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Keine Gebutrstagsshow Schoeneberger Kerkeling

"Keine Geburtstagsshow": Mit dabei, natürlich Hape Kerkeling, Horst Schlämmer und
Barbara Schöneberger. - Foto: © ZDF / Oliver Vaccaro

Ein Jubiläumsinterview

Hape Kerkeling wird 50!

Kaum einer hat uns so zum Lachen gebracht: Hape Kerkeling wird 50! Ein Jubiläumsinterview.

Eines will er partout nicht: eine große Geburtstagsgala. Hape Kerkeling hat stattdessen einen Film über sein Leben gemacht, eingebettet in Sketche, die Vorbereitungen zu einer Kerkeling-Geburtstagsshow zeigen – die nie stattfinden wird. HÖRZU verriet er, wie das alles kam.


TV-Tipp

"Keine Geburtstagsshow"
Mit dabei, natürlich Hape Kerkeling, Horst Schlämmer, der lustige Glückshase, Hannilein und Barbara Schöneberger.
Sa., 29.11., ZDFneo, 20.15 Uhr
So., 30.11., ZDF, 22.00 Uhr (s. auch TV-Tipps rechts)


"Horst Schlämmer ist bekannter als ich"

HÖRZU: Stellen Sie sich vor, eine Fee steht vor Ihnen und sagt: "Hans-Peter, du hast zum Geburtstag die Wahl: zwei Flugtickets für ein paar ruhige Tage in Italien oder eine riesige 100-Mann-Party?" Wie entscheiden Sie sich?

Hape Kerkeling: Sehr schwierig! Na gut, das Jahr war voll mit Arbeit, da nehme ich die beiden Flugtickets.

HÖRZU: Man hat den Eindruck, der Trubel, den das Fernsehen mit sich bringt, wird Ihnen manchmal zu viel. Stimmt's?

Hape Kerkeling: Ich finde den Trubel mal ganz schön – und mal nicht mehr so schön. Deswegen mache ich das auch nicht mehr so häufig wie früher. Das habe ich stark reduziert. Ich habe es immer geliebt, auf der Bühne zu stehen, und liebe es auch heute noch. Aber wenn ich von der Bühne runtergehe, habe ich nicht das Gefühl, ich müsste es gleich wieder tun. Ich bin nicht wahnsinnig heiß darauf, mich zu präsentieren. Das war ich noch nie.

HÖRZU: In Kürze feiern Sie Ihren 50. Geburtstag. Welches Gefühl schwingt da mit?

Hape Kerkeling: Ich freue mich sehr darauf. 30 zu werden war eine Katastrophe. Ich habe gedacht, da ist man alt, da ist der Zug abgefahren. Über den 50. freue ich mich, weil ich auf 30 Jahre Bühnenkarriere zurückblicke – und das auch ganz glücklich.

HÖRZU: Was waren Ihre schönsten Momente im Fernsehen?

Hape Kerkeling: Eine Moderation auf der Funkausstellung Anfang der 90er gehört zu meinen schönsten Erinnerungen: Damals habe ich gemeinsam mit Max Schautzer, Carmen Nebel und Harald Schmidt moderiert: nah dran an den Menschen, wie bei einem Volksfest. Das kam der Idee, wie ich mir Fernsehen wünsche, am nächsten. Wir haben viel improvisiert. Dieses vollkommen Durchinszenierte bei einer großen Show ist auch mal schön, aber sehr mühsam.

HÖRZU: Können Sie auch einen der schwierigsten Momente Ihrer TV-Karriere nennen?

Hape Kerkeling: Als Heide Simonis bei "Let's Dance" quasi um ihr Leben getanzt hat und dann ausschied. Da habe ich gedacht: Jetzt komme ich an meine Grenzen. Kann ich noch hinter der Show stehen als Moderator? Dabei ging es ja eher um die Reaktionen in der Presse. Darauf hat man wenig Einfluss, trotzdem fällt es auf die Sendung und letztendlich auch auf den Moderator zurück.

HÖRZU: Zu Ihrem 50. Geburtstag wird es keine große Fernsehgala, sondern einen Film geben. Was erwartet uns?

Hape Kerkeling: Es ist eine leichtfüßige Dokumentation und eine kleine Werkschau darüber, was ich in den letzten 30 Jahren so alles verbrochen habe – an Gutem und durchaus weniger Gutem. Das lasse ich alles noch mal Revue passieren. Es wird neue Sketch-Einblendungen geben, in denen ich drei Figuren spiele: den Regisseur einer Gala, die nie stattfinden wird, meinen Manager und eine Boulevardjournalistin.

HÖRZU: Diese Dame soll der "Bunte"-Chefin Patricia Riekel ähneln. Ist das Absicht?

Hape Kerkeling: Dass ich mit einer blonden Perücke nun mal aussehe wie Frau Riekel, dafür können wir beide nichts.

HÖRZU: Das Drehbuch haben Sie mit dem erfolgreichen Autor Micky Beisenherz geschrieben. Wie lief das ab?

Hape Kerkeling: Entspannt zu Hause bei Kaffee und Kuchen. Erst wird herumgesponnen, dann zieht sich jeder zurück und schreibt.

HÖRZU: Wie entstehen die Figuren? Welche Orte sind dafür inspirierend?

Hape Kerkeling: Die Verleihung der GOLDENEN KAMERA ist sehr ergiebig. Vor allem die After-Show-Party. Da habe ich mir so manche Figur abgeguckt. Es sind nicht immer bekannte Leute, die Figuren sind ein Sammelsurium. So ähnlich wie der Horst Schlämmer, der nicht aus einer einzigen Vorlage entstanden ist.

HÖRZU: Wer ist denn nun bekannter: Hape Kerkeling oder Horst Schlämmer?

Hape Kerkeling: Horst Schlämmer! Definitiv. Eine Freundin erzählte mir mal, zu der Zeit, als Schlämmer sehr populär war, habe eine Grundschullehrerin Kinder gefragt, wie der Bundespräsident heiße. Als nichts kam, gab sie ihnen vor: Horst ... und die Klasse antwortete im Chor: Schlämmer. Sie meinte natürlich Köhler.

HÖRZU: Haben Sie Zukunftspläne?

Hape Kerkeling: Ich habe viele Pläne, aber nichts Konkretes in der Pipeline. Keinen Film, keinen Bühnenauftritt. Jetzt mache ich wirklich erst mal gar nichts. Irgendwann setze ich mich wieder an den Schreibtisch.

HÖRZU: Und wie feiern Sie Ihren Geburtstag?

Hape Kerkeling: So ähnlich wie mit den Flugtickets. Viel anders wird es nicht sein. Zwei, drei Wochen irgendwohin, wo es warm ist.

Autor: Mirja Halbig