HÖRZU Android Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU iOS Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU Logo
Unterhaltung Filter
Kategorie einstellen
Filme des vestorbenen Produzenten Bernd Eichinger im aktuellen TV-Programm

Seine Filme machen ihn unsterblich. Werke des verstorbenen Produzenten Bernd Eichinger im aktuellen TV-Programm / Fotos: © dpa

Filmproduzent starb mit 61 Jahren in L.A.

Filme von Bernd Eichinger im TV-Programm

Das Ende kam völlig unerwartet: Filmproduzent Bernd Eichinger (61) saß am Montagabend mit seiner Frau Katja Hofmann (38), seiner Tochter Nina Eichinger (29) und mehreren Freunden beim Italiener "Cecconi's" in Los Angeles, als er plötzlich zusammenbrach. Mit nur 61 Jahren starb der deutsche Produzent an einem Herzinfarkt. Filmschaffende aus aller Welt trauern um den Macher von Meisterwerken wie "Die unendliche Geschichte", "Der Name der Rose", "Das Geisterhaus" und "Das Parfum".

Das Geheimnis des Erfolgsproduzenten: auch das Unmögliche wagen. In 30 Jahren produzierte der gebürtige Bayer mehr als 70 Filme aus den verschiedensten Genres - von deutscher Komödie ("Der bewegte Mann") über Science-Fiction-Horror ("Resident Evil") und Literaturverfilmungen ("Der Name der Rose") bis zu Geschichtsdramen ("Der Untergang"). Sein Fantasymärchen "Die unendliche Geschichte" nach einem Roman von Michael Ende galt 1984 als teuerster Film, der jemals außerhalb von Hollywood produziert wurde, und verhalf Bernd Eichinger und Regisseur Wolfgang Petersen zum internationalen Durchbruch.

Gleich zu Beginn seiner Karriere ging Eichinger ein großes Wagnis ein, indem er 1977 den Skandalfilm "Die Konsequenz" produzierte. Der TV-Film basiert auf einem autobiografischen Roman des Schweizer Schauspielers Alexander Ziegler und erzählt die Geschichte einer homosexuellen Liebe. Bei der Erstausstrahlung in der ARD am 8. November 1977 weigerten sich die Verantwortlichen vom Bayerischen Rundfunk, das ohnehin schon zensierte Werk zu senden, obwohl es mit dem Prädikat "wertvoll" ausgezeichnet worden war.

Das tat Eichingers rasanter Karriere aber keinen Abbruch. Als gerade 30-Jähriger kaufte er Anteile an der angeschlagenen Verleihfirma Constantin Film und brachte sie wieder auf Erfolgskurs; fünf Jahre zuvor hatte er bereits die Filmproduktionsgesellschaft Solaris gegründet, mit der er hauptsächlich Autorenfilme produzierte.

Bernd Eichinger, der auch als Drehbuchautor und Regisseur arbeitete, wurde mehrfach mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet und gewann als Co-Produzent für "Nirgendwo in Afrika" (2001) den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Ans Aufhören dachte der Träger des Bundesverdienstkreuzes aber noch lange nicht. Für 2012 plante er einen Film über das österreichische Entführungsopfer Natascha Kampusch.

Das Leben hat anders entschieden. Bernd Eichinger hinterlässt eine 22 Jahre jüngere Witwe, eine 29-jährige Tochter, eine trauernde Filmbranche und 70 Millionen Kinobesucher allein in Deutschland, die bei seinen Filmen gelacht, geweint und sich gegruselt haben. Manchmal reichen auch 61 Jahre, um ein erfülltes Leben zu führen.

Hier finden Sie die aktuellen Programmänderungen zum Tod von Bernd Eichinger.

Autor: Jana Mareike von Bergner