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Sandra Maischberger diskutiert mit ihren Gästen über die Rente.

Sandra Maischberger diskutiert mit ihren Gästen über das Thema "Schluss mit dem Kuschelkurs: Rentengarantie weg, arbeiten bis 70?". / Foto: © ARD/WDR/Markus Tedeskino

Wie gerecht ist die Rente?

"Menschen bei Maischberger"

"Schluss mit dem Kuschelkurs: Rentengarantie weg, arbeiten bis 70?" Um diese Frage geht es an Dienstag, den 24. August 2010, in der Sendung "Menschen bei Maischberger" (22.45 Uhr, Das Erste). Unter anderem diskutieren eine Renterin mit 400-Euro-Job, Wirtschaftsforscher Michael Hüther und CDU-Bundestagsabgeordneter Jens Spahn.

Die Gäste im Überblick:

Rudolf Dreßler (SPD-Sozialexperte)
Er plädiert dafür, die Rente mit 67 sofort auszusetzen: "Ich empfinde das als zynisch, da wir den Älteren keine Jobs bieten. Deshalb ist die Rente mit 67 einfach nur eine Rentenkürzung." Wenn die SPD sich nicht dagegen wende, verliere sie ihre Identität, warnt Dreßler, der im Herbst 70 Jahre alt wird.

Jens Spahn (CDU-Abgeordneter)
Der CDU-Parlamentarier machte sich unbeliebt, als er nach einer Rentenerhöhung kritisierte, das Wahlgeschenk für Rentner koste die Jungen viel Geld. Auch die Rentengarantie hält er für ungerecht: "Wenn es nach oben geht, dann für alle. Wenn es nach unten geht, auch für alle." Der 30-Jährige ist einer der jüngsten Bundestagsabgeordneten.

Editha Volmer (Rentnerin)
"Wir haben alle daran geglaubt, dass wir von unserer Rente später gut leben können. Das wurde uns all die Jahre eingetrichtert", sagt die ehemalige Krankenschwester. Bis der magere Rentenbescheid kam. Seit drei Jahren lebt Editha Volmer, die über 40 Jahre teilzeitgearbeitet hat, von 494 Euro Rente im Monat. "Und nun muss ich den Staat um Unterstützung für meine Miete anbetteln!", empört sich die 62-Jährige, die ohne einen 400-Euro-Job nicht über die Runden käme.

Michael Hüther (Wirtschaftsforscher)
"Die Rente mit 70 wird kommen müssen", prophezeit der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft im Streit um die Rente mit 67. Es wäre einfach gerecht, wenn Arbeitnehmer für ihren immer längeren Ruhestand auch entsprechend länger arbeiten würden, sagt Michael Hüther.

Harald Fülle (Dachdecker)
Seit 1971 steht er auf dem Bau. Nach 39 Jahren als Dachdecker hat Harald Fülle mehrere Operationen an Hand- und Kniegelenken hinter sich. Der 54-Jährige hofft, bis 60 arbeiten zu können. "Doch die Rente wird selbst dann nicht zum Leben reichen", fürchtet der Vater von zwei erwachsenen Kindern.

Joachim Steinhöfel (Rechtsanwalt und Rentenkritiker)
"Das Rentensystem wird kollabieren. Offen ist allein, wann das geschieht", sagt der streitbare Jurist und Publizist. Junge Menschen könnten sich nicht mehr auf die staatliche Rente verlassen, sondern müssten privat vorsorgen.

Autor: Das Erste