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Michelle Hunziker - Foto © picture alliance / dpa

Michelle Hunziker präsentiert am 26.3. ,(20.15 Uhr im ZDF) ihre eigene Show. - Foto © picture alliance / dpa

Die große Überraschungsshow

Michelle Hunziker im Interview

Blond, charmant und stets gut gelaunt: Wer in Michelle Hunziker die Co-Moderatorin von Thomas Gottschalk (Wetten, dass...?) und Hape Kerkeling (Die Goldene Kamera) sieht, kennt nur die Hälfte des Bildes. In ihrer Wahlheimat Italien moderiert die zweifache Mutter eigene TV-Formate. Ihr Herzensanliegen ist der Kampf für Frauen auf der Schattenseite des Lebens. Im ZDF präsentiert sie nun ihre erste eigene Sendung, "Die große Überraschungsshow".

HÖRZU: Womit werden Sie im TV Ihre Gäste überraschen?
Michelle Hunziker: Nur so viel: Wir haben bereits einige Außendrehs vorproduziert, und ich werde bei der Aufzeichnung auch ins Publikum gehen. Ich muss nur aufpassen, dass ich nicht die Fassung verliere und weine. In mir kreisen noch so viele Schwangerschaftshormone – da gehen mir rührende Momente besonders zu Herzen.

HÖRZU: Wer das italienische Fernsehen einschaltet, sieht viele junge Frauen, die männlichen Showmastern assistieren. Hat Italien die Emanzipation verschlafen?
Michelle Hunziker: Anfang der 90er-Jahre war das noch so, aber das hat sich geändert. Ich habe sehr gekämpft, um deutlich zu machen, dass eine Frau sexy sein darf und trotzdem intelligent ist. Da bin ich ein bisschen Feministin. Heute gelte ich im italienischen Fernsehen als Familienfigur und mache viele Sendungen für Kinder.

HÖRZU: Stichwort Familie: Kürzlich haben Sie eine Kampagne initiiert, die auf häusliche Gewalt aufmerksam macht. Sie selbst zeigen sich als Opfer geschminkt, mit Spuren von Schlägen. Die Familie als Tatort?
Michelle Hunziker: Die Frauen bei uns sind aufgewacht, wollen ihre Rechte haben. Für die Italiener ist dieser Aufbruch ein kulturelles Problem. Im letzten Jahr wurden in Italien 130 Frauen getötet. Deshalb habe ich vor sieben Jahren zusammen mit einer Anwältin meine Stiftung "Doppelte Verteidigung" gegründet.

HÖRZU: Mit welchen Zielen?
Michelle Hunziker: Wir bieten misshandelten Frauen Hilfe an: psychologisch, medizinisch und juristisch.

HÖRZU: Sie warnen auch vor "amore nero", schwarzer Liebe. Was bedeutet das?
Michelle Hunziker: Ich will damit sagen, dass Liebe und Gewalt nie zusammengehören dürfen. Nie!

HÖRZU: Sie selbst wirken stets sonnig und gut gelaunt. Naturell oder Maske?
Michelle Hunziker: Ich bin generell ein positiver Mensch und mag es, die Leute zu unterhalten. Wenn die Menschen nach Hause kommen, sollen sie sich entspannen dürfen. Aber ich kann auch streng sein. Meine 17-jährige Tochter Aurora weiß: Wenn es sein muss, bin ich die Mama und keine gute Freundin.

HÖRZU: Die zweite sehr erfolgreiche Frau im deutschen Fernsehen ist Heidi Klum mit ihrer Sendung „Germany’s Next Topmodel“. Dürfte Aurora sich dort bewerben?
Michelle Hunziker: Meine Tochter hat mit Fernsehen nichts am Hut. Sie fotografiert und macht tolle Videos.

Autor: Angela Meyer-Barg