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Filmplakat Der Koenig der Loewen

Der König der Löwen: eine Parabel über Liebe, Leid & Macht. - Foto © Disney

Disney Channel

''Der König der Löwen'' im TV

Simba war ein Stiefkind. Als 1989 die ersten Ideen für den "König der Löwen" entstanden, galt bei Disney die Aufmerksamkeit vor allem "Pocahontas": Nach "Arielle, die Meerjungfrau" und "Die Schöne und das Biest" sollte die Indianerin die Reihe der anmutigen Zeichentrickheldinnen mit Augen groß wie Teetassen fortsetzen. Die Zeit der Tiergeschichten schien vorbei. Doch man ließ das Entwicklerteam trotzdem gewähren.

Zur Vorbereitung flogen die Filmemacher nach Kenia: "Wir schossen jede Menge Fotos und versuchten, ein Gefühl für die Landschaft und das Klima zu bekommen", erinnert sich Regisseur Roger Allers. Mit Afrikas mythischer Landschaft im Herzen, schuf das Team Szenenentwürfe von noch nie dagewesener Qualität.

Betriebsausflug nach Afrika

Auch der Ohrwurm "Hakuna Matata" ("Vergiss deine Sorgen"), den Warzenschwein Pumbaa und Erdmännchen Timon bei der ersten Begegnung mit dem geflohenen Simba trällern, ist ein Mitbringsel vom Betriebsausflug nach Afrika: Ein einheimischer Führer benutzte wiederholt die Redewendung. Bei der Umsetzung stand "Probier’s mal mit Gemütlichkeit" aus "Das Dschungelbuch" Pate.

Simbas Königreich ist optisch eine Collage aus verschiedenen Gegenden Kenias. Den Königsfelsen wird man dort allerdings nicht finden: Er ist der Fantasie eines Trickfilmzeichners entsprungen. Anfangs hieß das Projekt "Der König des Dschungels", bis jemandem im Team auffiel, dass es dort keine Löwen gibt.

Mut, Loyalität und Hoffnung fügen am Ende alles zum Guten – diese zeitlose Botschaft, gepaart mit viel Komik, aber auch Tragik spricht Zuschauer jeder Altersstufe an und erklärt den enormen Erfolg des Films. Das Grundmotiv der Geschichte ist so alt wie die Menschheit: der Abschied von der Kindheit, die Übernahme von Verantwortung. Die Grundzüge der Handlung erinnern an Shakespeares "Hamlet": Auch der dänische Prinz wird von einem nahen Verwandten um die Königsehre betrogen. Dass es auch zu gewissen Ähnlichkeiten mit "Kimba, der weiße Löwe" kommt, der ersten japanischen Zeichentrickserie in Farbe, die Ende der 1970er-Jahre auch im ZDF lief – geschenkt. Denn Kimbas Erfinder Osamu Tezuka (1928 – 1989) hatte sich wiederum zeitlebens die Trickfilmklassiker und die Animationstechnik Disneys als Vorbild genommen. Auch hier schließt sich gewissermaßen ein Kreis.

Oscars für die Musik

Nicht nur finanziell wurde der Film ein gigantischer Erfolg: Jeweils mit einem Oscar und einem Golden Globe ausgezeichnet wurden der in Frankfurt/Main geborene Komponist Hans Zimmer für den Soundtrack sowie Elton John und der Musicaltexter Tim Rice ("Evita", "Chess") für das Lied "Can You Feel The Love Tonight", das genauso wie "Circle Of Life" die Hitparaden stürmte. Einen weiteren Golden Globe gab es in der Kategorie Comedy/Musical. Dafür, dass in Simbas Königreich die Sonne nicht mehr untergeht, sorgt schon allein die Musical-Version. Sie hatte 1997 Broadway-Premiere, derzeit läuft sie außerdem in Las Vegas, Schanghai, Tokio, Singapur, Johannesburg, London, Paris und seit 2001 in Hamburg.

Die Fernsehverwertung des Erfolgsfilms in Deutschland zögerte das Studio hingegen lange hinaus, brachte Ende 2011 sogar erst noch eine 3-D-Version in die Kinos. Im seit Januar frei empfangbaren Disney-Channel (auf dem ehemaligen Sendeplatz von Das Vierte) ist Simba nun der König des Osterprogramms. (Siehe "Im TV Programm").


Die Top 10 der Zeichentrickfilme von Disney

Diese Zeichentrickfilme von Disney lockten die meisten Zuschauer ins Kino. Die Top 10 nach Einspielergebnissen weltweit:

"Schneewittchen und die sieben Zwerge" war 1937 der erste von rund 50 abendfüllenden Disney-Zeichentrickfilmen.
Auch wenn diese Top-10-Liste inflationsbereinigt etwas anders aussehen würde,
"Der König der Löwen" bliebe stets auf Platz 1.

1942, Bambi
Der Weißwedelhirsch rührte Generationen von Kindern zu Tränen.

1991, Die Schöne und das Biest
Nur innere Werte zählen. Nach einem Märchen aus Frankreich.

1992, Aladdin
Das zweite "d" ermöglichte es Disney, die Figur rechtlich schützen lassen.

1994, Der König der Löwen
Er ist gleichzeitig der König der Zeichentrickfilme.

1995, Pocahontas
Vorbild für die stolze Heldin war die mutige Tochter eines Häuptlings.

1996, Der Glöckner von Notre Dame
Die Botschaft lautet wieder: Äußerlichkeiten sind unwichtig.

1997, Hercules
Der griechische Held aus der Mythologie in cool-kantigem Zeichenstil.

1998, Mulan
Noch ein mutiges Mädchen: nach Motiven einer Ballade aus China.

1999, Tarzan
Der legendäre Dschungelheld. Echte Lianen wachsen von unten nach oben.

2002, Lilo & Stitch
Seit Elvis Presley gab es nicht mehr so viel Hawaii-Gefühl im Kino.

Autor: Thomas Röbke