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Die Wallensteins

Die Wallensteins - Wenn die Mutter mit der Tochter Mörder jagt. - Foto © ZDF und Conny Klein

Interview mit Anja Kling

"Die Wallensteins"

Volltreffer! Mit einer neuen Krimireihe nimmt Anja Kling jetzt den besten aller Sendeplätze ins Visier: den Samstagabend. Im ersten Fall "Die Wallensteins: Dresdner Dämonen“ (s. auch TV-Tipps rechts und in unserem TV-Programm) spielt sie Kommissarin Bärbel Wallenstein, die im Team mit ihrer Tochter Kim (Lisa Tomaschewsky, "Soko Leipzig") antreten muss. Schwierig, denn die beiden haben sich wenig zu sagen. Im Exklusiv-Interview mit HÖRZU verrät Kling, warum diese Kombination viel Zündstoff birgt.

HÖRZU: Worum geht es in der neuen Krimireihe "Die Wallensteins"?

Anja Kling: Erstmals gehen eine Mutter und ihre Tochter gemeinsam auf Mörderjagd. Diese ungewöhnliche Kombi gab es bislang noch nie im deutschen Fernsehen – obwohl wir wahrlich genug Krimis und Thriller haben.

HÖRZU: Wie viele Folgen sind geplant?

Anja Kling: Nach der Pilotfolge und der zweiten Episode wird erst mal auf die Einschaltquoten geschaut. Sofern genügend Menschen zusehen, könnte unser Duo schon bald in Reihe gehen. Ich hätte große Lust darauf.

HÖRZU: Laut einer aktuellen HÖRZU-Umfrage finden viele Zuschauer, dass es im deutschen TV eine Krimi-Inflation gibt. Ist eine weitere neue Reihe sinnvoll?

Anja Kling: "Die Wallensteins" sind ja kein purer Krimi, sondern obendrein eine Familiengeschichte über zwei unterschiedliche Generationen. Zudem behandelt die Reihe zeitgenössische Stoffe wie den derzeitigen Missbrauch der Droge Crystal Meth.

HÖRZU: Was macht Ihre Ermittlerin besonders?

Anja Kling: Bärbel ermittelt mit weiblicher Intuition, Biss und einem klaren Gerechtigkeitsbedürfnis. Übrigens liegt die Schuld für das Auseinanderleben mit ihrer Tochter zum größten Teil bei ihr selbst, denn Nähe kann sie schwer zulassen. Am liebsten verlässt sie sich auf sich selbst. Tochter Kim hingegen ist nicht nur ein Kontrollfreak, sondern auch ein Technikgenie. Und sie beschreitet unkonventionelle Wege bei der Mörderjagd. Außerdem hasst sie Bakterien.

HÖRZU: Der Samstagabend ist ein klassischer Sendeplatz für Kommissarinnen. Warum sind Frauen beim Ermitteln so viel erfolgreicher als Männer?

Anja Kling: Ist das so? Tendenziell sind weibliche Ermittler wie Rosa Roth und Bella Block oft empathischer als ihre Kollegen – Schnüffelkatzen, wenn Sie so wollen. Deshalb sind die männlichen Ermittler aber kein bisschen schlechter.

HÖRZU: Welche TV-Krimis verpassen Sie nie?

Anja Kling: Ich bin ein Fan des Kölner "Tatort"-Teams. Ich mag aber auch das Münsteraner Duo. Und Wotan Wilke Möhring ist toll.

HÖRZU: Der Fall "Dresdner Dämonen" dreht sich wie schon angemerkt um Drogenmissbrauch. Was wussten Sie vor den Dreharbeiten über Crystal Meth?

Anja Kling: Derzeit ist Meth das Schlimmste, was es auf dem Markt gibt. Man kann gar nicht genug über das Teufelszeug aufklären, denn es ist nicht nur billig, sondern auch mit einfachsten Mitteln herstellbar. Und es macht sofort abhängig. Mein 14-jähriger Sohn behandelt das Thema gerade in der Schule.

HÖRZU: Wie lautet denn Ihr Rezept für eine gute Mutter-Kind-Beziehung?

Anja Kling: Ich bin kein Fan von Verboten. Im Gegenteil: Ich glaube daran, dass man seinem Kind eine authentische Moral vorleben muss und dass man gemeinsam über alles reden sollte. Denn ich möchte meine Kinder nicht auf Schritt und Tritt überwachen.

HÖRZU: Ihr Krimi spielt in Dresden, Sie wurden in Ostdeutschland geboren. Wie beurteilen Sie den ostdeutschen Rechtsextremismus und die Pegida-Bewegung?

Anja Kling: Ich sehe das mit großer Besorgnis, bin geschockt bei jedem Ereignis, das mit Rechtsradikalismus und ausländerfeindlichen Parolen einhergeht. Was da immer wieder in Deutschland passiert, befremdet mich.

HÖRZU: Was sind Dresdens schöne Seiten?

Anja Kling: Dresden war schon immer eine schöne Stadt, die nicht umsonst Elbflorenz genannt wird. Sowohl historisch als auch kulturell ist Dresden äußerst sehenswert.

Autor: Mike Powelz (Interview)