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Maximilian Schell ist im Alter von 83 Jahren verstorben.

Der große Schauspieler und Oscar-Preisträger Maximilian Schell ist im Alter von 83 Jahren gestorben.

Änderungen im TV-Programm

Maximilian Schell ist tot

Noch vor wenigen Tagen war Maximilian Schell nach einer Lungenentzündung aus dem Krankenhaus in Sankt Johann entlassen worden, wo er sich für ZDF-Dreharbeiten aufhielt. Nach Angaben seiner Agentin Patricia Baumbauer sei der Schauspieler "nach langwierigen Problemen mit seinem Rücken an den Folgen einer für ihn wichtigen Operation unglücklicherweise verstorben". Seine Frau Iva sei bis zuletzt bei ihm gewesen. Aus diesem Anlass ändern verschiedene Sender ihr TV-Programm (siehe unten).


Änderung im TV-Programm

04.02, 22:25 Uhr, 3sat
In memoriam Maximilian Schell
Die Rückkehr des Tanzlehrers (1/2)

05.02, 22:25 Uhr, 3sat
In memoriam Maximilian Schell
Die Rückkehr des Tanzlehrers (2/2)

06.02, 00:15 Uhr, SWR
Zum Tode von Maximilian Schell
Maximilian Schell - Ein sehnsüchtiger Rebell


Maximilian Schell zählte zu den größten deutschsprachigen Schauspielern, die sowohl in Europa als auch in den USA erfolgreich waren. 1962 erhielt er für seine Rolle in "Das Urteil von Nürnberg" einen Oscar, fünf weitere Male war er für den begehrten Filmpreis nominiert. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wurde er vor allem durch zahlreiche Fernsehproduktionen, darunter der ZDF-Mehrteiler "Der Fürst und das Mädchen" und die Historien-Dokumentationsreihe "Terra X Imperium" einem breiten Publikum bekannt.

Doch Maximilian Schell war mehr als nur ein Schauspieler. Er war auch Opern- und Filmregisseur, Musiker, Dokumentarfilmer, Maler und Bühnenautor. 1974 bekam er einen Golden Globe für seine Regiearbeit beim Film "Der Fußgänger". 1983 produzierte er die erfolgreiche Filmdokumentation "Marlene" über die extrem zurückgezogen lebende Filmdiva Marlene Dietrich. Im Jahr 2002 folgte "Meine Schwester Maria", eine Kino-Dokumentation über seine an Demenz leidende Schwester.

Doch auch das Privatleben des Künstlers sorgte oft für Schlagzeilen, denn der in Wien geborene Schell liebte das Leben und die Liebe. Mit der Gattin des letzten Schahs von Persien, Soraya, war Maximilian Schell einst liiert. 1985 heiratete er die russische Schauspielerin Natalja Andreitschenko, mit der er eine gemeinsame Tochter hat. Erst 2013 heiratete er im hohen Alter die 35-jährige Sopranistin Iva Mihanovic.

Die Galaveranstaltung der 49. GOLDENEN KAMERA von HÖRZU in Berlin wurde vom Tode von Maximilian Schell überschattet. Vor zwölf Jahren hielt Schell bei der Preisverleihung die Laudatio auf den Regisseur Heinrich Breloer, der damals die GOLDENE KAMERA von HÖRZU für "Die Manns" bekam.

Autor: Christina Noll