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Serienstart Occupied - Die Besatzung

"Occupied": Hans Martin Djupvik (Eldar Skar) soll zwischen der russischen
und norwegischen Regierung vermitteln. Foto: ARTE France / © Aksel Jermstad

Zukunfts-Serie von Jo Nesbø

"Occupied": Norwegen legt sich mit Russland an

Jo Nesbø ist ein Meister der Spannung. Seine Krimis wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Auch die hochkarätige Serie "Occupied - Die Besatzung" ist eine Idee des norwegischen Bestseller-Autors: Zu sehen ist sie ab 19.11. in Doppelfolgen auf Arte (jeweils um 20.15 Uhr).

Fernsehen ist ein Ort für gedankliche Experimente. Zum Beispiel dieses: Stellen wir uns Norwegen in naher Zukunft vor. Der neue Ministerpräsident Jesper Berg (Henrik Mestad, "Lilyhammer") hat gerade sein Amt angetreten und setzt dazu an, zum Öko-Helden zu werden: Er will eine grüne Energiewende einleiten und die nationale Öl- und Gasproduktion stoppen. Die EU ist entsetzt – und greift zu rabiaten Mitteln. Berg wird gekidnappt, und die EU kann in einer Allianz mit Russland vorerst ein Ultimatum erpressen: Wenn Norwegen die Energielieferung nicht wieder aufnimmt, droht eine russische Invasion.



"Occupied - Die Besatzung": Von der Schwierigkeit, aufzubegehren

Der spannende Polit-Thriller nach der Idee von Jo Nesbø zeigt eindrucksvoll, welche Folgen es hat, wenn ein demokratischer Staat schrittweise seine politische und gesellschaftliche Souveränität verliert. "Es geht darum aufzuzeigen, wie Menschen in einer modernen Gesellschaft reagieren, wenn ihnen nach und nach ihre demokratischen Rechte entzogen werden, und wie schwierig es ist, dagegen aufzubegehren, weil jeder zu viel zu verlieren hat: seine Familie, seinen Besitz, seine gesellschaftliche Stellung", sagte Regisseur und Drehbuchautor Erik Skjoldbjærg in einem Interview beim Pariser Festival Séries Mania. "Die Geschichte lehrt uns, dass Menschen sich in vergleichbaren Situationen immer pragmatisch verhalten haben, dass sie sich angepasst oder mit dem Besatzer verhandelt haben, und dass nur eine Minderheit es gewagt hat, dagegen aufzubegehren."

Interaktives "Occupied"-Rollenspiel auf Arte Creative

Wer intensiv in das Gedankenspiel "Occupied" eintauchen will, hat dazu auf Arte Creative die Gelegenheit: Begleitet wird die Serie durch ein interaktives Rollenspiel, bei dem der User in die Haut einer der fünf Hauptpersonen schlüpft und ihnen dabei hilft, die schwierigsten Entscheidungen ihres Lebens zu treffen. Die Serie hat nach ihrer Erstausstrahlung übrigens auch im wahren Leben Kreise gezogen: Die russische Botschaft in Oslo veröffentlichte eine Stellungnahme und beschwerte sich über die Rolle Russlands als Agressor, die trotz des fiktionalen Plots deutlich erkennbar sei.

Autor: AnHei