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Am Phoenixsee treffen zwei Welten aufeinander. / Foto: © WDR/Frank Dicks

Von wegen Idylle: Am Phoenixsee treffen zwei Welten aufeinander. / Foto: © WDR/Frank Dicks

Neu im November

"Phoenixsee": Arm trifft Reich in Ruhrpott-Serie mit Herz und Schnauze

In "Phoenixsee" bekommt es eine alteingesessene Arbeiterfamilie mit einem Neureichen-Clan zu tun: Stoff für eine neue deutsche Serie aus dem Ruhrgebiet, die der WDR zeigt. Kultpotential inklusive? Das wird sich zeigen ...


∙ Der Trailer
∙ Die Schauspieler & ihre Rollen
∙ Was passiert in Staffel 1?
∙ News zu Staffel 2
∙ Streaming & TV: Wann und wo kann man die Serie sehen?
∙ Hintergrund: Der Phoenixsee in Dortmund-Hörde
∙ Die Macher

Es geht um

… die Neuraths und die Hansmanns, die beide am Phoenixsee in Dortmund-Hörde leben. Die einen in der Arbeitersiedlung, die anderen in der schicken Villa. Zukunftsängste plagen beide.

Sollte man sehen weil

… die Geschichten aus den zwei unterschiedlichen Welten so dramatisch, anrührend, aber auch mit einer gehörigen Portion Ruhrpott-Charme erzählt werden.

"Phoenixsee" – Der Trailer

"Phoenixsee" – Die Schauspieler & ihre Rollen

Felix Vörtler spielt Mike Neurath

Mike Neurath lebt seit seiner Geburt im Ruhrpott und denkt nicht dran, seine geliebte Heimat zu verlassen. Finanziell hält sich die Familie einigermaßen über Wasser, doch das ändert sich, als Mike um seine Arbeit im lokalen Autowerk bangen muss…


Mike Neurath (Felix Vörtler, r) mit "seinem Großen" Mats (Moritz Klaus, l) / Foto: © WDR/Frank Dicks

Felix Vörtler spielte zwar kleinere Rollen in Kinofilmen wie "Das Wunder von Bern" und "Der zehnte Sommer", bekannt ist der gebürtige Bayer jedoch für seine zahlreichen Serienauftritte. In den letzten 15 Jahren war er in über 60 Produktionen zu sehen. Das breite Publikum kennt ihn vor allem für seine wiederkehrenden Rollen in "Flemming" und "Mord mit Aussicht", die Rolle als Vorgesetzter Lemp beim "Polizeiruf 110" sowie die Figur des Barbesitzers Carlo in der Serie "Heldt", die er seit 2013 verkörpert.

Anna Stieblich spielt Sybille Neurath

Sybille Neurath lässt Ehemann Mike gern träumen, kann ihn aber auch schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Neben der Rolle als Ehefrau und Mutter dreier Kinder versucht sie die Familie auch durch ihre Arbeit in der kleinen lokalen Bäckerei zu unterstützen.


Mike Neurath (Felix Vörtler, l) weiß, was er an seiner Frau Sybille (Anna Stieblich, r) hat. / Foto: © WDR/Frank Dicks

Anna Stieblich ist in zahlreichen Theater-, Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Vor allem die Rolle der Doris in der Serie und im Kinofilm zu "Türkisch für Anfänger" bescherten ihr einen hohen Bekanntheitsgrad. Zudem ist sie regelmäßig in der Serie "SOKO Leipzig" als Rechtsmedizinerin Prof. Dr. Sabine Rossi zu sehen sowie in der Serie "Die Mockridges – Eine Knallerfamilie". Auf der großen Leinwand war sie zuletzt im Thriller "Goster" von Ehemann Didi Danquart zu sehen.

Stephan Kampwirth spielt Birger Hansmann

Birger Hansmann ist gerade mit seiner Familie aus Oberkassel, einem schicken Düsseldorfer Stadtteil, nach Dortmund-Hörde gezogen. Er freut sich, dass er mit Frau und Kindern wieder in der Gegend wohnt, wo er aufgewachsen ist. Doch seiner Familie fällt die Umstellung schwer.


Birger Hansmann (Stephan Kampwirth, l) wird mit den krummen Geschäften von Bauunternehmer Merschmann (Bernd Reheuser, r) in Verbindung gebracht. / Foto: © WDR/Frank Dicks

Stephan Kampwirth ist nicht nur ein bekannter Theatermime. Er war seit Anfang der 90er auch in rund 100 Film- und TV-Produktionen zu sehen. Er spielte unter anderen die Rolle des Lukas Lander im Mehrteiler "Ein unmöglicher Mann" aus dem Jahr 1999. In der Serie "Die Chefin" war er Staatsanwalt Marc Berger, seit 2013 verkörpert er die die Figur des Dr. Berthold Bode in der Serie "Lerchenberg". Zuletzt war er in der achtzehnten Episode der "Marie Brand"-Reihe – "Marie Brand und die rastlosen Seelen" – zu sehen.

Nike Fuhrmann spielt Katharina Hansmann

Katharina Hansmann hat eigentlich alles, was man sich nur wünschen kann: ein schönes Haus am See, einen erfolgreichen Ehemann, zwei Kinder und viel Freizeit. Doch der perfekte Schein trügt…


Katharina Hansmann (Nike Fuhrmann, l) mit Freundin Beate Baum (Alexandra von Schwerin, r) / Foto © WDR/Frank Dicks

Nike Fuhrmann hatte bereits zahlreiche Episodenhauptrollen in Serien wie "SOKO", "Der Kriminalist" und "Arme Millionäre" inne. Einem breiteren Publikum ist sie in der Rolle der Isabelle in "Maddin in Love" an der Seite von Martin Schneider bekannt, darüber hinaus verkörperte die gebürtige Münchnerin von 2008 bis 2012 die Rolle der Klara Hoffmann in der Serie "Der Bergdoktor".

Weitere Rollen

Caroline Maria Frier spielt Chantal Schmitz, eine ehemalige Bäckerei-Kollegin von Sybille Neurath, die sich mit einem mobilen Nagestudio selbstständig macht. Caroline Maria Frier ist durch ihre Serienrollen in den TV-Soaps "Hand aufs Herz" und "Alles was zählt" bekannt. In der vierten und fünften Staffel von "Danni Lowinski" war die gebürtige Kölnerin im Doppelpack mit Schwester Annette Frier zu sehen. 2017 beweist sie erneut ihr komödiantisches Talent in der neuen RTL-Sitcom "Nichttotzukriegen" an der Seite von Jochen Busse und Petra Nadolny.


Die ehemaligen Bäckerei-Kolleginnen Chantal Schmitz (Caroline Maria Frier, l) und Sybille Neurath (Anna Stieblich, r) treffen sich wieder. / Foto: © WDR/Frank Dicks

Hannah Schiller spielt Sina Hansmann. Die Tochter von Birger und Katharina kommt mit dem Umzug von Düsseldorf in den Ruhrpott nicht zurecht – und fängt an mit Diätpillen auf dem Schulhof zu dealen. Schiller war bereits mit acht Jahren an einer privaten Theaterschule in Bonn eingeschrieben. Im Fernsehen war sie unter anderen als Laura-Kristin in Tomy Wiegands TV-Komödie "Die Müttermafia" und in "Neid ist auch keine Lösung" als pubertierende TV-Tochter von Stefanie Stappenbeck und Matthias Koeberlin zu sehen.

Alvar Julian Götze spielt Fabian Hansmann, den fußballbegeisterten Sohn von Birger und Katharina. Götze ist im Showbiz ein bisher unbeschriebenes Blatt: Für den Schüler ist "Phoenixsee" die erste Rolle in Film und Fernsehen.

Antonia Lingemann spielt Jenny Neurath, die ihre Lehre am liebsten hinwerfen würde – eine Alternative hat die Tochter von Anna und Mike auch schon parat. Lingemann war bereits in kleineren Rollen in Serien wie "Kommissarin Lucas", "Tatort" und "Heldt" zu sehen. Und auch auf der großen Leinwand hat sie Erfahrungen gesammelt: Für die Darstellung der Mathilda im Kinofilm "Bastard"erhielt sie sogar den Preis der deutschen Kritiker als Beste Darstellerin 2013.


Jenny Neurath (Antonia Lingemann) wirft ihre Ausbildungspläne über Bord. / Foto: © WDR/Frank Dicks

Moritz Klaus spielt Mats Neurath, den "Großen" der Neurath-Kinder, der sich mit Fabian Hansmann anfreundet. Klaus spielte bereits kleinere Rollen in Serien wie "Post Mortem", "SOKO Leipzig" und "Club der roten Bänder" sowie in Fernsehfilmen wie "Die Treue-Testerin – Spezialauftrag Liebe", "Das Glück kommt unverhofft" und "Der verlorene Bruder". "Phoenixsee" ist für den gebürtigen Kölner die erste große Serienrolle.

Paul Bohse spielt Timo Neurath, der es nach dem Umzug ins Ruhrgebiet vor allem an seiner neuen Schule nicht leicht hat. Bohse ist wie sein Schauspielkollege Alvar Julian Götze ganz neu im Film- und Fernsehgeschäft und gibt mit "Phoenixsee" sein TV-Debüt.

Christian Furrer spielt Merten Zellerhoff, einen Anwalt, der Birger Hansmann wegen seiner angeblichen Verstrickung in der Insolvenzverschleppung berät. Furrer hatte ebenfalls eine kleine Rolle bei "Danni Lowinski". Des Weiteren war er in kleineren Parts beim "Tatort", im Film "Im Labyrinth des Schweigens" und "Im Winter, so schön" zu sehen und verkörperte die Stefan Zodani in drei Episoden der Soap "Alles was zählt".


Anwalt Merten Zellerhoff (Christian Furrer, l.) rät Birger Hansmann (Stephan Kampwirth, r.), die Karten wegen der Insolvenzverschleppung auf den Tisch zu legen. / Foto: © WDR/Frank Dicks

Was passiert in Staffel 1

Familie Neurath, bestehend aus Vater Mike, Mutter Sybille sowie den drei Kindern Jenny, Mats und Timo leben schon lange Arbeiterviertel Dortmund-Hörde. Familie Hansmann – Vater Birger, Mutter Katharina und die Kinder Sina und Fabian – ziehen aus einer schicken Düsseldorfer Gegend in eine der Villen am Phoenixsee. Die Wege der zwei Familien kreuzen sich in Schule, Fußballclub und anderen Bereichen. Doch am Anfang sind gerade die Erwachsenen nicht gut aufeinander zu sprechen.

Die Neuraths stehen vor einer großen Herausforderung: Mike droht nicht nur der Verlust seiner Arbeit im lokalen Autorwerk, sondern auch noch eine Anklage wegen Schwarzarbeit. Um die Familie vor dem finanziellen Ruin zu bewahren, nimmt Mutter Sybille, die in einer kleinen Bäckerei arbeitet, einen zusätzlichen Job an. Und auch bei den Neureichen sieht's bald nicht mehr so rosig aus: Birger, der gerade erst die Wirtschaftskanzlei seines früheren Chefs übernommen hat, erkennt, in was für kriminellen Machenschaften er damit hineingezogen wurde. Frau Katharina und die Kinderkämpfen mit der Eingewöhnung in die neue Stadt.

Während die Familien mit ihren Problemen kämpfen, entdecken sie Gemeinsamkeiten. Sogar eine Freundschaft bahnt sich an. Die wird jedoch durch ein Geschäftsangebot gleich auf eine harte Probe gestellt.


Sybille (Anna Stieblich) und Mike Neurath (Felix Vörtler) wollen sich nicht unterkriegen lassen. / Foto: © WDR/Frank Dicks

News "Phoenixsee" Staffel 2

Am 26. Oktober 2016 feierte "Phoenixee" Premiere im Hansa-Theater in Dortmund-Hörde. Bei der anschließenden Talkrunde mit den Schauspielern, Machern und WDR-Moderatorin Sabina Ziemke konnte schon mal ein Geheimnis gelüftet werden: Autor Michael Gantenberg schreibt bereits jetzt die Drehbücher für eine zweite Staffel der Ruhrpott-Serie. Genügend Stoff bieten die Geschichten um die Familien Hansmann und Neurath allemal. Ob und wann die nächste Staffel umgesetzt wird, hängt wohl aber auch von den Einschaltquoten der ersten ab.

TV & Streaming: Wann und wo kann man die Serie sehen?

Da der WDR auf Doppelfolgen setzt, wird die sechsteilige Serie bereits in drei Wochen erzählt sein. Am 28. November 2016 startet "Phoenixee" ab 20.15 Uhr mit Episode 1 und 2 – die restlichen Folgen des Mehrteilers sind dann am 5. Und 12. Dezember zu sehen. Ob sie im Anschluss daran in der Mediathek abrufbar sein wird, ist noch nicht bekannt (aber doch wahrscheibnlich). Wir informieren hier, sobald es dazu Neues gibt.


Gibt es bald ein Wiedersehen mit Cast und Crew vom "Phoenixsee"? / Foto: © WDR/Frank Dicks

Die Macher

Autor Michael Gantenberg, selbst ein Kind des Ruhrgebiets, ist vor allem für seine Ideen und Drehbücher zu den Sitcoms "Ritas Welt", "Nikola" und "Alles Atze" bekannt. Auch zu Atze Schröders Kinofilm "U-900" schrieb Gantenberg an der Seite von Oliver Ziegenbalg das Drehbuch. Bei der Premiere von "Phoenixsee" verriet er, dass er in der Serie "die eigene Geschichte verarbeitet."

Regie führt Bettina Woernle, die vor allem für ihre Kinofilme "Der Einbruch" (auf dem Festival in Cannes gezeigt) und "Sydney an der Wupper – Dreamtime" (mit dem Bundesfilmpreis Filmband in Gold ausgezeichnet) bekannt ist. Doch auch in Sachen Fernsehen ist das Mitglied der Deutschen Filmakademie keine Unbekannte: Neben zahlreichen Fernsehfilmen arbeitete sie auch wiederholte Male an Serien wie "Kommissarin Goedeke", "Schwurgericht", "Freundschaft mit Herz" und "Die Stein" mit.

Gedreht wurde die sechsteilige Produktion der EIKON Media GmbH in Dortmund, Leverkusen, Köln und Umgebung. Als Produzenten fungieren Mario Krebs und Lucia Staubach, für die Redaktion des WDR zeichnen Christina Voss-Michalke und Gebhard Henke verantwortlich.


Sybille Neurath (Rolle Anna Stieblich), Regisseurin Bettina Woernle und Katharina Hansmann (Rolle Nike Fuhrmann). / Foto: © WDR/Frank Dicks

Hintergrund: Der Phoenixsee in Dortmund-Hörde

Das Gebiet des Phoenixsees war ursprünglich das Stahlwerksareal Phoenix-Ost im Dortmunder Arbeiterviertel Hörde. Als Leuchtturmprojekt der Stadt begann 2006 die Umwandlung des grauen Vororts in ein Wohn- und Naherholungsgebiet mit Gastronomie und Gewerbebebauung.

Schnell wurde die Kritik der Gentrifizierung laut: Durch die entstandenen Villen-Bereiche und den Ausbau der Infrastruktur am Ufer des Sees schnellten die Mieten in die Höhe. Ein großer Teil der Hörder Bevölkerung, die von Arbeitslosigkeit und Abhängigkeit von Sozialhilfe geprägt ist, musste wegziehen. Grund dafür sei laut Branchenkennern das Fehlen eines geeigneten Sozialplans, wie ihn das Baugesetzbuch in diesen Fällen eigentlich vorsieht, um negative Auswirkungen vorherzusehen und abzumildern.


Dortmund-Hörde hinter dem Phoenix-See. / Foto: © Frank Vincentz / Wikimedia Commons

Autor: Claudia Donald