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Der "Tatort" - hier mit Mehmet Kurtulus - gehört zu den beliebtesten Sendungen.

Der "Tatort" - hier mit Mehmet Kurtulus - gehört zu den beliebtesten TV-Sendungen der Deutschen. / Foto: © NDR/Georges Pauly

Damit lockt das TV-Programm

Fernsehen so beliebt wie nie

Fernsehen, Familie, Faulenzen. Das sind die liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. In dieser Reihenfolge. Beim Fußball-WM-Halbfinale 2010 fieberten gut 31 Millionen mit. Lenas Sieg beim "Eurovision Song Contest" feierten weit über 14 Millionen. Und sonntags gucken etwa zehn Millionen regelmäßig "Tatort".

Viele schalten lieber den TV-Apparat ein als mit der Familie ab – dafür sprechen auch die aktuellen Zahlen zum Sehverhalten der Deutschen: Fast vier Stunden, so viel wie nie seit den ersten Erhebungen 1992, gucken wir pro Tag fern. Nach Angaben des Marktforschungsinstituts media control waren es 2010 durchschnittlich 223 Minuten (für alle Zuschauer ab drei Jahre). Selbst Experten überrascht, dass sich die Sehdauer seit 2008 noch einmal um 16 Minuten erhöht hat.

Das deutsche Fernsehen ist besser als sein Ruf

Noch extremere Werte ermittelten die Kölner Trendforscher von IP Network, die die TV-Sehdauer weltweit für Erwachsene erheben. Ihnen zufolge lag der bundesweite Tageswert (ab 14 Jahre) schon 2009 bei 226 Minuten. Tendenz: je älter, desto länger.

Diese Formel gilt weltweit. Ebenso erreichen in allen Ländern Sportveranstaltungen die mit Abstand höchsten Einschaltquoten. Das Fernsehen, obwohl so oft totgesagt, ist nach wie vor das begehrteste Medium. Doch was macht es so beliebt?

Sicher, es gibt immer mehr Sender, dazu Geräte mit immer größeren und flacheren Schirmen und höherer Bildqualität – aber das allein erklärt nicht den stetig wachsenden Zuspruch für ein Angebot, das mehr kritisiert als gelobt wird.

"Das deutsche Fernsehen ist viel, viel besser, als wir alle denken", sagt Michael Souvignier, Grimme-Preisträ-ger und Geschäftsführer der Produktionsfirma Zeitsprung ("Frau Böhm sagt Nein", "Das Wunder von Lengede"). Längst könne man international mithalten: "Viele TV-Movies sind besser als amerikanische Filme."

Autor: Sabine Goertz-Ulrich