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Gerd Ruge bereist das Umland von Moskau.

Foto © WDR/ Klaus-Peter Baum

Russland zwischen Kapitalismus und Askese

"Gerd Ruge unterwegs - 100 Kilometer um Moskau"

Gerd Ruge macht sich wieder auf die Reise. In seinem neuen Film "Gerd Ruge unterwegs - 100 Kilometer um Moskau" (22.12., 21.45 Uhr, Das Erste) unternimmt er eine Rundreise um Moskau im Radius von 100 Kilometern. Hier trifft der Fernsehjournalist Menschen aus unterschiedlichen Milieus des neuen Russland. Ruge spricht mit ihnen über ihre Lebensumstände und über ihr Hoffnungen an die Zukunft und die Politik. Die Reportage führt ihn in das Umland von Moskau. Fern ab vom Wirbel der Hauptstadt, vom Kampf um Macht und Geld. Krise auch hier - im Uferwald an der Wolga.

In den Wäldern vor Moskau trifft Gerd Ruge mit seinem Team auf junge russische Neo-Nazis beim Krieg spielen, doch seine Fahrt wird später auch zu jungen mutigen Gewerkschaftern führen. Gerd Ruge bewegt sich auf seiner Reise durch Dörfer, die oft besser aussehen als sie sind - arm, ohne fließend Wasser und Kanalisation. Am Rande einer kleinen Industriestadt trifft er Oleg in einer kleinen heruntergekommenen Werkstatt. Oleg stellt Filzstiefel her; ganz traditionell aus Schafswolle. Die Leute aus der Stadt, die am Rande ihre Ferienhäuser haben tragen sie gern im Winter - das ist jetzt Mode. Hier begegnen sich altes und neues Russland.

Genauso wie in den unzähligen wieder eröffneten Kirchen auf Gerd Ruges Route. Die Reise um Moskau führt auch in Welten zwischen Turbokapitalismus und altrussischer Askese. Da ist das Wiedersehen nach zwanzig Jahren mit German Sterligoff. Einst der erste russische Jungmillionär - heute strenger Patriarch. Bei der Rückfahrt Richtung Moskau führt der Weg über den neuen "Staatlichen Militär und Gedenkfriedhof" in Mytischi, mit seinen übergroßen, monumentalen Statuen von Vaterlandsverteidigern aus der russischen Geschichte. "Der patriotische Kult," so Gerd Ruge, "braucht ein weites Feld in einem alten Land, das als neuer Staat auf der Suche nach seinen politischen Zielen und Lebensformen ist."

Autor: Das Erste