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Marilyn Monroe: War sie die Geliebte von Präsident John F. Kennedy?

Marilyn Monroe: War sie die Geliebte von Präsident John F. Kennedy? / Foto © teleschau / Archiv

HÖRZU-Experte Guido Knopp, Historiker

Der Kennedy-Fluch

Kennedy – ein Name, der wie kein zweiter für Glanz und Glamour steht, aber auch für Schicksalsschläge und Skandale. Keine andere Familie hatte in der Geschichte der USA so viel politische Macht, keine musste so viele Niederlagen einstecken. Zum Start einer zweiteiligen Dokureihe "Die Kennedys - Der Fluch der Macht" über den legendären Clan versucht ZDF-Chefhistoriker Guido Knopp, den Mythos der Kennedys zu ergründen: Niemand sonst hat Amerikas Bild von Politik stärker geprägt als jenes junge Paar, das vor einem halben Jahrhundert ins Weiße Haus einzog: der smarte Präsident John F. Kennedy und seine bildhübsche Frau Jackie Kennedy.

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Programmhinweis:

"Die Kennedys - Der Fluch der Macht"
1. Aufstieg in den Olymp
Dienstag, 25. Mai, 20.15 Uhr, ZDF

"Die Kennedys - Der Fluch der Macht"
2. Tragödie einer Dynastie
Dienstag, 1. Juni, 20.15 Uhr, ZDF

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Doch es gab für die Kennedys nicht allein die drei hellen Jahre in "Camelot", wie Jackie nach der Ermordung ihres Mannes die tausend Tage mit JFK im Weißen Haus nannte. Immer wieder musste der schillernde Familien-Clan, den viele Amerikaner als ihr "Königshaus" betrachten, auch die dunklen Seiten des Lebens kennenlernen: Seit mehr als sechs Jahrzehnten wird die Familie von schweren Schicksalsschlägen heimgesucht.

Die Kennedys – das ist die Geschichte einer aus Irland stammenden Dynastie, die in die Neue Welt auswanderte, um dort zu Ruhm und Reichtum zu gelangen. Alles begann mit Joseph und Rose Kennedy, Johns Eltern: Kinder armer Einwanderer, die hart darum kämpften, ein Teil der amerikanischen Gesellschaft zu sein. Reich geworden durch Börsenspekulationen und Alkoholhandel zu Zeiten der Prohibition, stiegen sie ab 1930 zu einer der wohlhabendsten Familien Amerikas auf.

Mit ihren Kindern hatten sie Großes vor. "Die Kennedys sind Gewinner", schärfte der Vater Joseph vor allem seinen Söhnen ein. Joe, der Älteste, sollte Präsident werden, John Senator oder Minister. Robert zumindest Gouverneur. Doch der Zweite Weltkrieg durchkreuzte die hochfliegenden Pläne. Joe, der als Kampfpilot bei der Air Force diente, starb 1944: Seine Maschine explodierte über dem Ärmelkanal. Joes Leichnam wurde nie gefunden.

Als gäbe es kein Morgen

Jetzt bestimmte der Vater John, in der Familie stets Jack genannt, zum Präsidentschaftskandidaten. Der gehorchte und arbeitete sich zielbewusst nach oben: vom einfachen Kongressabgeordneten zum Senator, dann zum demokratischen Bewerber um das Präsidentenamt. Doch für das hohe Amt fehlte ihm noch die passende Frau an seiner Seite. 1953 heiratete er Jacqueline Bouvier, eine Tochter aus ebenfalls reichem Hause. Wie Vertraute berichten, war es zuerst alles andere als eine Liebesheirat.

Doch die beiden schienen den "American Dream" perfekt zu verkörpern. Sie waren das erste Medienpaar in der Politik. Aufnahmen von einem glücklichen Familienleben verschleierten die zahlreichen Frauengeschichten von "Mr. President". "Er lebte so, als ob es kein Morgen gäbe. Das war seine Art, mit dem Druck umzugehen", sagt der Modeschöpfer Oleg Cassini, der Jackie Kennedy nahestand. Die wusste von Johns Untreue – und schwieg.

Autor: Guido Knopp