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Lilyhammer Staffel eins auf Arte

Die örtliche Polizeichefin Laila Hovland (Anne Kigsvoll) ist Franks (Steven Van Zandt)
neue Nachbarin. Foto: MDR / © Rubicon TV

Serienstart auf Arte

"Lilyhammer"

Ein US-Import treibt im beschaulichen Norwegen die Kriminalitätsrate in die Höhe: Exmafioso Frank Tagliano lässt sich im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms ausgerechnet in der Kleinstadt Lillehammer ansiedeln. Der Grund dafür: Er war ein leidenschaftlicher Fan der Olympischen Winterspiele 1994.


TV-Tipp

Do., 30.10., 21 Uhr, Arte, "Lilyhammer" (s. auch TV-Tipps rechts)


Frank schafft es mit nicht ganz legalen Mitteln, eine Bar zu eröffnen – ein erster Schritt in seinem Plan, die Stadt in ein Spielerparadies à la Las Vegas zu verwandeln, eine perfekte Fassade für illegale Geschäfte im Schnee. Der Polizei ist er immer einen Schritt voraus. Und er bandelt ausgerechnet mit dem schüchternsten Wesen der Stadt an, der alleinerziehenden Lehrerin Sigrid.

"Lilyhammer": Ein Wolf im Norwegerpulli

Wenn Frank einen Wolf jagt, weil dieser das Lamm von Sigrids Sohn Jonas gerissen hat, ist das zugleich witzig und anrührend. Spätestens wenn er einen Widersacher fesselt und auf Skiern die Sprungschanze hinunterschubst, wirkt "Lilyhammer" wie ein charmant-böser Mix aus "Die Sopranos", "Fargo" und einem norwegischen "Mord mit Aussicht".

Rockfans kennen Hauptdarsteller Steven Van Zandt als Gitarristen von Bruce Springsteens E Street Band. Sein Schauspieldebüt feierte er im von der Kritik gerühmten Serienhit "Die Sopranos" als Mafioso Silvio Dante. "Danach wollte ich so schnell keinen Gangster mehr spielen", sagt der 63-Jährige zu HÖRZU. "Aber 'Lilyhammer' ließ mich zweifeln, ob ich der Welt wirklich beweisen muss, wie vielseitig ich bin. Mir ist anderes wichtiger: Ich kann mit dieser Figur mehr anstellen als mit Silvio – so toll 'Die Sopranos' auch war. 'Lilyhammer' ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Aber vor allem ist die Serie unvorhersehbar, und das hat mittlerweile Seltenheitswert im TV."

"Norweger wissen, wie man sich warm hält"

Bisher sind drei Staffeln in Norwegen gedreht worden, produziert vom US-Online-Dienst Netflix und Norwegens staatlicher Rundfunkgesellschaft NRK. Der Serienstar kam anfangs nur schlecht mit den nordischen Temperaturen zurecht: "Wir filmen viel draußen, weil wir Norwegen wie einen den anderen Figuren ebenbürtigen Charakter etablieren wollten. Ich bin New Yorker und überhaupt kein Typ für Landleben, Winter und Outdooraktivitäten. Aber die Norweger wissen, wie man sich warm hält."

Obwohl die Serie durchaus einige Provinzklischees bedient, warb sogar der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg auf Facebook für das TV-Format. Zum Auftakt schaute dann tatsächlich fast eine Million Norweger zu – das will in einem Land mit fünf Millionen Einwohnern schon etwas heißen.


Wer steht hinter der neuen Erfolgsserie?

"Lilyhammer" ist ein Werk des US-Online-Streaming- Dienstes Netflix, der auch aufwendige Serien produziert, etwa "House Of Cards" mit Kevin Spacey als dubiosem Machtpolitiker, mehrfach preisgekrönt, 2015 bereits in Staffel 3. Auch die Knastserie "Orange Is The New Black" war ein Erfolg. Seit einigen Wochen ist Netflix in Deutschland vertreten: www.netflix.de

Autor: Dirk Oetjen