HÖRZU Android Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU iOS Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU Logo
Unterhaltung Filter
Kategorie einstellen
Horst Königstein bekam 2005 den "Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis".

Der Regisseur Horst Königstein (links), die Journalistin Britta Hilpert und der Moderator Frank Plasberg wurden 2005 mit dem "Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis" für Fernsehjournalismus ausgezeichnet. - Foto © picture-alliance/ dpa/dpaweb

Programmänderung

NDR trauert um Horst Königstein

Horst Königstein ist tot. Der Filmemacher und langjährige NDR Redakteur starb am Sonntag, den 12. Mai, in Hamburg im Alter von 67 Jahren. Zu seinen Ehren ändert das NDR Fernsehen am Mittwoch, den 15. Mai, sein Programm.

Programmänderung zum Tode von Horst Königstein am Mittwoch, 15. Mai, ab 23.50 Uhr

Königstein-Nacht:
1. "Ich, Ringo und das Tor zur Welt"; eine Dokumentation über die Arbeit Horst Königsteins
2. "Die Leute vom Mümmelmannsberg"; eine Dokumentation von Horst Königstein und Hansjürgen Rosenbauer
3. "Hamburger Gift"; ein Dokumentarspiel von Horst Königstein


NDR Intendant Lutz Marmor: "Horst Königstein war ein herausragender Fernsehmacher. Er gehört zu den Erfindern des Dokudramas und produzierte zahlreiche große Dokumentationen und Spielfilme - zum Teil in kongenialer Zusammenarbeit mit seinem Weggefährten Heinrich Breloer. Horst Königstein war bis zuletzt ein kreativer Querdenker, der sich leidenschaftlich für anspruchsvolles Fernsehen eingesetzt hat. Der NDR hat Horst Königstein viel zu verdanken. Sein Tod ist ein großer Verlust."

Horst Königstein wurde am 26. Juli 1945 in Bremen geboren. Er studierte in seiner Heimatstadt und in Hamburg Pädagogik und Soziologie. 1963 begann er seine berufliche Laufbahn bei Radio Bremen. 1969 erhielt er den Kurt-Magnus-Preis der ARD, ein Jahr später wurde er Redakteur beim Norddeutschen Rundfunk in Hamburg. Dort war er bis 2010 tätig, zuletzt als Redakteur für Sonderprojekte im Programmbereich Fiktion & Unterhaltung.

1972 sorgte Horst Königstein mit "Sympathy for the Devil" für Aufsehen, einer 13-teiligen Dokumentationsreihe des NDR zur Jugendkultur. Seit den 80er-Jahren arbeitete er verstärkt auch als Autor und Regisseur. Mit "Du bist meine Mutter" (1984) und der Künstlerbiografie "Besuch bei Joan" (1984) gewann er internationale Preise, 1993 erhielt er die "Besondere Ehrung" des Grimme-Preises - für sein jahrzehntelanges Bemühen um Qualitätsfernsehen. Zu seinen weiteren Auszeichnungen gehören der DAG-Preis, der Goldene Löwe von RTL, ein Emmy und der Deutsche Fernsehpreis. 1991 übernahm Königstein eine Professur für den Bereich Fernsehen an der Kunsthochschule für Medien in Köln.

Mit Heinrich Breloer realisierte er 1981 "Das Beil von Wandsbeck"; 1989 "Die Staatskanzlei"; 1997 das viel beachtete "Todesspiel", für das es mehrere Preise gab; 2001 "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" sowie 2005 "Speer und Er".

Zu Königsteins weiteren herausragenden Werken zählten "Ringo und die Stadt am Ende des Regenbogens" (1977), "Der Tag, an dem Elvis nach Bremerhaven kam" (1979), "Hard Days, Hard Nights" (1989), "Die Staatskanzlei" (1989), "Wehner. Die unerzählte Geschichte" (1993), "Der Mann im schwarzen Mantel" (1994) oder "Die Treuhänderin" (2009). Unvergessen sind auch die "Heimatabende", Königsteins kabarettistische Jahresbilanzen in zwanzigfacher Ausgabe von 1990 bis 2009 im NDR Fernsehen.

Autor: Presseinformation