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"Heute wähle ich viel stärker aus, was ich im TV moderiere"  - Foto © ARD / Thom

"Heute wähle ich viel stärker aus, was ich im TV moderiere" - Foto © ARD / Thomas Leidig

"Weniger ist manchmal mehr"

Jörg Pilawa im Interview

Jörg Pilawa (48) steigt erneut ins Moderatorenkarussell: Im März kehrt der Entertainer zu seinem "Haussender" ARD zurück – nach einem dreijährigen "Ausflug" zum ZDF. Die Gründe verrät er hier.

HÖRZU: Herr Pilawa, lange Zeit waren Sie nicht im TV zu sehen. Woran lag’s?
Jörg Pilawa: Weniger ist manchmal mehr. Doch wer nicht so oft zu sehen ist, taucht in den Medien schnell als "Verlierer des Jahres" auf. Irgendwo stand kürzlich: "Pilawa nicht mehr auf dem Schirm."

HÖRZU: Was ja so war, oder?
Jörg Pilawa: Ja, aber dahinter steckte durchaus Absicht: Es war eine bewusste Entscheidung von mir, nicht mehr omnipräsent zu sein. Früher habe ich 220 Sendungen pro Jahr moderiert, heute wähle ich viel stärker aus. Nach meinem Wechsel vom ZDF zur ARD wollte ich es langsamer angehen lassen – und nicht gleich im Januar mit zehn Shows anfangen.

HÖRZU: "Einer wird gewinnen" kehrt zurück. Warum nur einmal?
Jörg Pilawa: Wir zeigen die Show nur einmal, weil sie eine Hommage an "EWG" und Hans Joachim Kulenkampff sein wird. Als 1952 das Fernsehen startete, wurde das Radio quasi abgefilmt, "Einer wird gewinnen" begann zwölf Jahre später: 1964. Der Zweite Weltkrieg war noch keine 20 Jahre her, und Kulenkampff hatte erstmals acht Kandidaten aus acht europäischen Ländern zu Gast. Deutschland öffnete sich wieder nach Europa. Weil das 50 Jahre zurückliegt, gibt es nun im Ersten eine Hommage an die Mutter aller Quizshows.

HÖRZU: In Ihrer Show kämpfen Stars um den Sieg. Welche?
Jörg Pilawa: Francis Fulton-Smith für England, Rolando Villazón für Frankreich, weil er dort lebt, Hans Sigl für Österreich und Nazan Eckes für die Türkei. Die anderen werden beizeiten bekannt gegeben.


Jörg Pilawa

Jörg Pilawa kehrt vom ZDF ins Erste zurück - Foto © ARD / Thomas Leidig / Montage


HÖRZU: Welche weiteren Shows planen Sie?
Jörg Pilawa: Die Show "Your Face Sounds Familiar", in der Prominente fünf Wochen in die Rolle von Musikstars schlüpfen. Wenn ein Politiker, Schauspieler oder Sportler glaubt, er könne singen, darf er das hier beweisen.

HÖRZU: Wie sieht das genau aus?
Jörg Pilawa: Es kann geschehen, dass ich den Kandidaten wahlweise eine Woche lang die Rolle von Freddie Mercury oder Lady Gaga zuweise. Um diese Rolle perfekt zu erlernen, bekommen sie einen Vocal Coach, die gleiche Garderobe wie ihr Rollenvorbild und müssen Mercurys oder Lady Gagas Bewegungschoreografie einstudieren. Anschließend treten sie als der Star auf!

HÖRZU: Und dieser Auftritt wird bewertet?
Jörg Pilawa: Genau. Sofern sie eine positive Bewertung erhalten und weiterkommen, kann es sein, dass sie in der folgenden Woche etwa als Rihanna auftreten müssen – und anschließend möglicherweise als Caruso. Die Show läuft über fünf Wochen. Im Finale wird ein Sieger gekürt, den die Fernsehzuschauer, die Internet-Community, das Saalpublikum und eine Jury aus Musikexperten gemeinsam bestimmen.

HÖRZU: Könnten Sie sich vorstellen, in der ARD erneut eine Quizshow zu machen, um den schwachen Vorabend zu retten?
Jörg Pilawa: Theoretisch könnte ich kategorisch ausschließen, wieder am Vorabend zu quizzen, aber wenn mir ein Format angeboten würde, das ich klasse finde, wäre ich doch mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn ich bei meinem Nein bliebe. Deshalb möchte ich nur ausschließen, dass ich wieder 220 Quizshows pro Jahr moderiere.

Autor: INT.: M. Powelz