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Wo bist du? mit Kai Pflaume

Kai Pflaume auf Spurensuche, hier am Flughafen in Windhoek. - Foto: © ARD

"Wo bist du?"

Neue Liveshow um vermisste Menschen mit Kai Pflaume

Mit "Wo bist Du?" startet Kai Pflaume die größte Livesuche nach Vermissten, die es hierzulande je gab.

Es geschieht täglich. Fast unbemerkt. In Deutschland werden pro Tag bis zu 250 Menschen vermisst gemeldet. Für ihre Liebsten, die allein zurückbleiben, beginnt damit eine Zeit der Qual. Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt, die meisten wissen nicht einmal warum.

Kai Pflaume hat sich vorgenommen, etwas für sie zu tun: "Das Abbrechen der Beziehung ist nie eine bewusste, rein egoistische Entscheidung. Bei all den Fällen, die ich kenne, war es nie so, dass jemand freiwillig Kind oder Familie verließ. Es sind immer besondere Lebensumstände, die dazu führen."

Mit den Liebsten wieder vereint

Drei Tage vor Heiligabend wird der 49-Jährige in der großen Liveshow "Wo bist Du?" (Mo., 21.12., 20.15 Uhr, Das Erste) versuchen, Personen, die aktuell bei der Polizei als vermisst gemeldet wurden, ausfindig zu machen und mit ihren Lieben zu vereinen. In eingespielten Filmen geht es zudem um ältere Fälle, bei denen Menschen seit langer Zeit auf der Suche nach Angehörigen sind.

Kann man jeden finden, den man finden möchte? Heute bieten Onlinedienste wie die Suchmaschine Google und die sozialen Netzwerke große Chancen - doch wer nicht entdeckt werden will, meidet das Internet. Problematisch wird es auch bei Fällen, in denen die ehemalige DDR eine Rolle spielt. "Da werden die Wege plötzlich verschlungen, wodurch vieles versandet", sagt Pflaume.

So war es auch im Fall der adoptierten Deborah, die ihre wahre Mutter sucht. "Zwei Tage hatten wir das Gefühl: Gleich haben wir es! Dann kam wieder ein Dämpfer, weil sich die Spur als falsch erwies." Im Fall von Zwangsadoptionen zu DDR-Zeiten sei es noch schwieriger, da Informationen bewusst verschleiert und Unterlagen vernichtet wurden. "Da muss man über andere Wege versuchen, die beiden Pole zusammenzubringen", erklärt Pflaume.

Detektivische Kleinarbeit

Ihm ist es wichtig zu zeigen, wie viel detektivische Kleinarbeit nötig ist. Auf Verdacht loslegen? "Das ist Quatsch! Die Suche findet im Büro, in Archiven, am Telefon statt. Erst wenn wir die Person gefunden haben, mache ich mich auf den Weg."

Ein gutes Beispiel ist der Fall von Tatjana, die ihren Vater sucht. Die junge Frau wusste nur, dass er Türke ist und früher in Westdeutschland lebte. "Zunächst haben wir die Schreibweise seines Namens geklärt. Die Tochter hatte vergeblich versucht, ihn zu googeln. Türkische Namen sind sehr variantenreich, das ist am Ende entscheidend", erklärt Pflaume. Sein Team fahndete nach dem früheren Arbeitgeber des Türken und fand in dessen Unterlagen den genauen Namen. "Von dort haben wir die Spur bis nach Istanbul aufgenommen", sagt der Moderator stolz.

Investigatives Showformat

Das investigative Showformat liegt ihm: Für Kai Pflaume ist es die perfekte Weiterentwicklung seines früheren TV-Erfolgs "Nur die Liebe zählt", bei dem er zahlreiche Menschen zusammenbrachte. Für "Wo bist Du?" ist er nun um den halben Erdball gereist, von Namibia in die USA, von Rumänien nach England und Italien.

Das war strapaziös, aber sehr befriedigend: "Wenn ich bei den Menschen vor der Tür stehe, sage ich in der Regel erst mal nichts. Sie wissen sofort, um welche Geschichte es geht. Das Tolle ist: Ich bin in dem Moment der Überbringer der guten Nachricht. Ich bin der Weihnachtsmann ohne roten Mantel und weißen Bart."

Autor: Sabine Ulrich