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Kai Pflaume, Show-Moderator, moderiert eine neue Show im Ersten.

Kai Pflaume moderiert die neue Samstagabendshow "Klein gegen Groß. Das unglaubliche Duell" im Ersten. - Foto © NDR/FRANK P. WARTENBERG PHOTOGRAPHY

"Klein gegen Groß. Das unglaubliche Duell"

Kai Pflaume über seine neue Samstagabend-Show

Kai Pflaume (43) ist auf dem Karrieresprung. Wer den Moderator derzeit trifft, spürt, wie sehr er seinen Neustart genießt. Zum Jahresanfang wechselte der Münchner TV-Star nach vielen Jahren beim Privatsender Sat.1 zum Ersten. Dort übernahm er erfolgreich die Moderation des "Star Quiz". Jetzt brennt er für neue Aufgaben, wie er HÖRZU exklusiv verriet.

"Klein gegen Groß. Das unglaubliche Duell"

HÖRZU: Herr Pflaume, wir haben gehört, dass das Erste nach Jahren wieder eine neue Samstagabendshow plant.

Kai Pflaume: Davon habe ich auch gehört.

HÖRZU: Und Sie übernehmen die Moderation?

Kai Pflaume: Das kann ich bestätigen. Für mich ist es sehr spannend, weil es meine erste Samstagabendshow sein wird. Bei meinem vorherigen Sender Sat.1, wo ich 15 Jahre gearbeitet habe, durfte ich zwar viele große Shows moderieren, aber nie am Samstagabend.

HÖRZU: Wie wird die neue Show heißen?

Kai Pflaume: "Klein gegen Groß. Das unglaubliche Duell". Starttermin: Anfang Juni. Wobei der Titel Programm ist: Kinder mit besonderen Fähigkeiten treten gegen Meister ihres Fachs an. Mit Fähigkeiten meine ich jedoch nicht irgendwelche Talente wie Singen oder Tanzen, sondern ganz außergewöhnliche geistige oder körperliche Begabungen. Die stellen die Kleinen dann im Duell gegen einen prominenten Erwachsenen unter Beweis.

HÖRZU: Wie alt sind die Kinder?

Kai Pflaume: Sie sind zwischen sechs und 14 Jahre alt. Es gibt da etwa einen sechsjährigen Jungen, der alle Länder dieser Erde – wirklich alle! – an ihren Umrissen erkennen kann. Oder eine 14-Jährige, die Goethes "Faust" auswendig kennt, weil sie von klein auf über ein spezielles Merkvermögen verfügt. In der Show geht es dann darum, dass sie zufällig ausgewählte "Faust"-Passagen vervollständigt. Duellpartner könnte etwa ein Literaturprofessor sein, jedenfalls jemand, der eine Instanz auf diesem Gebiet ist.

HÖRZU: In erster Linie aber sorgen die Leistungen der Kinder für Spannung?

Kinder im Duell gegen Erwachsene - unglaublich!

Kai Pflaume: Klar, das wünschen wir uns. Wichtig ist mir, dass die Kinder nicht vorgeführt werden. Durch das Duell kann man Menschen verblüffen, vielleicht auch zur Nachahmung anregen, aber ohne die Grenzen des guten Geschmacks zu überschreiten oder im Niveau abzusinken.

HÖRZU: Wer hatte die Idee zu dieser Show?

Kai Pflaume: Produzent ist die Fernsehfirma i & u von Günther Jauch. Ich habe Spaß daran, kreativ mitzuarbeiten. Man kann sich nicht einen Maßanzug bestellen und nicht zur Anprobe gehen. Für mich war es immer schon extrem wichtig, dass der Anzug am Ende auch passt.

HÖRZU: Eine neue große Show am schwierigen Samstagabend-Sendeplatz – das ist trotzdem mutig. Schon Lampenfieber?

Kai Pflaume: Es ist der meistbeachtete Showplatz überhaupt, richtig. Eine Herausforderung. Aber ich glaube, dass es wichtig ist, in der Familienunterhaltung ein gewisses Gegengewicht zu den Programmen bei den Privaten zu setzen. Das klappt, wenn Sie optisch und inhaltlich auf Qualität setzen und die ganze Familie über Generationen unterhalten.

HÖRZU: Haben Sie da ein Vorbild?

Kai Pflaume: Sehr inspiriert hat mich mein erster Fernsehauftritt 1991 als Kandidat bei "Herzblatt" in der ARD, das damals Rudi Carrell moderierte. Die Atmosphäre im Studio, aber auch Rudi Carrell, der unglaublich diszipliniert und gut vorbereitet war – das hat mich beeindruckt. Zu denjenigen, die mich in meiner Karriere beeinflusst haben, gehören aber eher eine Linda de Mol durch ihren Umgang mit den Gästen, ein Günther Jauch in seiner Vielfältigkeit oder ein Thomas Gottschalk mit seiner Spontanität und seinem Gespür für Situationen. Es geht aber nicht darum zu kopieren, sondern sich zu orientieren und so seinen eigenen Weg zu finden.

HÖRZU: Was ist denn das Besondere an Ihrer Moderation – zumal am hart umkämpften Samstag?

Samstagabend-Show für Kleine und Große

Kai Pflaume: Bei "Klein gegen Groß. Das unglaubliche Duell" stehen natürlich die kleinen Herausforderer und ihre Duelle mit ihren großen Kontrahenten im Mittelpunkt. Da kann ich Ihnen viel Spaß und Spannung garantieren. Bestimmt wird auch das eine oder andere Unvorhergesehene passieren, sodass von meiner Seite jede Menge Spontanität gefragt ist. Wir haben richtig tolle Kinder mit starken Ideen in der Show, an denen Kleine und Große gleichermaßen Spaß haben werden. Ich mache mir gar keine Sorgen, damit am Samstagabend an den Start zu gehen.

HÖRZU: Für den Wechsel zum öffentlich-rechtlichen Fernsehen haben Sie nach 18 Jahren Ihre Show "Nur die Liebe zählt" aufgegeben. Schmerzt das?

Kai Pflaume: "Nur die Liebe zählt" war der Anfang allen Erfolgs, die Sendung hat mich groß gemacht. Natürlich war das eine emotionale Entscheidung! Und es hat bis zum Schluss noch immer Spaß gemacht. Doch "Nur die Liebe zählt" ist eben auch eine sehr zeitaufwendige Sendung, und ich möchte mich jetzt mit ganzer Konzentration meinen neuen Projekten widmen, es war also auch eine ganz bewusste Entscheidung. Das Erste und der NDR sind mein neues Zuhause.

HÖRZU: War man bei Sat.1 eigentlich sauer, weil Sie gegangen sind?

Kai Pflaume: Nein, Streit gab es in keinem Fall. Ich kenne die Mitarbeiter dort sehr lange und schätze sie sehr. Am Ende habe ich mich aber für die neue Herausforderung und eine tolle Perspektive in der ARD entschieden.

HÖRZU: Der Wechsel zur ARD ist also der Höhepunkt Ihrer Karriere?

Kai Pflaume: Wir wissen ja nicht, was noch kommt, oder? (Lacht.) Nein, im Ernst: Ich bin mit der Entwicklung seit dem Jahreswechsel sehr glücklich. Fünfmal im Jahr "Star Quiz", jetzt das nächste Großprojekt "Klein gegen Groß". Das ist genau die Art von Fernsehen, die ich mir vorstelle. Für Erfolg verbiegen würde ich mich nie.

HÖRZU: Vielen Dank, Kai Pflaume, für das Interview.

Autor: Sabine Goertz-Ulrich