App nicht funktioniert, hat RTL-­Chef Frank Hoffmann einen Notfallplan: "Wenn die Technik versagt, haben wir eine Havarielösung, die analog, ehrlich und nach­ vollziehbar ist." Sprich: Das App-­Kon­zept wird dann über Bord geworfen.

Erfolgsprognose

Top oder Flop? Beides ist möglich. Ohne die basisdemokratische Abstimmung per App geht aber gar nichts.

Interview mit Jury-Mitglied Anastacia

TV DIGITAL: Warum wurden Sie Mitglied der Jury von "Rising Star"?

Anastacia: Ich wurde, was die wenigs­ten wissen, selbst in einer TV­Show ent­deckt – und bin mir bewusst, dass das der Startschuss sein kann für eine welt­ weite Karriere. Mir hat die Teilnahme bei "The Cut" des Fernsehsenders MTV im Jahr 1998 zum Durchbruch verholfen.

TV DIGITAL:Wer in der Jury zählt zu den Netten, wer zu den Strengen?

Anastacia: Die Rollen sind nicht klar verteilt. Wie wir reagieren, wird sich wäh­rend der Liveshows zeigen.

TV DIGITAL:Kann "Rising Star" einen Weltstar hervorbringen?

Anastacia: Klar! Aber das ist nicht unser Anspruch. Es geht um gutes Entertainment. Wenn dann noch ein Star gefunden wird, ist das umso bes­ser.

Autor: Mike Powelz