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Inka Bause startet die neue tägliche Talkshow "Inka!".

Ab dem 02.09. startet Bauernverkupplerin Inka Bause ihre neue tägliche Talkshow "Inka!" im ZDF. - Foto © ZDF / Jule Roehr

Neue ZDF-Talkshow

Inka Bause im HÖRZU-Interview

Mit "Bauer sucht Frau" wurde Inka Bause zum Star. Ab dem 02.09., 15:05 Uhr, startet sie die tägliche Talkshow "Inka!" im ZDF. Im HÖRZU Exklusiv-Interview verrät sie vorab ihre Pläne.

Direkt, fröhlich, unverkrampft, schlagfertig: Könnten sich die Programmmacher eine Moderatorin backen, käme dabei womöglich eine Frau wie Inka Bause heraus. Neben "Bauer sucht Frau", ihrem Langzeiterfolg bei RTL, startet die gebürtige Leipzigerin diese Woche eine tägliche Talkshow im ZDF (siehe Sendehinweis rechts). Im Gespräch mit HÖRZU erläutert die 44-Jährige das Konzept für ihre neue Sendung, die "spannendes Wohlfühlfernsehen" verspricht.

HÖRZU: Überall werden Nachmittagstalkshows abgesetzt, nur beim ZDF nicht. Da schickt man "Inka!" an den Start. Womit wollen Sie punkten?

Inka Bause: Es wird ein Personality-Talk mit Menschen, die etwas Besonderes erlebt haben, und einem Prominenten. Wenn es sich ergibt, singe ich auch mit meinen Gästen oder backe mit ihnen einen Kuchen. Mir geht es darum, dass meine Zuschauer schnell zu einer Community zusammenwachsen.


Inka Bause: Eine Frau mit vielen Facetten

Inka Bause, 1968 in Leipzig als Tochter des Komponisten Arndt Bause geboren, begann ihre Karriere als Sängerin und war die erste DDR-Künstlerin, die sich in der "ZDF-Hitparade" platzierte. Heute arbeitet sie als Moderatorin für ARD ("Top 15 – Die NDR Hitparade"), MDR ("Inka Bause live"), RTL ("Bauer sucht Frau") und ZDF ("Inka!"). Zudem spielt sie beim ZDF-"Traumschiff" mit. Bause lebt mit ihrer Tochter in Berlin.


HÖRZU: Das klingt fatal nach einem Gemischtwarenladen à la "Gottschalk Live" – ein Konzept, das im Vorabendprogramm der ARD grandios gescheitert ist.

Inka Bause: Thomas Gottschalk ist ein begnadeter Moderator, das bleibt er auch. Es sind manchmal atmosphärische Dinge, die über einen Erfolg entscheiden. Warum ist das eine Restaurant leer und das andere proppevoll? Vielleicht riecht es dort gut, das Licht ist schön.

HÖRZU: Welche Themen werden Sie aufgreifen?

Inka Bause: Alles, was Menschen bewegt. Wichtig sind uns ungewöhnliche Perspektiven und spannende Leute. Etwa ein Weltraumfan, der zum Mars fliegen will. Haken: Es wird eine Reise ohne Rückkehr. Und: Er kann sein Frau nicht mitnehmen. Die unterstützt seine Pläne trotzdem. Oder: Teenager Lisa sucht für den Opa eine Frau. Im Internetblog gibt sie eine Kontaktanzeige auf, die so rührend ist, dass sie innerhalb weniger Stunden mehr als 10.000 Menschen anklicken. Wird Opa sein Glück finden?

HÖRZU: Ihr Name ist Programm, die Erwartung hoch. Wie gehen Sie mit dem Druck um?

Inka Bause: Ich will keine neunmalkluge Talklady sein, die Karteikarten hochhält, aber auch nicht wie die Kuh vorm Tor stehen. Bei mir sollen sich die Menschen wohlfühlen. Beim MDR hatte ich mal Gregor Gysi zu Gast, der wünschte sich gefüllte Paprikaschoten. Also haben wir zusammen sein Lieblingsessen gegessen, und er hat mir Dinge erzählt, die würde er Sandra Maischberger nicht sagen. Andere Gäste meinen vor der Sendung: "Ich rede mit dir kein Wort, bevor wir nicht einen Korn getrunken haben."

HÖRZU: Für "Inka!" mussten Sie sogar eine Probesendung aufnehmen. Ist das inzwischen nicht unter Ihrer Würde?

Inka Bause: Wenn ich nicht durch diese Mühle gegangen wäre, wäre ich heute nicht bei RTL. Die haben mich dreimal eine Probesendung machen lassen, dann ist "Bauer sucht Frau" dabei herausgekommen. Natürlich sitze ich nicht gern auf Gängen und warte, aber vielleicht gibt es mich deshalb so lange, weil ich immer wieder antrete.

HÖRZU: In Ihrer RTL-Erfolgssendung "Bauer sucht Frau" sind Sie unverbrüchlich auf gute Laune programmiert. Mal ehrlich: Tun Ihnen die Landwirte nicht manchmal ein wenig leid?

Inka Bause: Nein, zu 90 Prozent sind das wirklich tolle Typen. Die lieben, was sie tun, auch wenn es wenig Geld einbringt. Ich mache viel lieber eine Sendung mit Bauern als eine mit Leuten von der Börse.

HÖRZU: Im Unterschied zu anderen TV-Größen erzählen Sie frei von der Leber weg von Pleiten, Pech und Pannen Ihrer Karriere. Eine Masche oder Ihr Erfolgsgeheimnis?

Inka Bause: Ich bin nicht perfekt, ich trete in Fettnäpfchen, ich verspreche mich. Das gehört zu mir. Perfektionisten lesen vom Teleprompter ab. Andererseits gibt es nichts, was mich vor laufender Kamera sprachlos macht. Ich kann mit allem umgehen – da bin ich noch ganz die Rampensau aus meiner Schlagerzeit.

HÖRZU: Das ZDF gibt Ihnen einen Vertrag, der nur bis Ende des Jahres läuft. Ist das nicht zu kurz, um eine neue Sendung zu etablieren?

Inka Bause: Nein. Die Zeiten, in denen ein Format drei Jahre lang schlechte Quoten haben durfte, sind vorbei. Ich bin mit meiner Fernbedienung selbst sehr gnadenlos.

Autor: Angela Meyer-Barg