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Jean-Paul Belmondo

Foto © Getty Images/United Archives

Abschied von der framzöischen Film-Ikone

Jean-Paul Belmondo gestorben

Am 6. September 2021 ist Jean-Paul Belmondo, einer der ganz großen des französischen Kinos und international beliebter Star im Alter von 88 Jahren in Paris gestorben.

Der Gangsterfilm "Außer Atem" machte Belmondo, den die Franzosen und Französinnen später liebevoll Bébel nennen sollten, 1959 zur bekannten Größe. Viele weitere Rollen folgten - von den eher tiefgründigen Werken der Nouvelle Vague bis zu unterhaltsamen Actionstreifen.

Wie alles begann

In Neuilly-sur-Seine, einem Vorort von Paris, wurde Jean-Paul Belmondo am 9. April 1933 geboren - als Sohn eines Bildhauers und einer Tämzerin. Die kreativen Gene wurden ihm in die Wiege gelegt, trotzdem versuchte er sich als junger Teenager zunächst im Boxsport, bevor er sich mit 16 für die Schauspielkarriere entschied. Das Handwerk lernte er am Pariser Konservatorium, danach spielte er Theater. 1957 kam der erste Film und 1959 schon die Hauptrolle im Film des ebenfalls noch ganz jungen Jean-Luc Godard - "Außer Atem":

Der Film wurde ein großer Erfolg und hatte Einfluss auf internationale Filmemacher*innen. Belmondo selbst, dem man wegen seines Charakterkopfs eigentlich keine Chancen auf die damals eher von klassisch-attraktiven Männern besetzte Kinoheldenrolle eingeräumt hatte, machte den Weg frei für Charaktermimen wie Jack Nicholson und andere.

Innerhalb weniger Jahre etablierte sich Belmondo als einer der führenden jungen Leinwandstars, drehte diverse Filme in ganz unterschiedlichen Rollen mit berühmten Co-Stars wie Lino Ventura, Sophia Loren und Claudia Cardinale.

Belmondo der Actionstar

Auch in den 70ern stand Belmondo für erfolgreiche Filme vor der Kamera. Mal war's ein Mantel- und Degen-Movie wie "Musketier mit Hieb und Stich", mal ein Drama von Claude Chabrol. Ab MItte dieses Jahrzehnts war er immer öfter in Actionfilmen zu sehen - als Vertreter des Gesetzes oder als charmanter Betrüger. Neuer Höhepunkt seiner Karriere war 1981 die Rolle als "Der Profi", einem Spezialagenten der Regierung, der aus politischen Gründen verraten wird und auf Rache sinnt. Legendär auch Ennio Morricones für den Film komponierte Titelmelodie "Chi Mai":

Ende der Achtziger beendete er seine Actionkarriere nach einer Kopfverletzung, war ab diesem Zeitpunkt selterner im Kino und wieder mehr am Theater zu sehen - unter andrem am eigenen Théâtre des Variétés in Paris. Sein letzter Kinofilm "Ein Mann und sein Hund" erschien 2008.

Belmondo wurde für seine schauspielerischen Leistungen mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem französischen Filmpreis "César" und mit der Goldenen Palme fürs Lebenswerk auf dem Filmfestival in Cannes.

Belmondo war zweimal verheiratet.

Autor: HÖRZU Redaktion