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Kai Pflaume moderiert für das Erste viermal ''Die Deutschen Meister 2013''.

Kai Pflaume moderiert für das Erste viermal ''Die Deutschen Meister 2013''. / Foto: © ARD/Frank P. Wartenberg

Das Interview zum Showstart

''Die Deutschen Meister 2013'' mit Kai Pflaume

Wer sind die schnellsten und stärksten Talente im Land? Wer die besten Gedächtnisgiganten? Diesen Fragen will Kai Pflaume mit seinem neuen großen Herbstevent auf den Grund gehen. An vier Abenden treten in insgesamt 27 Disziplinen Menschen mit den unglaublichsten Talenten zum Kampf um den Titel ''Deutscher Meister 2013'' (Start: SA, 19.10., Das Erste, 20.15 Uhr) an.

Diejenigen, die in den Ausscheidungswettkämpfen die meisten Stimmen auf sich vereinen, ziehen am 2. November in die Finalshow ein – und messen sich dort noch einmal mit einem europäischen Herausforderer. Wahre Herkulesspiele also, die selbst einem Moderatorenprofi wie Kai Pflaume (46) den Puls in die Höhe treiben. Im exklusiven Interview mit HÖRZU sagt er, was ihn persönlich herausfordert, was er von seinem neuen Fernsehruhm und möglichen Konkurrenten hält.

HÖRZU: Herr Pflaume, am 19. Oktober startet die mit zahlreichen Superlativen angekündigte neue Show ''Die Deutschen Meister 2013''. Wer sind die Kandidaten?

Kai Pflaume: Es wird eine wirklich große Show. Dabei ist die Grundidee ganz einfach: Es werden die "Deutschen Meister" in Disziplinen gesucht, in denen es bisher keine Meisterschaften gab. Das liegt hauptsächlich daran, weil es so geniale, skurrile, verrückte Fähigkeiten sind, die nur wenige Menschen besitzen. Ich nenneIhnen ein Beispiel: Wir alle kennen das Maibaumkraxeln. Es gibt zum Beispiel Menschen, die sich im Maibaumkraxeln messen. Einigen ist das aber nicht genug: Die messen sich dann im Rückwärts-Maibaumkraxeln. Das ist eine körperliche Leistung, die überaus beeindruckend ist. Und dem gegenüber stehen Menschen, die besondere Merkfähigkeiten haben oder geniale Gedächtnisleistungen vollbringen. Das wird garantiert spannend.

HÖRZU: Gedächtnisshows gibt es im Fernsehen einige. Womit sollen Ihre Kandidaten noch überraschen?

Kai Pflaume: Täuschen Sie sich nicht, es gibt genügend Menschen, die mit Neuem verblüffen können. Man ist überrascht, worin sich Menschen messen. Ein Problem ist manchmal, dass es sich im Fernsehen nicht umsetzen lässt – wie der Streichholz-Weitwurf. Der Rekord liegt bei 26 Metern. Das finde ich spektakulär, versuchen Sie das mal. Es geht nur nicht im Fernsehen, weil man es vor der Kamera nicht sieht. (Lacht)

HÖRZU: Treten Sie selber gegen Kandidaten an?

Kai Pflaume: Nein, das machen schon andere. Wir haben ein originäres Konzept, da kopiere ich niemanden.

HÖRZU: Woher kommen die Kandidaten?

Kai Pflaume: Das ist unterschiedlich. Die Redaktion geht da natürlich gezielt auf die Suche. Mal entdecken sie jemanden auf YouTube, mal in Clubs, wo sich Leute in verrückten Dingen messen. Letzlich kommen die Kandidaten aber aus allen Bereichen, das können körperliche wie geistige Fähigkeiten sein.

HÖRZU: Was sind Ihre Favoriten?

Kai Pflaume: Ich persönlich finde es spannend, wenn schon bei der Beschreibung der Disziplin das Kopfkino einsetzt. Wenn etwas meine Fantasie anregt. Stellen Sie sich ein Spiel wie "Stadt, Land, Fluss" in einer extremen Version mit zwei hochintelligenten Kandidaten vor. Am Ende ist es die Mischung – aus einer genialen Idee und dem ernsthaften Wettbewerb, die mich fasziniert.

HÖRZU: Sie selber sind Meister im Moderieren. Von "Das ist Spitze!" über "Klein gegen Groß" bis jetzt zu den neuen Meistershows: Wissen Sie eigentlich, wie viele Sendungen es dieses Jahr sind?

Kai Pflaume: Das habe ich nicht gezählt. Für mich selber ist eher erstaunlich, wie viel Aufwand eine einzelne Show bedeutet. Ich freue mich auf jede, aber wir müssen sie auch produzieren. Fünf Folgen "Klein gegen Groß" sind nicht einfach fünf Tage Arbeit, sondern inklusive Außendrehs etwa 70 Drehtage für mich.

HÖRZU: Wir haben nachgezählt und kommen auf 36 Sendungen.

Kai Pflaume: Da sehen Sie mal! Gar nicht so schlecht.

Moderator Kai Pflaume

Moderator Kai Pflaume / Foto: © ARD/Frank P. Wartenberg

HÖRZU: Viele Ihrer Kollegen wie Günther Jauch oder Stefan Raab produzieren ihre Show mit einer eigenen Firma. Planen Sie das auch?

Kai Pflaume: Es gibt für mich nach wie vor keinen Grund dazu. Ich bin mit Leib und Seele Moderator, aber bringe mich auch in jede meiner Produktionen inhaltlich sehr stark ein. Momentan habe ich das Gefühl, dass der administrative Aufwand einer eigenen Firma mir zu viel Zeit rauben würde und ich dann nicht mehr alles leisten könnte.

HÖRZU: Bei aller Belastung wirken Sie jedoch so fit wie ein Profifußballer.

Kai Pflaume: Ich habe keine so schlechte Veranlagung, muss also nicht aus Gewichtsgründen trainieren. Es gehört aber zu meinem Wohlbefinden. Ich spiele schon mein ganzes Leben lang Fußball und laufe auch ganz gern. Fernsehen ist Hochleistungssport. Zwei, drei Stunden am Samstagabend durchgängig zu moderieren klappt nur, wenn man topfit ist. Da darfst du dir keinen Durchhänger leisten. Sich über eine so lange Strecke zu konzentrieren fordert Kopf und Körper wirklich alles ab. In dem Punkt ist Kondition auch gleich Konzentration.

HÖRZU: Seit Sie zum Ersten gewechselt sind, hat Ihre Prominenz stark zugenommen. Wie hat das Ihr Leben verändert?

Kai Pflaume: In keinem Fall negativ. Die Frage ist doch, wie man damit umgeht. Ich werde zwar überall, wo ich hingehe, erkannt, aber die meisten Begegnungen sind doch sehr positiv. Insofern ist erkannt zu werden auch Anerkennung und Lob für die Arbeit, die man geleistet hat.

HÖRZU: Wie kommt Ihre Familie damit zurecht?

Kai Pflaume: Wir haben für uns einen sehr guten Weg gefunden, damit umzugehen. Das Privatleben zu schützen sorgt für eine Grundruhe in der Familie. Meine Frau und die Kinder können sich weitestgehend unerkannt in der Öffentlichkeit bewegen – allemal wenn ich nicht dabei bin.

HÖRZU: Ab dem nächsten Jahr bekommen Sie kräftig Konkurrenz: Jörg Pilawa kehrt zurück zum Ersten. Eine Herausforderung?

Kai Pflaume: Jörg und ich sind seit vielen Jahren befreundet und kennen uns sehr gut. Von daher freue ich mich riesig, dass Jörg zurückkehrt. Er ist eine wunderbare Verstärkung für die Unterhaltung im Ersten.


Sendehinweis: ''Die Deutschen Meister 2013''

Olympiade der verrückten Ideen mit Kai Pflaume
Start: SA, 19.10., Das Erste, 20.15 Uhr

Die Deutschen Meister 2013

Logo: © ARD

Autor: Sabine Goertz-Ulrich