HÖRZU Android Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU iOS Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU Logo
Unterhaltung Filter
Kategorie einstellen
Michael Douglas

Seit fast fünf Jahrzehnten im Geschäft: Michael Douglas, Schauspieler, Regisseur und Produzent. - Foto: © Rommel Demano/Getty Images for the 2014 Tribeca Film Festival

Ein Porträt

Michael Douglas wird 70

Er gehört zu den größten Stars aller Zeiten. In wenigen Wochen wird Michael Douglas 70. Ein Porträt.

Kaum zu glauben: Als junger Mann hat er die Schauspielerei gehasst. Dennoch hat Michael Douglas eine erstaunliche Karriere im Filmgeschäft hingelegt, wie drei Golden Globes, zwei Oscars, ein Emmy und eine GOLDENE KAMERA von HÖRZU beweisen. Der US-Amerikaner gilt als einer der erfolgreichsten Hollywoodstars aller Zeiten, was ihn selbst ein wenig überrascht: "Ich kann gar nicht glauben, wie weit ich gekommen bin", sagt er. Am 25. September feiert er seinen 70. Geburtstag. Ein Grund, auf sein bewegtes Leben zurückzublicken.


Die Karriere eines Hollywood-Giganten

Douglas interessierte sich früh für alle Aspekte des Films und führte in einigen Folgen von "Die Straßen von San Francisco" Regie. 1975 startete er seine zweite Karriere als Produzent und gewann 1976 für "Einer flog übers Kuckucksnest" den ersten Oscar.

1972: Die Straßen von San Francisco
Mit der TV-Serie gelang Douglas mit Ende 20 der Durchbruch

1987: Wall Street
Für die Verkörperung des Börsenhais Gordon Gekko erhielt er seinen zweiten Oscar

1992: Basic Instinct
Der Thriller mit Douglas und Sharon Stone löste vor Kinos Demos gegen Sexismus aus

1993: Falling Down
Douglas als Amokläufer. Er hält seine Darstellung für die beste seiner Karriere

2013: Liberace
Für die Rolle des schwulen Entertainers wurde Douglas mehrfach ausgezeichnet


Würde er diesen Artikel lesen, wäre Michael Douglas sicher sehr glücklich, dass sein Vater erst im zweiten Absatz erwähnt wird. Viele Jahre hat er gebraucht, um sich einen eigenen Namen zu machen, um mehr zu sein als nur der Sohn der Hollywoodlegende Kirk Douglas. "Als ich 1987 innerhalb weniger Monate in den Filmen 'Eine verhängnisvolle Affäre' und 'Wall Street' zu sehen war, hatte ich es als Schauspieler geschafft. Ich war aus dem Schatten meines Vaters herausgetreten. Endlich."

Triumphe, Skandale, Krisen

In seiner Kindheit sah Michael Douglas seinen Vater fast nur am Filmset. Es sei verdammt schwierig gewesen, als Sohn von Kirk Douglas aufzuwachsen, auch wenn der Name ihm später Türen geöffnet habe, sagte er einmal. Die Eltern trennten sich, als Michael sechs war. Sein Stiefvater, der zweite Mann seiner Mutter Diana Dill, wurde zu einer wichtigen Figur in seinem Leben: "Er war ein guter Zuhörer und mein Ersatzvater, bis ich erwachsen war. Und ich hatte die Gelegenheit, eine wunderbare Ehe zu erleben. Das machte mir Mut: Ehen können funktionieren!" Seine erste Ehe mit Diandra Luker scheiterte jedoch, das Paar ließ sich 2000 nach 23 Jahren scheiden. Die zweite Verbindung mit Catherine Zeta-Jones scheint zu halten, die Eltern zweier Kinder sollen nach einer Trennung erst kürzlich wieder zueinandergefunden haben.

Beständiger als Beziehungen zu Frauen scheinen seine Freundschaften zu Männern zu sein. Die zu seinem Kollege Danny DeVito etwa besteht schon, seit sich die beiden während ihres Schauspielstudiums ein Zimmer teilten, und überstand alle Skandale, die Douglas immer wieder in die Schlagzeilen brachten. Über was wurde nicht alles geschrieben: Drogenpartys, Sexsucht, Alkoholexzesse, Aufenthalt in einer Suchtklinik. Und dann gibt es da noch die Geschichten über seinen Sohn Cameron aus erster Ehe, der wegen Drogenhandels im Gefängnis sitzt. 2010 entdeckten Ärzte bei Douglas Kehlkopfkrebs: "Ich fing nicht an, über den Sinn von Leben und Tod zu philosophieren. Ich sagte mir: Let's do it!"

Triumphe, Abstürze, Dramen. Bei Douglas gab es von allem mehr, als in ein normales Leben hineinpasst. Trotzdem ist er sich treu geblieben: ein ehrgeiziger, selbstironischer Mann, der an sich glaubt. Längst vorbei sind die Zeiten, in denen er die Schauspielerei wegen seines Lampenfiebers hasste und weil er glaubte, nicht gut zu sein. "Seit meiner Krebserkrankung bin ich noch besser geworden. Ich spiele freier", sagt er. "Ich habe vor nichts mehr Angst."

Autor: Mirja Halbig