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Nachrichten-Moderator Claus Kleber vom "heute-journal".

Seit 2009 moderiert Claus Kleber aus einem 690 Quadratmeter großen digitalen Studio. - Foto © Kerstin Bänsch

Kloeppel, Kleber und Buhrow

Die besten News- Moderatoren

Peter Kloeppel, Claus Kleber und Tom Buhrow im HÖRZU-Interview

Wer ist für Sie der kompetenteste unter Deutschlands männlichen Nachrichtenmoderatoren? Das wollte HÖRZU in einer repräsentativen Umfrage wissen. Das Ergebnis lesen Sie hier. Klares Votum der TV-Zuschauer: Peter Kloeppel (52) von "RTL Aktuell" ist für sie die Nummer eins. Claus Kleber (55) vom "heute-journal" des ZDF folgt auf Platz 2 vor Tom Buhrow (52) von den "Tagesthemen" im Ersten.


Deutschlands beste Nachrichten-Moderatoren

Peter Kloeppel, 52 (RTL)
Biografie: Geboren am 14.10.1958, verheiratet mit der amerikanischen Journalistin Carol Kloeppel (geb. Sagissor).
Karriere: Henri-Nannen-Journalistenschule, seit 1992 "RTL Aktuell"-Chefmoderator.
Vorbilder: Peter Jennings, 2005 verstorbener Anchorman von "ABC World News Tonight".
Hobbys: Reisen, Joggen, der New York Marathon, Gärtnern, Kochen, Lesen (Lieblingsbuch: "Wir drucken!" von Katharine Graham, legendäre Chefin der "Washington Post")

Tom Buhrow, 52 (ARD)
Biografie: Geboren am 29.9.1958, verheiratet mit der Journalistin Sabine Stamer. Die beiden haben zwei Töchter.
Karriere: WDR-Volontariat, Reporter für "Aktuelle Stunde", 2002–2006 Korrespondent der ARD und Leiter des ARD-Studios in Washington, seit 2006 Moderator der "Tagesthemen".
Vorbilder: Ted Koppel vom US-Sender ABC.
Hobbys: Musik (Klassik, Jazz, Rock, Pop, Blues, vor allem Bob Dylan und Rolling Stones), Kino, TV ("Tatort"), Sport.

Claus Kleber, 55 (ZDF)
Biografie: Geboren am 2.9.1955, verheiratet mit der Ärztin Renate Grziwok, mit der er zwei Töchter hat.
Karriere: Jura-Studium (Dr. jur.), von 1992 bis 2002 ARD-Korrespondent und Leiter des ARD-Büros in Washington, seit 2003 Moderator "heutejournal" im ZDF, bis Ende 2008 auch dessen Redaktionsleiter.
Vorbilder: Walter Cronkite von "CBS Evening News".
Hobbys: Joggen, Segeln, Lesen (Lieblingsbuch: John Steinbecks "Travels With Charley").


Das Exklusiv-Interview

HÖRZU lud die drei Bestplatzierten zum Interview. Hier verraten sie ihre Erfolgsgeheimnisse, ihre ganz persönlichen kleinen Rituale vor der Sendung, ihre Meinung über die Konkurrenz, ihre Erfahrungen mit den neuen Hightech-Studios, ihre peinlichsten Patzer – und ihre wahren Traumjobs.

HÖRZU: Herzlichen Glückwunsch! Sie sind nach unserer großen Umfrage die bekanntesten und kompetentesten Nachrichtenmoderatoren. Doch was genau zeichnet Ihre Sendungen aus?

Peter Kloeppel: "RTL Aktuell" bereitet die relevanten, interessanten Themen des Tages aus allen Lebensbereichen so auf, dass die Zuschauer sie auch wirklich verstehen. Außerdem kommt die Sendung aus dem modernsten Nachrichtenstudio Europas.
Claus Kleber: Die Zielsetzung des "heutejournals" ist: Wir sind erzählend, erklärend, skeptisch in alle Richtungen, packend und so oft wie möglich abwechslungsreich.
Tom Buhrow: Die "Tagesthemen" kennzeichnen fundierte Recherche, seriöse Themenwahl und verständliche Aufbereitung.

HÖRZU: Herr Buhrow, Ende 2012 soll Ihre Sendung noch attraktiver werden – dank eines neuen Studios. Was wird es bieten?

Tom Buhrow: Eine reale Studiowelt – und keinen virtuellen Weltraumbahnhof. Wir werden an mehreren Stellen mit einer Art Touchscreen arbeiten, also mit Projektionsflächen, die durch Berührung bedient werden.

HÖRZU: Herr Kleber, Ihr 2009 eingeweihtes Studio mit dem langen Tisch und dem Freiraum für 3-D-Animationen hat viel Spott geerntet. Welche Erfahrungen haben Sie unterdessen damit gesammelt?

Claus Kleber: Wir nutzen das neue Studio immer besser. Die Möglichkeiten sind groß.

HÖRZU: Herr Kloeppel, Sie arbeiten seit September 2010 im neuen Hightech-Studio. Welche Vorteile bietet es Ihnen?

Peter Kloeppel: Wir können sehr schöne Kameraeinstellungen präsentieren – mit exakten Fahrten, Schwenks und Zooms. Obendrein blenden wir aussagekräftige Bilder, Karten und Grafiken ein. Das alles trägt zur besseren Verständlichkeit bei.

HÖRZU: Verständlichkeit ist ein gutes Stichwort. Immer öfter fallen in den Nachrichten Begriffe wie "Präimplantationsdiagnostik", "Koalitionsfreiheit", "Basta-Politik" oder "Vorteilsabschöpfung". Das verstehen viele Zuschauer nicht. Werden die TV-Nachrichten immer komplizierter?

Peter Kloeppel: Es ist die Aufgabe von uns Nachrichtenjournalisten, den Zuschauern auch komplizierte Themen verständlich zu machen. Dabei ist es wichtig, bestimmte Begriffe oder Floskeln und ihre vermeintliche Bedeutung nicht einfach als gegeben hinzunehmen, sondern sich immer in die Rolle der Zuschauer zu versetzen.
Claus Kleber: Es gab schon immer zu viele unverständliche Ausdrücke. Wir benutzen sie entweder mit Erklärung oder gar nicht. Gelegentliche Fehltritte nicht ausgeschlossen.
Tom Buhrow: Unverständliche Politik, Wirtschaft, Wissenschaft – alles wird komplexer. Und damit auch die Begriffe. Wir übersetzen sie in verständliche Sprache, aber man kann nicht jeden Tag alles wieder neu erklären.

HÖRZU: Heutzutage informieren sich die Menschen tagsüber per Internet und Handy über Neues. Sind Ihre Sendungen abends nicht Schnee von gestern?

Peter Kloeppel: Professionelle Fernsehnachrichten haben einen wichtigen Stellenwert im Medienkonsum der Bürger. Und das wird auch so bleiben. Viele Menschen haben ohnehin tagsüber gar keinen Zugang zum Internet. Und selbst wenn, wollen sie oft am Abend eine professionelle Zusammenfassung und Einordnung der Tagesereignisse im Fernsehen schauen.Claus Kleber: TV-Nachrichten wären dann Schnee von gestern, wenn sie lediglich die Schlagzeilen transportieren würden. Nicht, wenn sie Zusammenhänge zeigen und die Fragen stellen, die sich daraus ergeben. Und das tun wir.
Tom Buhrow: Unsere abendlichen Nachrichten sind nicht veraltet, sondern der Nachrichtenstoff von heute. Wir aktualisieren bei den "Tagesthemen" bis zur letzten Minute.

Autor: Mike Powelz