HÖRZU Android Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU iOS Logo
HÖRZU
TV-Programm
kostenlose App
Get it on Google Play
HÖRZU Logo
Unterhaltung Filter
Kategorie einstellen
Sandra Maischberger diskutiert über das Thema 'Euro im Koma?'

Sandra Maischberger diskutiert über das Thema 'Euro im Koma?' / Foto © ARD/WDR/Markus Tedeskino

"Menschen bei Maischberger"

"Euro im Koma? Gebt uns die D-Mark zurück!"

Die Währungskrise hat Europa fest im Griff und ist mittlerweile zum Top-Thema der Talkshows geworden . Auch bei "Menschen bei Maischberger" am Dienstag, 18. Mai 2010, um 22.45 Uhr im Ersten, dreht sich alles um den Euro. Das povokante Motto lautet: "Euro im Koma? Gebt uns die D-Mark zurück!"

Die Gästeliste:

Frank Lehmann
Der frühere ARD-Börsenexperte gibt keine Entwarnung in der Euro-Krise. Frank Lehmann misstraut den Finanzspekulanten: "Die geben nicht auf, jetzt suchen sie erst recht jede kleine Schwachstelle in der von der EU aufgestellten Wagenburg, um weiter ihre Giftpfeile abzuschießen." Trotzdem ist sich Frank Lehmann sicher: "Der Euro wird unsere Währung bleiben."

Steffen Kampeter
"Wir Deutschen sind die Gewinner des Euros. Als Exportweltmeister haben wir immer nur von der stabilen Währung profitiert. Also müssen wir dafür sorgen, dass wir unsere Währung stärken", sagt der Staatssekretär im Finanzministerium und Stellvertreter von Minister Schäuble. Steffen Kampeter setzt auf einen harten Sparkurs in Deutschland. Eine Haushaltssanierung solle zum Vorbild einer europäischen Konsolidierungspolitik werden.

Karl-Heinz Grasser
"Ich habe immer noch keine Zweifel am Euro", sagt der frühere Finanzminister von Österreich, der 2001 die Einführung der europäischen Währung mit organisierte. Länder wie Griechenland oder Portugal könnten den Euro allerdings stark belasten. Man müsse darüber nachdenken, ob solche Länder aus dem Euroraum ausgeschlossen werden. Karl-Heinz Grasser warnt vor einer Überregulierung der Finanzmärkte. "Der freie Geldverkehr ist eine Grundfreiheit der Marktwirtschaft!"

Sahra Wagenknecht
"Die Banken müssen verpflichtet werden, für den Schaden aufzukommen, den sie wissentlich mit angerichtet haben", fordert die designierte stellvertretende Parteivorsitzende und kritisiert die Bundesregierung. Diese müsse endlich dafür sorgen, dass die Finanzmärkte wirksam reguliert und dass Kreditausfallversicherungen, die die Basis für Spekulationen gegen Staaten bilden, verboten werden.

Susanne Schmidt
"Markt ohne Moral" heißt ihr Buch, eine Abrechnung mit einer versagenden Finanzelite. Die promovierte Ökonomin und Tochter von Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt, die 30 Jahre am Finanzplatz London gearbeitet hat, gibt zum Teil erschütternde Einblicke in die Welt der Spekulanten.

Prof. Dr. Stefan Homburg
"Ich gebe dem Euro keine Zukunft mehr", sagt der Finanzwissenschaftler, der für viele zu den "herausragenden Ökonomen in Deutschland" (FAZ) zählt. Seine Prognose: "Die D-Mark ist in den nächsten zehn Jahren wieder da."

Autor: Das Erste