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Guido Maria Kretschmer in "Hotter than my Daugther"

Wenn Modefragen die enge und komplexe Beziehung von Mutter und Tochter bedrohen,
dann ist es Zeit für Guido M. Kretschmer und sein Beauty-Team in 'Hotter than my daughter'.
- Foto © RTL / Gregor Hübl

"Hotter than my Daughter"

Guido Maria Kretschmer im Interview

Designer Guido Maria Kretschmer startet eine neue Show. Und feiert statt Muttertag lieber "Frauen-Freiheits-Tag". Warum, verrät er hier.

Gelernter Krankenpfleger, Modedesigner, Unternehmer, TV-Juror, Shoppingberater: Guido Maria Kretschmer hat viele Jobs. Nicht nur die Frauen, auch die Medien lieben den gebürtigen Münsteraner, der am 11. Mai 49 wird. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Guido Maria Kretschmer, kurz GMK genannt, ist mit sich selbst im Reinen, führt ein glückliches Leben – und kann so von Herzen freundlich sein. Hier verrät er, was das Besondere seiner neuen Show "Hotter Than My Daughter" ist und warum er zu seiner Mutter ein besonderes Verhältnis hat. Neben den fünf oben erwähnten Jobs hat er nämlich noch einen Hauptberuf: leidenschaftlicher Sohn.

HÖRZU: Worum geht’s in Ihrer neuen Fernsehshow?
Guido Maria Kretschmer: Um textilwilde Mütter, die extreme Looks haben und deren Töchter sich so für sie schämen, dass sie immer 20 Schritte hinter der Mutter laufen. Die Idee der Show ist, die beiden wieder zusammenzuführen. Das heißt: die Mutter runtertunen, die Tochter flotter kriegen.

HÖRZU: Inwiefern ist es Zufall, dass die Show in dem Zeitraum startet, in dem sich der Muttertag zum 100. Mal jährt?
Guido Maria Kretschmer: Besser kann’s nicht laufen, denn ich habe heuer am Muttertag Geburtstag, am 11.5.

HÖRZU: Wie gut kleidet sich Ihre Mutter?
Guido Maria Kretschmer: Meine Mama ist der Typ Supermama – mit einem Hang zu zu viel Schmuck.

HÖRZU: Wie oft haben Sie sie eingekleidet?
Guido Maria Kretschmer: Sehr oft. Ich glaube, zum ersten Mal im kindlichen Alter von etwa zehn Jahren. Damals habe ich ihr die erste Weste genäht – für ein Schützenfest.


Hotter than my Daugther
Star-Modedesigner Guido Maria Kretschmer (r.) und seine Experten Make Up Artist Astrid Jerschitz und Hairstylist Andre Märtens verpassen heißen Müttern und ihren grauen Töchtern in "Hotter than my Daugther" ein neues Styling. - Foto © RTL / Gregor Hübl

"Durch Mutterliebe lernt ein Kind zu vertrauen."

HÖRZU: Was haben Sie von Ihrer Mutter über Mode und Stil gelernt?
Guido Maria Kretschmer: Dass ich mein Modedesign manchmal runtertunen muss und auch kommerziell designen muss. Meine Mutter hat immer gesagt: "Guido, denk dran, dass auch ich es tragen können muss. Mach es nicht so extrem, damit es verkäuflich ist und deine Sachen nicht nur irgendwo hübsch hängen, sondern auch in die Kleiderschränke wandern."

HÖRZU: Was schenken Sie Ihrer Mutter zum Muttertag?
Guido Maria Kretschmer: Meine Mutter bekommt immer einen Blumenstrauß – und meistens noch eine Reise. Auf jeden Fall immer eine Überraschung. Eine Gesellschaft, die ihre Mütter nicht ehrt, ist eine verlorene Gesellschaft. Ich plädiere aber auch dafür, diesen Tag zum "Frauen-Freiheits- Tag" zu machen. Die Mütter sollen am Muttertag frei haben, statt sich um die ganze Meute zu kümmern.

HÖRZU: Wofür bewundern Sie Ihre Mutter?
Guido Maria Kretschmer: Sie ist der toleranteste und warmherzigste Mensch, den ich je getroffen habe. Es gibt nichts, was meine Mutter nicht wertschätzt. Ich konnte stets jeden Menschen auf der Welt mit nach Hause bringen. Egal wer es war – meine Mutter hat ihre Arme immer weit aufgemacht.

HÖRZU: Welches war das schönste Erlebnis, das Sie und Ihre Mutter verbindet?
Guido Maria Kretschmer: Kürzlich lagen wir zusammen auf dem Boden. Da sagte sie zu mir: "Weißt du, dass es nicht einen Tag gab, seit du lebst, an dem du mich enttäuscht hast?" Da habe ich geantwortet: "Das kann gar nicht sein." Sie meinte aber: "Doch, du hast mich jeden Tag glücklich gemacht. Ich habe immer gewusst, dass ich mich auf dich verlassen kann. Du wirst immer dein Ding machen." Darüber habe ich mich sehr gefreut. Das war süß, das kam von Herzen.

HÖRZU: Ist Mutterliebe die ursprünglichste und stärkste Form der Liebe?
Guido Maria Kretschmer: Ja, dem stimme ich zu. Durch die Liebe, die ein Kind von seiner Mutter bekommt, erlernt es Vertrauen und Toleranz. Es darf ruhig mal scheitern und wird trotzdem geliebt. Kindern Vertrauen und Toleranz beizubringen, das sind Dinge, die Mütter am besten hinkriegen. Wie wichtig Mutterliebe ist, merkt man bei Menschen, die sie nicht erlebt haben. Ihnen fehlt oft die Möglichkeit, sich anderen anzuvertrauen. Alle, die ich kenne, die Probleme mit ihren Müttern haben, sind meistens auch etwas kontaktgestörter in Beziehungen. In diesem Kontext möchte ich noch etwas Wichtiges sagen.

HÖRZU: Legen Sie los.
Guido Maria Kretschmer: Es bezieht sich auf die Massentierhaltung. Ich finde, dass unsere Gesellschaft große Fehler macht, wenn sie Tierbabys die Mütter wegnimmt und die Kleinen von Wärmelampen "großziehen" lässt. Jedes Tierchen hat das Anrecht auf eine liebende Mutter – vom Kälbchen übers Ferkel bis hin zum Küken. Leider nehmen wir Menschen, indem wir die Massentierhaltung akzeptieren, den Kleinen ihre Mamas direkt nach der Geburt weg.

HÖRZU: Schlussfrage: Inwiefern ist Ihre Mutter die beste der Welt?
Guido Maria Kretschmer: Sie ist die beste der Welt – für mich, in meiner Welt.

Autor: Mike Powelz