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Smart-TV: Dieser Fernseher kann auch Inhalte aus dem Internet darstellen.

Smart-TV: Dieser Fernseher kann auch Inhalte aus dem Internet darstellen. / Foto: © dpa

Teil 1 der Serie

Fernsehen heute: die wichtigsten Fragen und Antworten

Fernsehen ist immer noch die beliebteste Freizeitbeschäftigung der Deutschen. Und das sicher auch, weil es sich stetig wandelt, sich mit neuen Sendungen und Shows sowie innovativen Technologien weiterentwickelt. Gar nicht so einfach, das als Zuschauer alles zu überblicken. HÖRZU beantwortet die wichtigsten Fragen zum Fernsehen.

1 Wer bekommt meine TV-Gebühren?

Von den 7,5 Milliarden Euro, die 2011 von den Zuschauern gezahlt wurden, flossen rund 5,5 Milliarden an die neun ARD-Anstalten, das ZDF erhielt rund 1,8 Milliarden, das Deutschlandradio 193 Millionen. Übrigens: Die bislang übliche Gebühr, die pro TV-Empfänger fällig wurde, wird am 1.1.2013 durch einen Pauschalbetrag von 17,98 Euro pro Monat ersetzt, den dann laut Gesetz jeder zahlen muss – ob er einen Fernseher hat oder nicht.

2 Was ist besser: Sat, Kabel, Antenne oder Internet-TV?

Es kommt darauf an, was einem wichtig ist – und was man überhaupt nutzen kann: Per Satellitenschüssel empfängt man heute über 350 deutschsprachige digitale Programme. Monatliche Kosten (außer den TV-Gebühren) fallen nicht an. Aber: Nicht jeder darf oder kann eine Schüssel aufstellen. Dazu ist erst einmal freie Sicht nach Süden Voraussetzung, Mieter brauchen meist die Zustimmung des Vermieters. Kabel-TV liefert je nach Anbieter mehr als 110 deutschsprachige Kanäle und kostet monatlich ab etwa 19 Euro. Beim Antennenfernsehen DVB-T ist in nicht gerade wenigen Regionen bereits bei 32 Kanälen Schluss – dafür ist es kostenlos. Und zum Empfang reicht meist eine bleistiftgroße Antenne. Internetfernsehen, wie es etwa von der Telekom angeboten wird, kommt auf rund 100 Programme und kostet inklusive Internetanschluss rund 45 Euro pro Monat.

3 Warum zeigen die Privatsender so viel Werbung?

Nur die öffentlich-rechtlichen Sender bekommen GEZ-Gebühren – private wie RTL oder Sat.1 finanzieren sich zum allergrößten Teil durch Werbeeinnahmen. Dafür dürfen sie auch nach 20 Uhr Spots zeigen, was ARD und ZDF verboten ist.

4 Warum gibt es Showview und VPS beim Digital-TV nicht?

Der VPS-Dienst sorgt dafür, dass ein Videorekorder auch dann zum richtigen Zeitpunkt mit der Aufnahme einer Sendung startet, wenn sie früher oder später beginnt. Tatsächlich ist diese Möglichkeit technisch auch beim Digitalfernsehen vorhanden (PDC genannt), wird aber von den Herstellern der Fernseher und Set-Top-Boxen bei uns praktisch nicht genutzt. Mit der zunehmenden Verbreitung von Digital-TV wird sich das vielleicht ändern. Showview ist eine Technik zur leichteren Programmierung von Videorekordern. Weil man beim Digitalfernsehen direkt aus einem elektronischen Programmführer (EPG) eine Aufnahme vormerken kann, ist es dort überflüssig.

5 Kann ich mir Fernsehsendungen wünschen?

Der Südwestrundfunk (SWR) hat zuletzt für den 27.5.2012 ein Wunschprogramm gesendet, das die Zuschauer über eine Wahl bestimmen durften. Im Juli konnten Fans der ZDF-Reihe "Terra X" aus einer Reihe von Reportagen wählen. Tipp: In ihren Mediatheken halten die TV-Sender die meisten Sendungen mindestens sieben Tage zum Abruf bereit – für den Fall, dass man etwas verpasst hat oder gern noch einmal sehen möchte.

6 Welche ist die erfolgreichste Fernsehsendung?

Entsprechend einer Statistik der Internetseite www.meedia.de war das 2011 "Wetten, dass...?" – mit einer Quote von im Schnitt 8,89 Millionen Zuschauern (und 10,56 Millionen in der Spitze). Bei den Sportübertragungen war die Frauenfußball-Begegnung Deutschland – Japan mit 17,01 Millionen Zuschauern Spitzenreiter. Nicht viel, wenn man diese Zahlen mit der höchsten Einschaltquote aller Zeiten im deutschen Fernsehen vergleicht: 27,97 Millionen sahen am 17.11.1985 eine Folge der legendären "Schwarzwaldklinik" mit dem Titel "Die Schuldfrage".

7 Warum sind die Gewinnspielfragen bloß immer so dämlich?

Weil Glücksspiele im Fernsehen gesetzlich verboten sind, dürfen die Sender Gewinne nicht einfach verlosen. Um aber möglichst viele Zuschauer zur Teilnahme zu bewegen (auch weil die Sender an den Anrufgebühren meist mitverdienen), werden fast immer Fragen gestellt, die man eigentlich gar nicht falsch beantworten kann.

8 Was ist ein Smart-TV?

Ein Fernsehgerät, das auch Videos, Bilder oder Texte aus dem Internet anzeigen kann – etwa von Portalen wie Youtube, Flickr oder BILD. Auch der Zugriff auf kostenpflichtige Dienste, bei denen man Filme ausleihen und direkt ansehen kann, ist damit möglich. Außerdem bringen Smart-TVs den neuen Videotext HbbTV auf den Schirm, der nicht nur Textinformationen bietet, sondern auch die Möglichkeit, verpasste Sendungen anzusehen.

9 Warum kann ich manche Sender nicht empfangen?

Jeder Kabelanbieter – welchen Sie nutzen, hängt von Ihrem Wohnort ab –, hat eigene Vereinbarungen mit den einzelnen TV-Sendern. Deshalb gibt es in einigen Gegenden über Kabel eine bessere Versorgung als in anderen. Wer das Antennenfernsehen DVB-T nutzt, empfängt ebenfalls je nach Region eine etwas andere Programmauswahl, manchmal fehlen einige Dritte oder private Programme. Eine Übersicht finden Sie im Internet unter www.dvb-t-portal.de. Tauchen nach einem Suchlauf des Fernsehers einige Sender, die man eigentlich empfangen können sollte, nicht auf, könnte das an der Antenne liegen: Je nach Standort ist ein Modell mit eingebautem Verstärker sinnvoll.

10 Woher wissen die Sender, wie hoch die Einschaltquoten sind?

Zuständig für die Ermittlung der Quoten ist die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die in 5640 ausgewählten Haushalten mit einem Gerät misst, welcher Bewohner was wie lange guckt. Die Daten sind statistisch repräsentativ für die 35 Millionen deutschen Fernsehhaushalte und werden jede Nacht an die Sender übermittelt. Viele geben die Quoten für den vorhergehenden Abend im Teletext oder im Internet bekannt. Wichtig für die Werbekunden ist vor allem, wie viel Prozent der zu einer Zeit guckenden Menschen einen Sender einschalten – daraus ergibt sich der sogenannte Marktanteil.

Autor: Michael Fuchs