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Mrkus Lanz mit Cindy aus Marzahn in Wetten dass?

"Cindy ist einfach ein sehr feiner Mensch." Markus Lanz über seine Assistentin. - Foto: © picture alliance / Sven Simon

"Wetten, dass..?" am 8.6., ZDF

Interview mit Markus Lanz

Der große Auftritt in der Stierkampfarena von Palma de Mallorca ist die Nagelprobe für Markus Lanz, den Showmatador: Hier wird sich erweisen, ob er den Quoteneinbruch von "Wetten, dass...?" (s. auch TV-Tipp rechts) stoppen kann. Und ob er genug Power hat für die ganz große Bühne.

Zu seinen Gästen zählt dabei auch Michelle Hunziker, die im Jahr zuvor noch Thomas Gottschalk unterstützte. Im HÖRZU-Interview verrät Lanz, wie er die Samstagabendshow wieder auf Erfolgskurs bringen will.

HÖRZU: Mit welchen Gefühlen gehen Sie in die Sommerausgabe von Deutschlands berühmtester Show?

Markus Lanz: Ich habe höchsten Respekt vor der Größe dieser Arena. Zum einen, weil sie so etwas wie das Wohnzimmer von Thomas Gottschalk ist. Zum anderen, weil ich glaube, dass es schwer ist, sie in den Griff zu kriegen. Gleichzeitig freuen wir uns alle sehr darauf, weil die Atmosphäre einzigartig ist. Es ist auch nicht damit zu rechnen, dass die Arena von Stieren gestürmt wird, höchstens von Jürgen Drews. Das kann man überleben.

HÖRZU: Ihr Resümee nach Ihrer ersten Staffel von "Wetten, dass ..?"

Markus Lanz: Ich habe einiges gelernt übers Fernsehen und noch mehr übers Leben.

HÖRZU: Was werden Sie verändern?

Markus Lanz: Wir arbeiten an der Auftrittssituation: Sollten alle Gäste gemeinsam auf dem Sofa Platz nehmen oder zeitlich versetzt die Treppe herunterkommen? Für die zweite Variante spricht der Überraschungseffekt, weil immer wieder ein neuer Star erscheint. Andererseits ist es schön, wenn alle von Anfang an dabei sind. Wenn's gut läuft, kommen sie auch miteinander ins Gespräch. Speziell internationale Gäste tun sich jedoch schwer damit, weil es sehr anstrengend ist, zweieinhalb Stunden mit Dolmetscher im Ohr dazusitzen.

HÖRZU: Was waren für Sie die herausragenden Momente der ersten Staffel?

Markus Lanz: Wir hatten fantastische Wettkandidaten. Denken Sie an die siebenjährige Vietnamesin Lina Mai, die rechnen konnte wie ein Computer. Oder an Weltstars wie Pink, Robbie Williams oder Michael Bublé. Oder an Justin Timberlake, mit dem ich vor der Sendung über Elvis sprach und der dann sagte: "Lass uns spontan eine Elvis-Nummer singen!" Als ich rausging, rief er mir noch hinterher: "Du kannst das doch auf dem Klavier spielen, oder?" Dann haben wir ungeprobt vor einem Millionenpublikum live gesungen und gespielt. Das war irre!

HÖRZU: Einer der umstrittensten Momente der ersten Staffel war das Spektakel um Tom Hanks und die Tiermützen. Was halten Sie heute von diesem Vorfall?

Markus Lanz: Das war eine kleine Nummer und völlig harmlos im Vergleich zu dem, was US-Stars manchmal im amerikanischen Fernsehen machen. Das wissen auch all jene, die das hinterher für ihre Zwecke genutzt haben. Mehr will ich dazu nicht sagen.

HÖRZU: Wird es in Zukunft mehr Hollywoodgäste geben – oder eher weniger?

Markus Lanz: Es geht um die richtige Mischung. Natürlich gehören zu "Wetten, dass ..?" internationale Gäste. Ohne sie würde die Show ein wichtiges Element verlieren. Es gab aber auch immer wieder Sendungen mit einer rein deutsch besetzten Couch, die prima funktioniert haben.

HÖRZU: Welchen Gast möchten Sie unbedingt einmal in der Show begrüßen?

Markus Lanz: Cindy Crawford gemeinsam mit Cindy aus Marzahn – das hätte was.

HÖRZU: Erhält Cindy aus Marzahn nun einen unbefristeten Vertrag als Co- Moderatorin?

Markus Lanz: Viel wichtiger als Verträge sind andere Dinge: ein Projekt, das Spaß macht, ein verlässlicher Sender und am Ende ein ehrlicher Handschlag. So haben wir das bis jetzt gehalten, so werden wir das weiterhin machen und uns immer wieder neu verabreden. Ich arbeite sehr gern mit Cindy. Das hat berufliche Gründe, aber auch private.

HÖRZU: Verraten Sie mehr?

Markus Lanz: Sie ist einfach ein sehr feiner Mensch. Ich erzähle Ihnen dazu eine kleine Geschichte: Wenn ich Cindy treffe, zieht sie immer, und zwar wirklich immer, irgendeine kleine Aufmerksamkeit aus der Tasche. Und wenn sie zwischen den Proben mal kurz in die Stadt geht, dann werden Sie nie erleben, dass sie ohne ein kleines Präsent zurückkommt – meistens süß und rosa. Ich finde, das erzählt mehr über sie als alles andere.

HÖRZU: Hand aufs Herz: Vor welchem körperlichen Einsatz würden Sie sich bei der "Lanz Challenge" drücken?

Markus Lanz: Ich würde nie in eine enge Röhre klettern, weil ich klaustrophobisch bin. Und ich würde nie wieder Marathon laufen. Als ich nach der ersten Sendung über 42 Kilometer von Düsseldorf nach Köln rennen musste, dachte ich nur: Wie bescheuert muss man sein, wo es doch so wunderbare Verbindungen mit Bus und Bahn gibt?!


Sendehinweis: "Wetten, dass..?"
SA, 8. Juni 2013, ZDF, 20.15 Uhr

Autor: Mike Powelz